Filmhandlung und Hintergrund

Spukhaus-Horror, der nur die Erzählmotive aus "Sinister" aus dem Jahr 2012 übernimmt und sie mit neuer Besetzung und Regie umsetzt.

Courtney (Shannyn Sossamon) hat jahrelang dabei zugesehen, wie ihr gewalttätiger Mann Clint (Lea Coco) sie und ihre beiden Kinder  drangsaliert. Nun will sie einen Schlussstrich ziehen und flüchtet mit ihren beiden Söhnen Zach (Dartanian Sloan) und Dylan (Robert Daniel Sloan) in ein abgelegenes Landhaus. Doch die drei ahnen nicht, dass sie in einem neuen Haus des Schreckens gelandet sind. Der namenlose Polizei-Deputy, der sich hinreichend mit dem verfluchten Haus beschäftigt hat, kann die kleine Familie zwar davor warnen, dass es in diesen Gemäuern mehr als nur spukt. Allerdings ist zu diesem Zeitpunkt das Übel bereits im Gange, denn Sohn Dylan bekommt von einem Jungen namens Milo (Lucas Jade Zumann) und dem Dämonen Bughuul (Nicholas King) einen Besuch der anderen Art abgestattet. Der mit dem Fluch des Bughuul leidlich vertraute Deputy schlägt vor, das alte Haus bis zum Erdboden niederzubrennen. Doch niemand ahnt, dass der Geist schon längst die Kontrolle über Dylans Träume übernommen hat und ihn mit Erscheinungen malträtiert. Es stellt sich zunehmend die Frage, ob gegen Bughuul aka Mr. Boogie überhaupt anzukommen ist. Wie schon im Vorgänger Sinister zeichneten C. Robert Cargill und Scott Derrickson für das Drehbuch verantwortlich. Auf dem Regiestuhl machte Derrickson jedoch Ciarán Foy Platz, für die Sinister 2 nach „Citadel“ aus dem Jahr 2012 der erst zweite Spielfilm ist, bei dem sie eigenständig Regie führt. Wie für die Produktionen von Jason Blum und dessen Produktionsstudio Blumhouse üblich, ist Sinister 2 ein Low-Budget-Film. Dass das dem finanziellen Erfolg jedoch keinen Abbruch tut, bewies bereits der Vorgänger, der bei einem Produktionsbudget von ca. 3 Mio. US-Dollar weltweit mehr als 75 Mio. US-Dollar einspielte.

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Kritiken und Bewertungen

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10 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Wer sich schon beim Vorgänger wohlig gruselte, wird vermutlich auch der nur minimal schwächeren Fortsetzung einiges abgewinnen können.
    2. Sinister II: Spukhaus-Horror, der nur die Erzählmotive aus "Sinister" aus dem Jahr 2012 übernimmt und sie mit neuer Besetzung und Regie umsetzt.

      2012 erwies sich „Sinister“ für das inzwischen ubiquitäre Label Blumhouse („Paranormal Activity„) als finanzieller Volltreffer. Die Fortsetzung greift die erfolgreich erprobten Erzähl- und Schockmuster ohne Stars und unter neuer Regie wieder auf. Der Ire Ciarán Foy, auf dessen Konto der klaustrophobische „Citadel“ geht, verfolgt sowohl Horror- als auch Drama-Facetten, die sich um die couragierte Courtney (Shannyn Sossamon) entwickeln.

      Die Mutter zweier Jungs befindet sich auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Ehemann. Als Versteck hat sie sich ausgerechnet eine verfallene Kirche im Grünen ausgesucht, die sie restauriert, während ihre Kinder einen Fundus an 8-mm-Rollen entdecken. Die Geister von Altersgenossen zwingen sie, sich nachts anzusehen, wie Kids und ihre Familien gequält und ermordet werden. Als Ex-Deputy So & So (James Ransone aus dem Vorgänger) das angrenzende Haus samt Videos herunterbrennen will, muss er die ahnungslosen Einwohner retten, die aufgrund des Sorgerechtsstreits dort bleiben müssen und so dem Dämon ausgeliefert sind.

      Foy sucht den schnellen Schrecken in Geräuschen und Gestalten im Dunkeln rund um den finsteren Maskenmann Bughuul, erfindet aber auch ein, zwei neue, tief ins Mark fahrende Effekte. Ansonsten lässt er die ausgeklügelt-sadistischen Mordkurzfilme für sich arbeiten. Auf die patentierten „creepy sounds“ ist wieder Verlass, Spannung und Atmosphäre erreichen jedoch kaum die Intensität des Vorgängers. Dafür überrascht Foy mit humorvollem Süßholzgeraspel zwischen Courtney und ihrem neuen Beschützer, der die Familie gegen weltliche wie übernatürliche Bedrohungen gleichermaßen verteidigen muss.

      tk.
      1. Am Ende bleibt "Sinister 2" ein Horrorfilm wie aus dem Lehrbuch, dem es zu keinem Zeitpunkt gelingt, neue und frische Impulse zu setzten und der mit seinem standardisierten, sich oftmals wiederholenden und vorhersehbaren Aufbau langweilt. Von den grenzdebilen Dialogen einmal abgesehen. Für einen Abend auf der Couch vielleicht genau das Richtige, denn immerhin weiß man bei "Sinister 2" ganz genau, was man bekommt. Als Horrorfan kann man hier aber getrost einen Bogen drum machen.

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        Andreas Engelhardt  

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