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Filmhandlung und Hintergrund

Silentium: Schwarze Thriller-Komödie von den Machern und mit den Figuren des österreichischen Erfolgsfilms "Komm, süßer Tod".

In Salzburg wird der Schwiegersohn des Festspielpräsidenten tot aufgefunden. Selbstmord, wie offizielle Stellen bald verkünden. Doch die schöne Witwe des Toten glaubt eher an einen glatten Meuchelmord. Sie bezirzt den Expolizisten Brenner (Josef Hader), damit er und sein alter Kumpel Berti (Simon Schwarz) noch einmal nach dem Rechten sehen. Schließlich hatte der Verstorbene erst vor kurzem mit Enthüllungen aus seiner Zeit im Katholischen Knabenkonvikt Aufsehen erregt. Brenner stößt auf eine Mauer des Schweigens und gerät selbst in Gefahr.

Wolfgang Murnberger

In Salzburg wird der Schwiegersohn des Festspielpräsidenten nach einem angeblichen Selbstmord tot aufgefunden, was der Kirche nur entgegen zu kommen scheint, nachdem der Verstorbene mit Erinnerungen an seine Jugend im Knabenkonvikt für einen Skandal sorgte. Ex-Polizist Brenner und sein alter Freund Berti sollen beweisen, dass der Tod alles andere als freiwillig eingetreten ist.

Als der Schwiegersohn des honorigen Salzburger Festspieldirektors Selbstmord begeht, steckt der Privatdetektiv Simon Brenner plötzlich mitten in einem brandgefährlichen Komplott. Bald schon dreht sich ihm der schmerzende Kopf vor lauter Schauergeschichten über sexuellen Missbrauch durch den Klerus und dubiosen Menschenhandel mit hübschen philippinischen Hausmädchen, geduldet von der Kirche. Und dann ist da noch der perverse fettleibige Opernsänger, für den Sex mit asiatischen Jungfrauen Balsam für die Stimme bedeutet.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • 100.000 Menschen wollten vor vier Jahren “Komm, süßer Tod”, Wolfgang Murnbergers sensationelle Adaption des gleichnamigen Romans von Wolf Haas, in den deutschen Kinos sehen. Das dürfte sich nun bei “Silentium”, der zweiten Kooperation zwischen Murnberger, Haas und Hauptdarsteller Josef Hader, erheblich bessern. Denn dieser bitterböse, pechschwarze Krimi mit hohem Comedy-Faktor bietet beinharten Dialogwitz, Schockierend-Entlarvendes über Salzburgs High Society und geniale darstellerische Leistungen von Hader über Joachim Król bis hin zu Georg Friedrich und Jürgen Tarrach.

    In Kennerkreisen genießt der mehrfach ausgezeichnete österreichische Schriftsteller Wolf Haas längst Kultstatus. In bislang sechs Büchern hat er Kriminalgeschichten rund um seine Lieblingsfigur, den Ex-Polizisten und desillusionierten Privatdetektiv Brenner, festgehalten. Nach seinem Drehbuch und mit dem populären Kabarettisten Josef Hader (“Indien”) in der Hauptrolle wurde von Wolfgang Murnberger bereits “Komm, süßer Tod” verfilmt. Dieses Trio zeichnet nun auch für “Silentium” verantwortlich. Und wie es sich für einen waschechten Krimi gehört, beginnt der Film mit einem spektakulären (Selbst-)Mord: Der Schwiegersohn des Salzburger Festspielpräsidenten ist in den Tod gestürzt. Gott sei Dank, denkt die Kirche, hat der gute Mann doch gerade über seine wenig schönen Erinnerungen an seine Kindheit im Knabenkonvikt, den damals der jetzige Salzburger Erzbischof leitete, ausgepackt. Nicht zuletzt deshalb glaubt die attraktive Witwe an Mord. Und Brenner soll die Sache aufklären. Lust hat er keine, plagen ihn doch andere, existenziellere Sorgen – kein Geld, keine Wohnung, keine Frau, und furchtbares Kopfweh. Doch weil die Witwe so nett und so hübsch ist, und weil sein Kumpel Berti (Simon Schwarz) ihm hilft, verbeißt er sich alsbald wie ein Terrier in den Fall. Und deckt wahrhaft Skandalöses auf: Sexuellen Missbruch durch den Klerus, dubiosen Menschenhandel mit blutjungen philippinischen Hausmädchen, ebenfalls im Dunstkreis der katholische Kirche, und auch der allseits beliebte Opernsänger (Jürgen Tarrach) steckt mittendrin im kirchlichen Ring illegaler Prostitution. Am Ende ist der Fall aufgeklärt, doch niemand will es wissen, denn einmal mehr hält die so genannte gute Gesellschaft zusammen, hüllt sich in Schweigen, Silentium eben – und das einzige, was Brenner bleibt, sind seine Kopfschmerzen.

    Nichts und niemand kommt ungeschoren davon bei diesem zynisch-morbiden Angriff auf die Salzburger Haute volée, ob geistliche Würdenträger oder andere Mitglieder des ehrenwerten Bürgertums. Dabei begeistert die Komödie, bei der einem beinahe im Minutentakt das Lachen im Halse stecken bleibt, sowohl auf technischer Ebene – Josef Vilsmaiers Ex-Kameramann Peter von Haller liefert hier sein Meisterstück ab – als auch in allen künstlerischen Belangen. Dazu zählen der adäquat-düstere Soundtrack von den Sofa Surfers, das mit Pointen und sarkastischen Gags zugepflasterte Drehbuch sowie darstellerische Leistungen auf höchstem Niveau. Das gilt nicht nur Hader, der seiner herrlich kaputten und selbstironischen Figur als Koautor den letzten Schliff verlieh, sondern auch für Tarrach als perverser Bariton, Georg Friedrich als mysteriöser Hausmeister oder Udo Samel als schleimiger Festspielchef. “Silentium” heißt übrigens “Halt’s Maul! – auf Lateinisch”, wie Joachim Król als Pater Fitz dem verdutztem Brenner in einer von vielen bemerkenswerten Szenen dieses österreichischen Film-Juwels erklärt. lasso.

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