Siegfried (2005)

Siegfried: Tom Gerhardt in seinem dritten Kinofilm als Nibelungen-Held Siegfried, Retter des Rheinlandes.
Kinostart: 28.07.2005
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Filmhandlung und Hintergrund

Siegfried: Tom Gerhardt in seinem dritten Kinofilm als Nibelungen-Held Siegfried, Retter des Rheinlandes.

Lange vor unserer Zeit, als das Rheinland von Schlachten und Kriegen zerrüttet daniederliegt, schwimmt in einem Körbchen ein Neugeborenes den Rhein herunter und macht sich mit einem beeindruckenden Faustschlag bemerkbar: Dem Stroh entspringt ein junger Recke, ja, es ist Tom Gerhardt alias Siegfried, der die Heimat heldenhafter Weise wieder aufrichten, Drachen töten, Zwergenkönige bezwingen, sich in Kriemhild (Dorkas Kiefer) verknallen und von Hagen (Volker Büdts) getötet werden wird.

Prolo-Komiker Tom Gerhardt in seinem dritten Kinofilm. Nach eigenem Drehbuch (in Zusammenarbeit mit Herman Weigel) und unter der Regie von Sven Unterwaldt (“7 Zwerge – Männer allein im Wald”) bringt der Mann für den groben Humor seine eigene alberne Version der Nibelungen-Sage auf die Leinwand.

Irgendwann vor unserer Zeit, als das Rheinland daniederliegt, von Schlachten und Kriegen zerrüttet. In einem Körbchen, das den Rhein hinunterschwimmt, macht sich ein Neugeborenes mit einem beeindruckenden Faustschlag bemerkbar: Dem Stroh entspringt ein junger Recke, ja, es ist Tom Gerhardt alias Siegfried, der die Heimat heldenhafter Weise wieder aufrichten wird.

Einst wurde der Siggi als Baby vom Schmied Mime aus dem Fluss gefischt und groß gezogen. Schon bald stellt sich heraus: Dieser Siggi ist bärenstark, kann aber mit seinen Kräften leider nicht umgehen. Deshalb lässt ihn die Dorfgemeinschaft auch gerne ziehen, als sich der junge Mann in die schöne Kriemhild verliebt und diese unbedingt heiraten möchte. Weil aber Kriemhild nicht von einem blonden Deppen geehelicht werden will, soll der lästige Siegfried beseitigt werden – was dieser mit Hilfe eines schlauen Ferkels stets zu verhindern weiß.

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Kritikerrezensionen

  • Mit seiner Märchen-Persiflage “7 Zwerge – Männer allein im Wald” machte Regisseur Sven Unterwaldt im letzten Jahr deutlich, dass er nicht gewillt ist, das Terrain “deutsche Comedy-Blockbuster” Michael “Bully” Herbig zu überlassen. Jetzt legt Unterwaldt nochmal nach und präsentiert mit “Siegfried” eine technische hochwertige, von der Gagdichte eher lückenhafte Verballhornung der Nibelungensage. Im Zentrum: ein kleines sprechendes Ferkel á la “Schweinchen namens Babe” und natürlich ein Zweibeiner: Kölsch-Komiker Tom Gerhardt (“Voll normaaal”, “Ballermann 6″).

    Mindestens drei Faktoren sprechen dafür, dass dieser “Siegfried” eine zahlreiche Fangemeinde um sich scharen dürfte: Erstens: Das Nibelungenlied ist landauf landab bekannt und bietet sich ob seiner strahlend-teutonischen Heldenthematik als Objekt der Persiflage förmlich an. Zweitens: Regisseur Sven Unterwaldt hat mit “7 Zwerge” gezeigt, dass er sowohl mit historischen Stoffen als auch mit einer ganzen Armada von deutschen Comedy-Stars umgehen kann. Drittens: Wenn jemand eine Figur wie Siegfried karikieren kann, dann Tom Gerhardt, dessen Markenzeichen schon immer leicht debile, viel naive Unschuld und großes Chaos verbreitende, proletarische Charaktere gewesen sind.

    Schon nach einer kurzen Einführung, in der Siggi als Baby vom Schmid Mime (Michael Brandner) aus dem Fluss gefischt und in der Folge groß gezogen wird, kristallisiert sich eines heraus: Dieser Siggi ist bärenstark, kann aber mit seinen Kräften nicht umgehen. Deshalb lässt ihn die Dorfgemeinschaft auch gerne ziehen, als der junge Mann eines Tages die schöne Kriemhild (Dorkas Kiefer) beim Pipi machen im Wald entdeckt, sich Hals über Kopf in sie verliebt und die holde Maid von nun an unbedingt heiraten möchte. Weil aber Kriemhild wiederum nicht von einem blonden Deppen geehelicht werden will, lässt man nichts unversucht, um den lästigen Siegfried ins Jenseits zu befördern – was dieser mit Hilfe des schlauen Schweins und seiner Mega-Power stets zu verhindern weiß.

    Unterwaldt bedient sich altbekannter Kalauer: So nimmt Siggi seine Gegenüber stets wörtlich (Beispiel: “Und ich bin der Kaiser von China” – “Echt?”), ein witziges Spielchen zwar, das sich mit zunehmender Dauer des Films ein wenig totläuft. Auch der beliebte Fäkal-Humor darf natürlich nicht fehlen. So furzt Ferkel Siggi, als dieser es auf den After küssen will, voll in die Visage. Mangels ergiebiger Handlung wird wie bei den “7 Zwergen” auf Kurzauftritte von populären TV-Komikern gesetzt. So gibt Mirco Nontschew eine italienische Schlägertype und Markus Maria Profitlich einen grimmigen Schweinemetzger. Stimmlichen Einlagen haben Otto Waalkes als Grille mit schön brutalem Tod, Atze Schröder als recht liebevoll animierter Drache und Unterwaldt selbst, der sich als fieses Wiesel in seinem Film verewigt hat. Ordentliche Leistungen liefern die Nebendarsteller. So überzeugt Dorkas Kiefer als zickige Kriemhild, Volker Büdts als böses Weichei Hagen und Daniela Wutte als sinnlich-süße Küchenmagd Anita, in deren hübsches Dekolletee sich nicht nur Kameramann Peter von Haller verliebt hat.

    Fazit: “Siegfried” erfüllt wichtige Voraussetzungen für eine seichte, locker-leichte und generations-kompatible Sommer-Komödie: einen dummen, aber liebenswerten Helden, anmutige Frauen, Gags unter der Gürtellinie und mal wieder ein Who is Who der deutschen Comedian-Szene. lasso.

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