Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück (2004)

Originaltitel: Shrek 2
Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Shrek 2 - Der tollkühne Held kehrt zurück: Fortsetzung von DreamWorks' CGI-Extravaganza, in der Prinzessin Fiona und ihr Gatte Shrek einen abenteuerlichen Besuch im Königreich "Far Far Away" erleben.

Zurück von der Hochzeitsreise wartet allerhand Ungemach auf Prinzessin Fiona und ihren Göttergatten Shrek. Fionas Eltern, ihrerseits King und Queen des Königreiches Far, Far Away, sind vom neuen Schwiegersohn alles andere als erbaut. Erstens, weil er ein großer, grüner Oger ist, und zweitens, weil man die Tochter bereits einige Monde zuvor Prince Charming versprochen hat, der nun auf sein Recht pocht. Ein gestiefelter Kater soll das Problem lösen. Doch der Auftragskiller entpuppt sich nicht eben als große Leuchte.

Respektloser Umgang mit Märchenklischees ist wieder mal oberstes Gebot bei der Fortsetzung des Oscar-gekrönten Trickfilmvergnügens.

Nachdem er den bösen Lord Farquaad besiegt und Prinzessin Fiona geheiratet hat, steht Shrek seiner größten Herausforderung bevor: den Schwiegereltern. Kaum aus den Flitterwochen zurück ruft sie eine Einladung von Fionas Eltern ins Königreich “Far, Far Away”. Gemeinsam mit Shreks treuem Freund Donkey werden sie von den Bewohner von “Far, Far Away” freudig begrüßt. Doch der König ist nicht wirklich begeistert, über das Monster an der Seite seiner Tochter.

Bevor Shrek und Prinzessin Fiona nach den Flitterwochen ihr Familienleben starten, steht ein Besuch bei den Schwiegereltern an, die dummerweise nichts von Shreks Naturell wissen. Wie von dem Oger nicht anders erwartet, fällt der Empfang am königlichen Hof denn auch recht unterkühlt aus, hatte König Harold doch eigentlich den schnöseligen Prinz Charming als Gatten seiner hübschen Tochter auserkoren. Deshalb versucht er nun mit Hilfe der gerissenen Guten Fee und dem gefürchteten gestiefelten Kater seine Heiratspläne durchzusetzen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wieder einmal ein Sequel. Kann das gutgehen? Wird Shrek 2 genauso gut wie sein Vorgänger? Eigentlich ist gerade die Tatsache, daß es auch für Shrek eine Fortsetzung gibt, eine Auseinandersetzung mit Märchenklischees, die hier ja ohnehin gerne auf die Schippe genommen werden. Denn nach dem „Und sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende...“ geht das Leben in diesem Fall nach der Hochzeit weiter und ein neues Happy End muß kreiert werden. Fragt sich nun, ob der Film, bei den enorm hohen Erwartungen, die nach dem riesigen Erfolg des ersten Teils an ihn gestellt werden, in seiner Umsetzung an seinen Vorgänger heranreichen kann. An den Kinokassen wohl schon, denn bereits nach nur vier Tagen brach er in Amerika alle Rekorde. Noch nie in der gesamten Filmgeschichte spielte ein Film in so kurzer Zeit so viel Geld ein.

    Die größte Stärke des ersten Teils, der Überraschungseffekt einer völlig neuen Idee und Umsetzung im Animationsfilm-Genre und das Zerstören althergebrachter Disney-Erzählformen fehlen hier natürlich, denn die Figuren sind bekannt und der Zuschauer weiß bereits, worauf er sich einzustellen hat.

    Nimmt man den ungeheuren Detailreichtum der Darstellung und die Vielzahl neuer Gags, schließt der Film durchaus an seinen Vorgänger an. Die Anzahl zitierter Filme ist hier ungleich größer und manchmal wird man von der eigentlichen Handlung abgelenkt, weil man fieberhaft am überlegen ist, aus welchem Film gerade kopiert wird. Wie bereits in Shrek 1 werden auch hier zahlreiche Märchen auf die Schippe genommen, ebenso lassen sich sehr viele Klischees finden, die sorgfältig karikiert werden. So ist das Königreich „Weit Weit Weg“ eine amüsant veränderte Kopie Hollywoods mit zahlreichen Anspielungen auf die Filmbranche. Die Fülle an Details machen es unmöglich, alle versteckten Gags auf einmal mitzubekommen. Und so darf sich der Zuschauer im Sinne eines „demokratischen Lachens“ den Bildbereich aussuchen, der ihn primär interessiert und über den Witz lachen, den er gerade sieht. Ein zweites Sehen des Films ist eigentlich unumgänglich, zu schade wäre es, nicht alles mitbekommen zu haben. Empfohlen wäre ein zusätzlicher Besuch des Films im Originalton, denn die starbesetzten Stimmen wie etwa von, Mike Myers, Cameron Diaz, Eddie Murphy, John Cleese, Julie Andrews oder Antonio Banderas bieten einen besonderen Hörgenuß. Doch auch die deutschen Synchronsprecher, unter anderem Sascha Hehn, Esther Schweins oder Benno Fürmann wurden sehr passend und mit Bedacht ausgewählt.

    Der Zuschauer trifft auf altbekannte Charaktere, aber auch neue, interessante und witzige Figuren, wie etwa der gestiefelte Kater oder Prinzessin Fionas Eltern werden eingeführt. Doch wie schon in Teil 1 ist es der geschwätzige Esel, der für die meisten Lacher sorgt. Unermüdlich nervend, mit urkomischer Mimik ausgestattet darf er sich diesmal sogar zu einem echten Streitroß mausern.

    Um ein größeres Publikum anzusprechen wurde der Film scheinbar auf eine größere Altersgruppe ausgeweitet. Nach wie vor gibt es viel schwarzen Humor zu bewundern, nur mehrdeutige Anspielungen, die im ersten Teil häufiger vorkamen, wurden hier zurückgenommen. Auch waren hier scheinbar strenge Zensoren am Werk. Und so darf Prinzessin Fiona der Rock zwar in Marylin-Monroe-Manier hochfliegen, aber nur am Rande und nur kurz und nicht zur Gänze in seinem Zitat ausgespielt. Dadurch verliert der Film etwas von der Schärfe, die den ersten Teil auszeichnete. Er kommt also etwas harmloser daher, ist destotrotz aber nicht weniger unterhaltsam.

    Die runde und gut ausgearbeitete Story verbirgt zahlreiche Überraschungen. Und so bleibt der Film stets spannend, denn auch wenn das Ende abzusehen ist, so ist es der Weg dorthin nicht.

    Ein kleiner Tip zum Schluß: Nach Beginn des Abspanns noch nicht das Kino verlassen, denn eine „kleine“ Überraschung wartet noch darauf, auf der Leinwand zu erscheinen...

    Fazit: Ein vielschichtiger, mit Zitaten angefüllter, sehr unterhaltsamer Film, der auf eine größere Altersschicht zugeschnitten wurde und fast vollständig an seinen Vorgänger heranreicht. Sehenswert...
  • Als “Shrek” Hollywood vor drei Jahren zuerst sein grünes Wunder erleben ließ, war der liebenswert grummelige Oger noch der Underdog. Nach einem weltweiten Einspiel von 480 Mio. Dollar geht die CGI-Märchenparodie, damals wie heute durchaus als Kampfansage an Disney zu verstehen, als Schwergewicht der Saison an den Start – und hält dem Erwartungsdruck stand. Die Fortsetzung, die ihre Weltpremiere als Wettbewerbsbeitrag des Festival de Cannes feierte, knüpft nicht nur inhaltlich, sondern auch stilistisch und im Ton unmittelbar an das Oscar-prämierte Original an. Einzig ganz so frisch und wie aus einem Guss wie der erste Teil will die mit unzähligen Zitaten, Parodien und Verweisen gespickte Gute-Laune-Mär über den ersten Besuch der Shreks bei den blaublütigen Schwiegereltern nicht mehr wirken, was den sensationellen Boxoffice-Aussichten keinen Abbruch tun sollte, wie sich an den Rekordzahlen am US-Boxoffice deutlichst ablesen lässt.

    Stolz prangt das neue “Dreamworks Animation”-Banner über dem Aushängeschild des jungen Hollywood-Studios, das im September seinen zehnten Geburtstag feiern wird. Nachdem seit dem eineinhalb Jahre zurückliegenden Erfolg von “Catch Me If You Can” die Luft ein wenig raus gewesen war und gerade Jeffrey Katzenbergs Zeichentrickabteilung zuletzt empfindliche Rückschläge einstecken musste (“Spirit – Der wilde Mustang” spielte weltweit weniger ein als “Shrek 2″ in den USA an den ersten fünf Tagen), dürfen sich die Traumarbeiter nach getanem Werk nun wieder entspannen. Schon in den ersten fünf Minuten – einer rasend schnellen und ebenso witzigen Montage über die verliebten Flitterwochen von Shrek und Prinzessin Fiona – hält der von Andrew Adamson diesmal mit Kelly Asbury und Conrad Vernon inszenierte Film mehr Lacher bereit als die meisten Komödien des letzten Jahres über ihre komplette Laufzeit.

    Mit der Heimkehr der Shreks in den Sumpf und dem Einsetzen des Alltags beginnt auch die eigentliche Handlung des Films, die schnell auf den Punkt gebracht wird. Bevor man sich nämlich ein eigenes Leben aufbauen kann, steht der Besuch bei den Schwiegereltern auf dem Programm, in einem weit, weit entfernten Land, das zufällig Far, Far Away heißt und noch zufälliger, nach langer, beschwerlicher Reise, bei der sich auch wieder der Esel zu dem Oger-Pärchen gesellt, aussieht wie Beverly Hills und Hollywood – Anlass für ein paar lässige freche Seitenhiebe, wie beispielsweise ein Coffeeshop, der “Farbucks” heißt. Anstatt großer Freude über die Heimkehr der verlorenen Tochter mit ihrem Retter macht sich alsbald Ernüchterung breit bei König Harold und Gattin Lillian: Weder sind sie begeistert von der Erscheinung der Tochter, noch können sie ihrem mit Flatulenzen und schlechten Manieren ausgestatteten Schwiegersohn etwas abgewinnen. Das treibt einerseits einen Keil zwischen die jungen Liebenden, andererseits Harold dazu, einen Auftragskiller auf Shrek anzusetzen. Eine durchtriebene Fee und ihr eitler Sohn Prince Charming tragen zudem zur Verwirrung bei, die sich nach allerhand Verstrickungen bei einem großen Ball zu den Klängen von “La Vida Loca” in einem der vergnüglichsten Showdowns des Animationsfilms in Wohlgefallen und einige Überraschungen auflöst.

    Mehr noch als das Original fährt “Shrek 2″ Schlitten mit den tradierten Märchen-Klischees. Kann man einen Film ernsthaft nicht lieben, in dem Schneewittchen als “lebt mit sieben Männern, ist aber nicht einfach” beschrieben, Aschenputtels Stiefschwester eine bärtige Vettel mit der Stimme von Larry King und Pinocchio eine eigentümliche Vorliebe für G-String-Tangas hat? Gemessen an der Ausgangssituation und dem wunderbaren Gespür der Macher für Figuren ist es ein wenig enttäuschend, dass die Handlung selbst wenig mehr ist als eine – zugegeben hinreißende – Sketchparade, in der sich Spannung und Aufregung immer nur aus der jeweiligen Situation ergeben. Zugegeben ist es auch ein eher hoffnungsloses Unterfangen, dieses vor Einfällen und wunderbaren Charakteren förmlich überberstende Füllhorn der guten Laune in ein Handlungskorsett zu schnüren. Und wer eine Filmfigur wie den gestiefelten Kater aus der Taufe hebt, der sich im schönsten Moment des Films im Handumdrehen von einem verwegenen Mantel-und-Degen-Desperado in ein großäugiges Miezekätzchen verwandelt (zur Freude des Zusehers fanden die Filmemacher das wohl ebenfalls so toll, dass sie die wundersame Verwandlung später noch einmal wiederholen), dem verzeiht man ohnehin alles. ts.

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