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Seelen (2013) Film merken

Originaltitel: The Host
Seelen Poster
 

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Filmhandlung und Hintergrund

Seelen: Nach "Twilight" der neue Film nach Kultautorin Stephenie Meyer: Eine junge Frau muss ihren Geist mit einer außerirdischen "Seele" teilen und kämpft um Befreiung.

Die junge Melanie versucht vergeblich, den Seelen genannten Außerirdischen zu entkommen. In ihren Fall bleibt ihr menschliches Bewusstsein intakt, und sie teilt sich fortan ihren Körper mit dem “Wanderer” genannten Alien. Melanie überzeugt Wanderer ihren Klan, der sich in der Wüste Neu Mexikos in einem Höhlensystem vor den Seelen versteckt, aufzusuchen. Während sich dort Melanie und Wanderer in zwei verschiedene junge Männer verlieben, ist ihnen und den letzten freien Menschen die “Suchende” auf der Spur.

Eine junge Frau, die ihren Geist mit einer fremden “Seele” teilen muss, kämpft um ihre Freiheit. Science-Fiction-Drama nach einem Roman von Stephene Meyer, Bestseller-Autorin der “Twilight”-Bücher.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das romantische Science-Fiction-Abenteuer "Seelen" ist ziemlich verwegen konstruiert. Stephenie Meyer, die Autorin der "Twilight"-Saga, lässt in ihrem gleichnamigen Roman zwei Wesen im Körper einer jungen Frau konkurrieren. Regisseur und Drehbuchautor Andrew Niccol ("Lord of War – Händler des Todes", "In Time – Deine Zeit läuft ab") holt aus dieser Vorlage das Beste heraus. Die attraktiven Hauptdarsteller und die stilsichere Inszenierung verstärken den Charme der Geschichte. Kühle Science-Fiction und jugendliches Schmachten erweisen sich als reizvolle Kombination.

    Niccol löst das Problem mit den beiden Seelen in einer Brust mühelos: Melanie spricht mit Wanda aus dem Off, Wandas Lippen bewegen sich, wenn sie Melanie antwortet. Damit wird auch Wandas Vorherrschaft über den Körper betont. Dass sie nicht Melanie vor sich haben, erkennen ihre Angehörigen und Freunde am alienhaften Leuchten ihrer Augen. Besonders reizvoll wird der Clinch der beiden Frauen, wenn es um die Jungs geht: Melanie zieht es zu Jared hin, Ian zu Wanda, und Wanda selbst hat für Melanies Geschmack plötzlich zu viel Gefühl. Diese raffinierte Konstruktion stimuliert geradezu jugendliche Wunschfantasien. Der Leidenschaft wird auch kein ganz so enges platonisches Korsett angelegt wie bei der "Twilight"-Liebe.

    Auch mit den Aliens geht die Geschichte ungewöhnlich um: Obwohl sie die Menschen infiltrieren, sind die Invasoren im Grunde friedlich. Einige Höhlenbewohner gewinnen Wanda denn auch als gute Seele lieb. Trotz solcher philosophischer Anflüge strafft Niccol die Geschichte vorteilhaft. Die Figuren, zum Beispiel Melanies Onkel Jeb (William Hurt), übernehmen charakteristische Sätze aus dem Original, aber nicht die ausgeprägte Gewalttätigkeit. Das bewahrt Wanda ebenso vor Theatralik wie Saoirse Ronans traumwandlerische Leichtigkeit.

    Die beiden Welten der Aliens und der Höhlenbewohner sind stilsicher kontrastiert: Die Menschen leben in archaischer Armut und Geborgenheit. Die Sucher der Aliens fahren chromfarbene Autos und sind ganz in Weiß gekleidet. Vom Braun der Wüste heben sie sich umso stärker als Fremdkörper ab.

    Fazit: Regisseur Andrew Niccol verfilmt Stephenie Meyers Roman "Seelen" vorteilhaft als reizvolle Kombination von Science-Fiction und jugendlicher Romantik.
  • Stephanie Meyer bleibt sich treu: blutleerer und seelenloser Romantik-Kitsch, der Twilight in puncto Langeweile weit übertrifft.
  • Beseelte SciFi-Teenromanze, für die Regisseur Andrew Niccol den gleichnamigen Roman von “Twilight”-Autorin Stephenie Meyer adaptierte.

    Zum weltweiten Megahit-Phänomen finden sich bezüglich der Story einige Parallelen. So ist die Protagonistin (mit schwermütigem Touch von “Wer ist Hanna?”-Schauspielerin Saoirse Ronan gespielt) ein junges Mädchen, deren Welt durch außergewöhnliche Umstände (und Hormonaufwallungen) auf den Kopf gestellt wird. Diese erscheinen hier allerdings nicht in Gestalt von Vampiren, sondern als parasitäre Außerirdische, denen es statt nach Blut nach den kompletten Körpern der Menschen dürstet. Darüber hinaus erzählt “Seelen” von einem Liebesdreieck, das die jugendliche Heldin zwingt, sich zwischen zwei Verehrern zu entscheiden. Weitere Ähnlichkeiten gibt es zu den Alien-Invasions-Filmen in der Art von “Die Körperfresser kommen!” und der Körperwechsel-Prämisse von “Solo für zwei”.

    Die junge Melanie Stryder versucht vergeblich den Seelen genannten Außerirdischen zu entkommen. Sobald diese an sich friedvollen Faseroptik-Wesen den Körper ihrer menschlichen Wirte übernehmen, bildet sich ein leuchtend blauer Ring um die Augen. Doch in Melanies Fall bleibt ihr menschliches Bewusstsein intakt, und sie teilt sich nun ihren Körper mit dem “Wanderer” genannten Alien. Melanie überzeugt Wanderer ihren Klan, der sich in der Wüste Neu Mexikos vor den Seelen versteckt, aufzusuchen. Er lebt in einem weitläufigen Höhlensystem, das sie sogar landwirtschaftlich bebauen. Allerdings ist ihnen die “Suchende” (Diane Kruger) auf der Spur, die alle noch nicht eroberten Menschen aufspürt, um sie ebenfalls zu transformieren.

    Zusätzliches Konfliktpotenzial ergibt sich daraus, dass der Klan (unter Führung von William Hurt) nur den Alien, aber nicht Melanie in ihr erkennt. Und in romantischer Hinsicht gibt es Zoff, da Wanderer und Melanie Gefühle für zwei verschiedene junge Männer haben (Jeremy Irons’ Sohn Max und Jake Abel) haben. All dies wird in relativ bedächtigem Tempo ausgerollt. Im Fokus steht der emotionale Austausch. Die telepathische Kommunikation der Protagonistin mit ihrem Gast wirkt zunächst etwas sperrig, doch dank Ronans exzellenter Performance stört dies bald nicht mehr. Vereinzelte Actioneinlagen (hauptsächlich Verfolgungsjagden) treiben die Story voran. Genreveteran Niccols (“Gattaca”, “In Time – Deine Zeit läuft ab”) Forte ist es, mit relativen einfachen Mitteln eine atmosphärische Zukunftsvision zu kreieren, was mit dem eklektischen Ambient, Elektropop und Indie-Folk Soundtrack hervorgehoben wird. Vorrangig junge Mädchen werden sich von dieser verhaltenen Pubertäts- und Paranoia-Parabel angesprochen fühlen. ara.
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