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Scream 2 (1997) Film merken

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Scream 2: Fortsetzung des Teenager-Horror-Schocker "Scream-Schrei!". Wes Craven setzt erneut auf doppelten Boden und Filmzitate.

Monate, nachdem die Teenager rund um Hauptopfer Sidney von einem Doppel-Serienkiller in Angst und Schrecken versetzt worden sind, schlägt erneut ein Mörder in Todeskostüm zu – und dies zum ersten Mal in der Kino-Premiere zur Verfilmung der grausigen, jüngsten Vergangenheit des Städtchens. Wieder sind Jugendliche seine Opfer, doch besonders an Sidney ist der ominöse Killer interessiert.

Zwei Jahre sind seit jener schaurigen Mordserie ins Land gegangen, und beinahe-Opfer Sidney findet gerade zurück ins normale Leben, als sich der Alptraum zu wiederholen scheint. Presse und Polizei stehen vor einem Rätsel: Hat man damals vielleicht den Falschen erwischt, oder ist bloß ein irrer “Copycat-Killer” unterwegs? Journalistin Gale Weathers, stolze Autorin der aus den Morden resultierten Drehbuchvorlage, rückt aus Los Angeles an, um die örtlichen Behörden bei der Suche nach der Antwort zu unterstützen.

Kein lauer Aufguß, sondern intelligente Fortsetzung des Teenager-Horror-Schockers “Scream-Schrei!”. Wes Craven setzt erneut auf doppelten Boden und Filmzitate.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Man könnte vermuten, daß nach dem Riesenerfolg von “Scream – Schrei!” (über 100 Mio. Dollar in den USA, über 1,6 Mio. Mark in Deutschland) schnell ein profitheischender Aufguß des Originals nachgeschoben werden sollte. Doch das Gegenteil ist der Fall: Horror-Meister Wes Craven (“Nightmare on Elmstreet”) und sein Drehbuchautor Kevin Williamson hatten von Anfang an eine “Scream”-Trilogie geplant. Ob der zweite Teil erfolgreicher sein wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, daß “Scream 2 ” seinen Vorgänger qualitativ bei weitem übertrifft.

    Die hochdosierte Bluttransfusion, die Craven/Williamson dem anämischen Horror-Genre mit “Scream – Schrei” verabreicht haben, steigert sich diesmal zu einem wahren Blutrausch. Virtuos in Wort und Bild spielt “Scream 2″ nicht nur erneut mit bekannten Horror-, Slasher- und Gore-Versatzstücken, sondern zitiert sogar nonchalant sich selbst und zwar gleich in der Eröffnungssequenz. Souverän toppt Craven den Blood-Chilling Opener des ersten Teils und evoziert mit dieser Film-im-Film-Replik höchst effektvoll die Meta-Ebene seines Scary Movie. Wobei er diesmal weniger selbstreferentiell und genrebezogen agiert, sondern eher auf die Sehgewohnheiten (und damit auch auf das Konsumverhalten) des Zuschauers zielt. So sitzen die Zuschauer diesseits und jenseits der Leinwand im Kino und schauen sich hier “Scream 2″, dort “Stab”, eine Filmversion von “Scream – Schrei!”, an . Dieser Spiegel-im-Spiegel-Trick provoziert im Film gleich ein paar schreckliche Morde. Mit einem atemberaubenden Balanceakt zwischen essentiellem Horror und raffinierter Persiflage gelingt es Craven, den Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in sein schaurig-abstruses Psycho-Panoptikum hineinzusaugen. Die intelligent konstruierte Geschichte, die den Faden dort aufnimmt, wo der erste Teil endet, ist dabei das perfekte Vehikel für ebenso originelle wie schockierende Finten und Volten. Wieder ist der Schauplatz die spießige Kleinstadt Woodsboro, wieder sorgt dort ein Serienkiller für erhöhten Adrenalinspiegel und Body Count. Wieder dient der Highschool-Background als Folie für Suspense und diverse blutrünstige Killer-Aktivitäten. Der Mörder wird schließlich in einer theatralischen Whodunit-Auflösungssequenz entlarvt. Höhepunkte dieser sophisticated Thrill-Show sind die Reminiszens an Hitchcocks “Der unsichtbare Dritte”, die bei hellstem Tageslicht auf den Weiten des Campus stattfindet, die dämonische Theateraufführung einer fiktiven griechischen Tragödie von Kassandra-Format und die Sequenz, in der der maskierte Killer mit zweien seiner Opfer nach einem Unfall im Auto eingeklemmt ist. Eine Szene, die Kevin Williamson für “I Know What You Did Last Summer” geschrieben hatte, die aber der Schere zum Opfer fiel. Und natürlich spielen sich auch diesmal wieder jene Schauspieler, die den ersten Teil überlebt haben, wie Courtney Cox, Neve Campbell und David Arquette, plus eine Handvoll Neuer, wie Laurie Metcalf, Jerry O’Connell, die Seele aus dem Leib. “Scream 2″ ist zweifellos das abgefahrenste Zelluloid-Trauma des Jahres. ull.

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