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Schwarze Tafeln

Kinostart: 17.01.2002

Filmhandlung und Hintergrund

Wuchtige und bildgewaltige Parabel um zwei Lehrer, die im Grenzgebiet von Iran und Irak Schüler suchen.

Die Lehrer, ihre riesigen Schultafeln auf den Rücken geschnallt, wandern von Dorf zu Dorf im Gebirge zwischen Iran und Irak, auf der Suche nach Schülern, die sie für Brot und Logis unterrichten. So trifft Said auf eine Gruppe kurdischer Flüchtlinge, darunter eine Frau und ihr kleiner Sohn. Reboir schließt sich Schmugglerkindern an, die er auf ihrem lebensgefährlichen Weg begleitet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Schwarze Tafeln: Wuchtige und bildgewaltige Parabel um zwei Lehrer, die im Grenzgebiet von Iran und Irak Schüler suchen.

    Die 20jährige Samirah Makhmalbaf, jüngste je in Cannes ausgezeichnete Regisseurin, realisierte mit ihrer wuchtigen und packenden, atemlosen und bildgewaltigen Parabel um zwei Lehrer, die im Grenzgebiet von Iran und Irak im Gebirge und in den Dörfern Schüler suchen, ein Meisterwerk des kämpferischen, politisch engagierten Films. Hatte sie in ihrem Debütfilm „Der Apfel“ noch mit den Herausforderungen der Technik und geringen Produktionsmitteln zu ringen, so hat Makhmalbaf mit ihrem zweiten Werk eine (auch logistisch) grandiose Leistung vollbracht und sozusagen ihre Reifeprüfung mit Auszeichnung bestanden.

    Makhmalbaf folgt den „Schwarztafeln“ oder „Schultafeln“ genannten Lehrern, die ihre riesigen Schultafeln auf den Rücken geschnallt, wie große Vögel erscheinen, für Brot und Logis arbeiten und mit dem Unterricht an Ort und Stelle beginnen müssen. Sie konzentriert sich auch Said und Reboir. Said trifft auf eine hundertköpfige Gruppe von kurdischen Flüchtlingen, nur begleitet von einer Frau und ihrem kleinen Sohn. Said heiratet die Witwe im Tausch für die Tafel und begleitet die alten Männer zur Grenze. Reboir schließt sich Schmugglerkindern an, die Kontrabande transportieren und wegen der ständigen Lebensgefahr keine Zeit zum Lernen haben. Seinen Namensvetter Reboir unterrichtet er während der Wanderungen. Beide Lehrer werden Zeugen von Tragödien.

    Durch die Parallelmontage zwischen den beiden Gruppen ergibt sich eine ungeheure Dynamik im Szenenverlauf, der fesselt und in bestechend klaren und poetischen Bildern einprägsam von der Härte, dem Überlebenskampf und den Hoffnungen von Kindern und Kurden erzählt. Ihr Feind, die Grenzpolizei, ist ständig präsent, aber nie zu sehen. In dem unwegsamen Gelände und mit Laien, die diese authentischen Situationen täglich erleben, ein derart geschlossenes Werk geschaffen zu haben, ist eine kleine Sensation und Grund, auf die weiteren Arbeiten von Samirah Makhmalbaf mehr als gespannt zu sein. Wie der Vorgänger „Der Apfel“ sollte „Die Tafeln“ für Programmkinos mit Anspruch ein Pflichteinsatz sein. ger.

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