Filmhandlung und Hintergrund

Horrortrip vier amerikanischer "Turistas" zu einer Maya-Ruine.

Während ihres dreiwöchigen Augusturlaubs auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán schwitzen die vier amerikanischen Touristen Jeff (Jonathan Tucker), Amy (Jena Malone), Eric (Shawn Ashmore) und seine Freundin Stacey (Laura Ramsey) in der schwülen Küstenstadt Cancun. Sie willigen ein, dem deutschen Mathias (Joe Anderson) bei der Suche nach seinem verschollenen Bruder Heinrich zu helfen. So gelangen sie in die Ruinen einer Maya-Stadt, wo sie Furchtbares erwartet.

Der gleichnamige Bestseller von Scott B. Smith („Ein einfacher Plan„) stand Pate für einen schweißtreibenden Dschungelhorrotrip. In dem blutigen Teenthriller schickt Werbefotograf Smith vielversprechende Jungstars wie Jena Malone („Donnie Darko„) in den Überlebenskampf.

Zwei amerikanische Pärchen im entspannten Mexiko-Urlaub lassen sich von einem deutschen Touristen überreden, einen abgelegenen Maya-Tempel zu besuchen. Dort werden die jungen Leute nicht nur von Indianern angegriffen, sondern müssen sich in einem Kampf auf Leben und Tod einem noch viel furchterregenderen Gegner stellen.

Medizinstudent Jeff, seine Freundin Amy und das Pärchen Eric und Stacey lassen sich auf den Vorschlag des deutschen Reisenden Matthias ein, eine Maya-Ruine im Dschungel aufzusuchen. Trotz warnender Einheimischer und überwuchertem Weg gelangt man zur imposanten Tempelpyramide, nur um von Indianern angegriffen und auf das Plateau der Pyramide gehetzt zu werden. Ihre Opponenten schlagen Camp am Dschungelrand auf, so dass es kein Entrinnen gibt. Ein ungeahnter Feind fordert von allen vollsten Einsatz beim Überlebenskampf.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Film beginnt mit zahlreichen üblichen Klischees. Eine Gruppe schöner, junger Menschen langweilt sich, folgt aus dubiosen Gründen einem Wildfremden in den Dschungel und wird dort mit dem Grauen konfrontiert, das die meisten von ihnen das Leben kosten wird. Selbst schuld, werden zu diesem Zeitpunkt wohl einige Zuschauer genervt aufstöhnen. Man begibt sich eben nicht mit Flipflops, zu wenigen Vorräten und ohne funktionierendes Handy mitten in die Einsamkeit eines Regenwaldes. Doch gerade wenn man glaubt, der Film halte so gar keine Überraschung mehr bereit, wird man eines Besseren belehrt.

      Drehbuchautor Scott B. Smith hatte 1998 mit seinem Drehbuch zu dem überaus spannenden Thriller "Ein einfacher Plan" bereits einen Oscar gewonnen. Hier hat er nun seinen eigenen Roman in eine Filmversion umgewandelt. Dabei bekleckert er sich zwar nicht gerade mit Ruhm, doch fairerweise muss man ihm zugestehen, dass man – vor allem in diesem Genre – schon wesentlich schwächere Handlungskonstruktionen gesehen hat. Auch der Kameramann Darius Khondji ist kein Unbekannter auf seinem Gebiet. Er fing bereits die Bilder für "Panic Room", "The Beach" oder zuletzt "Funny Games U.S." ein, was man "Ruinen" auch immer wieder deutlich anmerkt.

      Die Charaktere sind äußerst genretypisch. Sie glänzen nicht gerade mit einem hohen IQ, sehen auch nackt überdurchschnittlich gut aus und wer überleben wird ist schon am Anfang klar. Allerdings muss man sagen, dass die Schauspieler besser sind, als man es in vielen anderen Streifen mit ähnlichem Anspruch zu sehen bekommt. Von Tiefe in der Figurendarstellung kann zwar keine Rede sein und identifizieren kann sich wohl kaum jemand mit ihnen, doch ihre Handlungen sind nachvollziehbar genug, um den Film nicht gänzlich ins Absurde gleiten zu lassen.

      Blutige Effekte werden relativ sparsam eingesetzt, sind jedoch drastisch genug, um ihren Schrecken zu entfalten. Interessant ist der Ansatz, dass die Figuren zwar gleich zwischen zwei tödlichen Bedrohungen zerrieben werden, sie aber im Endeffekt selbst die größte Bedrohung für sich darstellen. Angesprochen werden hier Urängste, die aber immer wieder dermaßen hart an der Lächerlichkeit vorbeischrammen, dass sie den Zuschauer nicht ernsthaft erreichen. Wirkliche Spannung kommt nur selten auf, da es den Charakteren an Identifikationspotential und der Handlung an Ideen fehlt. Insgesamt betrachtet ist "Ruinen" sicherlich nicht das Schlechteste, was in diesem Genre in letzter Zeit in die Kinos kam, doch um wirklich gut zu sein, sind Geschichte und Figuren zu einfach gestrickt, um zu überzeugen.

      Fazit: Mit Sicherheit nicht der Schlechteste Film seines Genres, aber zu wirklicher Klasse findet der Film nicht.
    2. Ruinen: Horrortrip vier amerikanischer "Turistas" zu einer Maya-Ruine.

      Der „Turistas“-Horrortrip von vier jungen Amis zu einer abgelegenen Maya-Ruine in Yucatan treibt seltsame und blutrünstige Blüten.

      Für das Drehbuch adaptierte Scott B. Smith (Oscar-nominiert für sein Debüt „Ein einfacher Plan“) seinen eigenen gleichnamigen Horrorthriller. Darin mutmaßt er ähnlich wie Mel Gibson in „Apocalypto“ über den Untergang der Maya-Zivilisation. Allerdings gibt Smith einen anderen Grund dafür an, nämlich übernatürliche (Evolutions-)Elemente. Das beträchtliche Bedrohungspotential in seinem Slasher-Spiel führt er vorrangig mit psychologischen Kniffen aus.

      Zunächst werden die vier Protagonisten als typische Touristen eingeführt. Medizinstudent Jeff (Jonathan Tucker aus „Im Tal von Elah“), seine Freundin Amy (Jena Malone aus „Into the Wild“) und das Pärchen Eric (Shawn Ashmore von der „X-Men“-Akademie) und Stacey (Laura Ramsey war in „Der Pakt – The Covenant“) hängen hauptsächlich im Hotel und genießen Hochprozentiges. So klingt der Vorschlag des deutschen Reisenden Matthias (Joe Anderson sang sich zuletzt „Across the Universe“), eine abgelegene Maya-Ruine im Dschungel aufzusuchen, verlockend. Trotz warnender Einheimischer und überwuchertem Weg gelangt man zur imposanten Tempelpyramide, nur um von Indianern angegriffen (was zum Tod von Matthias‘ griechischem Kumpel führt) und auf das Plateau der Pyramide gehetzt zu werden. Ihre bewaffneten Opponenten schlagen daraufhin samt Kind und Kegel Camp am Dschungelrand auf, so dass es kein Entrinnen gibt. Dies ist jedoch weder das einzige noch größte Problem der Gruppe. Physische Verletzungen und psychologische Belastung sowie ein ungeahnter Feind in offener Sicht fordert von allen vollsten Einsatz beim Überlebenskampf.

      Der Zuschauer braucht einen starken Magen bei einer – von Tequila abgesehen – narkoselosen Amputation und einer (Selbst-)Operation. Der bislang als Werbefilmer und Modefotograf tätige Regienovize Carter Smith hält Szenen dieser Art allerdings relativ knapp und vermeidet damit, in die selbe sadistische Schublade des Torture Porn wie die „Saw“- oder „Hostel“-Reihen gesteckt zu werden. Die Gruppendynamik unter den Opfern wird zwar angeschnitten, doch insgesamt bleiben die Figuren eindimensional und auf eine Erklärung für das zentrale Phänomen wurde ganz verzichtet. Dafür hätte man dieser Dreamworks-Produktion gerne mehr Lauflänge zugestehen sollen. Denn das Versprechen für einen fesselnd-furchterregenden Schocker kann so nur ansatzweise eingehalten werden. ara.

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