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RoboCop: Ein schwer verletzter Polizist wird zum Super-Cyborg, um in einer von Verbrechen geplagten Welt Gangster zur Strecke zu bringen. Starkes Remake des SciFi-Kulftilms von 1987.

Im Jahr 2028 ist Amerikas Kriegsführung automatisiert, die Einführung von Kampfrobotern im nationalen Polizeieinsatz per Gesetz aber unmöglich gemacht. Das Dilemma, dass die Öffentlichkeit Maschinen misstraut, soll Murphy lösen. Ein Cop, dessen Körper nach einem Anschlag fast völlig zerstört wurde. Dank Hightech-Maschinenteilen bleibt Murphy am Leben, soll als Robocop für Recht und Ordnung sorgen. Das tut er mit großer Effizienz, bis Emotionen seine Programmierung stören und das lukrative Geschäft eines Konzernchefs gefährden.

Eine Mischung aus Mensch und Maschine ist Amerikas neueste Geheimwaffe gegen die ausufernde Kriminalität. Furioses, bildgewaltiges Remake eines verdienten Actionfilmklassikers durch Brasiliens José Padilha (“Tropa de Elite“).

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Überraschend guter, mehr als nur routiniert umgesetzter Actionfilm, der zwar in Sachen Satire nicht punkten kann, aber durchaus clevere Ansätze aufweist.
  • Im Jahr 2028 ist der multinationale Megakonzern OmniCorp Marktführer für Robotertechnologie. Während Polizist Alex Murphy (Joel Kinnaman) die steigende Kriminalität in seiner Heimatstadt Detroit mit allen Mitteln zu bekämpfen versucht und dabei schwer verletzt wird, ist dies für OmniCorp die Gelegenheit, seine umstrittene Technologie zum Einsatz zu bringen: einen Gesetzeshüter, der halb Mensch und halb Roboter ist. Als Murphy im Krankenhaus erwacht, begreift er, dass er als unverwundbarer und zugleich kontrollierbarer Prototyp dieser Erfindung den Reichtum von OmniCorp mehren soll. Doch der Konzern hat nicht damit gerechnet, dass sein Produkt auch eine menschliche Seite hat, die sich nicht kontrollieren lässt. Remake von Paul Verhoevens Kultfilm:?Action mit Hochspannungsgarantie.

    Fazit: Das Verbrechen hat einen neuen Feind:?Remake des Sci-Fi-Klassikers.
  • "RoboCop" ist ein auf Hochglanz polierter Actionstreifen – ganz anders als das Original von Paul Verhoeven aus dem Jahr 1987. Der aus heutiger Sicht stark angestaubte Look der Achtziger weicht im Remake des brasilianischen Regisseurs José Padilha einer modernen Optik. Kostümbildner, Set-Designer und Requisiteure haben hervorragende Arbeit geleistet, und auch wenn das neue Outfit des "RoboCop" von zeitgenössischen Leinwandhelden wie "Batman" oder "Iron Man" inspiriert zu sein scheint: es steht dem Hauptdarsteller Joel Kinnaman ("Easy Money", "The Killing") ganz ausgezeichnet. Die Frage ist allerdings, ob das schon für einen guten Film ausreicht?

    Nun, es ist zumindest ein Anfang. Leider muss man festhalten, dass wie die Kostüme auch die Welt von "RoboCop" deutlich aufgehübscht wurde. Wo Verhoevens Film eine düstere Zukunftsvision zeichnet, mit einer dreckigen, kaputten Stadt als Schauplatz, dient im Remake das Detroit des Jahres 2028 lediglich als futuristisches Setting, das den Einsatz von Cyborg-Technologie glaubwürdig legitimiert.

    Dennoch behandelt "RoboCop" abseits der makellos inszenierten Action die Fragen, die schon das Original zum Kult machten. Es geht um den Einfluss von multinationalen Konzernen auf Politik und Gesellschaft, um Freundschaft und Loyalität, Recht und Gerechtigkeit und nicht zuletzt darum, was Technik darf und was einen Menschen ausmacht. Große Themen also, die der Film in der Kürze der Zeit nicht ausführlich behandeln kann, die in der Geschichte aber zumindest angesprochen werden und den Zuschauer vielleicht zum Nachdenken anregen, wenn die MG-Salven und Explosionen verraucht sind. Denn es sind nicht die Feuergefechten oder Verfolgungsjagden, die in Erinnerung bleiben. Es sind Szenen, in denen amerikanische Robotersoldaten die Straßen von Teheran patrouillieren, unter dem Vorwand, der – offensichtlich verängstigten – Bevölkerung Sicherheit und Demokratie zu bringen. Oder in denen Murphys quasi nicht mehr vorhandener Körper von seinem Maschinen-Exoskelett getrennt wird und nur noch ein Kopf mit geöffneter Schädeldecke, zwei pulsierende Lungenflügeln und eine Hand übrig bleiben, verpackt in High-Tech-Kunststoffe und Metall, versehen mit Microchips.

    In solchen Momenten, in denen es dem Film gelingt, in ein paar Bildern komplexe Fragen aufzuwerfen, ist "RoboCop" großartig. Insgesamt hätte er jedoch mehr Zeit gebraucht, um seine Geschichte ausführlicher zu erzählen. Zeit, um noch mehr auf die Machenschaften von OmniCorp einzugehen und wie der Konzern versucht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Zeit, um die Hintergründe des Anschlags auf Alex Murphy genauer zu beleuchten – und damit, wie das Original, tiefer in die korrupte und moralisch degenerierte Stadt Detroit einzutauchen. Zeit, um die Beziehung der Hauptfigur zu seiner Frau und seinem Sohn, seine psychische Befindlichkeit und seinen Umgang mit dem neuen Körper behutsamer zu inszenieren.

    Man kann "RoboCop" den Vorwurf machen, dass er seine Geschichte nur oberflächlich und zu überstürzt erzählt. Aber immerhin hat er etwas zu erzählen, immerhin spielt er in einer Welt, über die man mehr erfahren möchte. Und die knapp zwei Stunden, die der Film ohnehin dauert, sind auch so äußerst kurzweilig. Nicht nur wegen der bereits angesprochenen, absolut sehenswerten Optik, sondern auch, weil die Schauspieler ihre Sache wirklich gut machen – sowohl die alten Hasen wie Michael Keaton ("Batman", "Jackie Brown"), Gary Oldman ("Bram Stokers Dracula", "Batman Begins") und Samuel L. Jackson ("Pulp Fiction", "Captain America – The First Avenger"), als auch die neueren Gesichter wie Hauptdarsteller Joel Kinnaman, der zuvor den Cop in düsteren schwedischen Krimis oder düsteren US-Fernsehserien gespielt hat. Eine düstere Serie, eine Staffel zu acht Folgen vielleicht? Das wäre auch ein grandioses Format für diese Produktion gewesen.

    Fazit: Zwar gelingt es dem "RoboCop"-Remake nicht, die düstere Atmosphäre des kultigen Originals aus dem Jahr 1987 zu erzeugen, es funktioniert jedoch bestens als optisch ansprechender, gekonnt inszenierter SciFi-Actionfilm mit guten Darstellern und einigen großartigen Momenten.
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