Rescue Dawn

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Intensives Survivaldrama über die unglaubliche Flucht des Deutsch-Amerikaners Dieter Dengler aus einem laotischen Gefangenenlager.

Als Dieter Dengler während des Vietnamkriegs über Laos abgeschossen und in ein Dschungellager gesteckt wird, avanciert er für seine Mitgefangenen zum Hoffnungsträger. Obwohl die Flucht unmöglich scheint, bereitet sie der furchtlose Deutsch-Amerikaner akribisch vor. Der Ausbruch gelingt, ist jedoch erst die Ouvertüre einer Odyssee, die Dengler an seine körperlichen und mentalen Grenzen führt.

In den frühen 60er Jahre führt die USA einen geheimen Krieg gegen laotische Unterstützer der nordvietnamesischen Kriegsgegner. Air-Force-Pilot Dengler fliegt gerade seinen ersten Einsatz auf feindlichem Territorium, als ihn ein Geschoss vom Himmel holt und in die Händen kommunistischer Rebellen befördert. Erst versucht man, Dengler als Propagandawerkzeug zu benutzen. Als das nicht verfängt, will man ihn im Urwald mit anderen Leidensgenossen sterben lassen. Die aber entschließen sich zur abenteuerlichen Flucht.

US-Pilot Dengler (Christian Bale) wird über feindlichem Gebiet abgeschossen und muss ums Überleben kämpfen. Atmosphärischer dichter und spannender Vietnamkriegsfilm von Werner Herzog.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Werner Herzogs "Rescue Dawn" ist die wahre Geschichte von Dieter Dengler, einem Navy-Flieger, der bei seinem ersten Einsatz 1966 in Laos bei einer Mission zur Bombardierung von Vietcong-Stellungen abgeschossen und gefangengenommen wurde und entkommen konnte, um davon zu erzählen. 1997 hat Herzog mit Dengler in Person schon die Dokumentation „Flucht aus Laos“ über den Fall gedreht, jetzt folgt der Spielfilm mit Christian Bale, Steve Zahn und Jeremy Davies.

      Einen ungeheuren Impuls hat dieser Film, der von den Bildern auf die Figuren wirkt und auf die Zuschauer. Die suggestive Kamera bleibt immer nah bei den Charakteren, bewegt sich mit ihnen, auf ihrer Blickebene; gleichzeitig nimmt sie eine lauernde Stellung ein, die die Protagonisten bedroht; und gleichzeitig zieht sie den Zuschauer förmlich ins Bild hineine – Herzog, der Magier der Naturbilder, ist in Höchstform bei „Rescue Dawn“, zeigt den dichtesten und grünesten Dschungel, den man sich vorstellen kann. Noch immer ist er einer der Männer mit der größten Kraft, in den Bildern und in der Geschichte, unter den Regisseurskollegen des Neuen Deutschen Films ebenso wie unter der aktuellen Filmemachergeneration.

      Bei Herzog ist alles echt, der Dschungel, das Gefangenenlager – und der Hunger. Seine Darsteller mussten viele Kilos verlieren, was Bale zuvor auch schon für „The Machinist“ vollbracht hatte. Vielleicht ist das der Grund, warum Herzog seinen Film überhaupt finanziert bekommen hat, dass er hier Schauspieler einsetzen kann, die für den Film, zumal für den Film einer Regielegende, alles tun: Bale isst Würmer und eine tote, aber ungekochte Schlange, und die Blutegel sind wohl auch real…

      Bale spielt Dengler, der überleben will, einen Mann, der immer nur fliegen wollte und deshalb beim Militär gelandet ist; einen Mann der Tat, einen Mann des Idealismus, der Fluchtpläne schmiedet, sobald er im Dschungelcamp ist – und der immer wieder auf den Boden zurückgeholt wird: Nicht die Palisaden sind das Gefängnis, sondern der Dschungel, in dem es kein Wasser gibt, kein Essen, dafür wilde Tiere und Vietcong. Dengler stellt sich dem Kampf, der eine Flucht ist, ein Marsch ins Unbekannte – und ins Überleben. Dengler, zusammen mit Duane im Urwald unterwegs, leistet Übermenschliches – und wird, eine ironische Brechung am Ende, nach dem Gelingen erst mal vom CIA festgesetzt, weil seine Mission geheim war.

      Es ist dies nicht nur ein individueller Überlebenskampf, den Herzog zeigt; es ist dies auch ein mythisches Aufstehen gegen das Schicksal, gegen das Übermächtige. Diese abstrahierende Ebene erreicht Herzog, indem er das Politische, die Gründe für den Krieg, seine moralischen Implikationen heraushält, nicht, um auszuweichen, sondern um ganz auf Augenhöhe zu sein mit Dengler, dem Flieger, der gar nicht kämpfen wollte. In dem ein Träumer steckt: Er will fliegen, seit er als Kind, in Deutschland noch, einem US-Kampfpiloten direkt in die Augen gesehen hat, als der mit dem MG auf ihn zielte – „Du bist verrückt“, sagt ein Mitgefangener, „der Kerl schießt auf dich und du willst seinen Job.“ Es ist auch der immer wieder aufblitzende Humor, die Leichtigkeit, die Beiläufigkeit der Inszenierung, die diesen Film ausmachen – und die zu seinen Alptraumqualitäten mit beitragen. Obwohl eine historische Einordnung des Geschehens ausbleibt, ja, gerade deswegen, muss „Rescue Dawn“ sicherlich zu den ganz Großen des Vietnamfilmgenres zählen.

      Fazit: Ein überlebensgroßer Abenteuerfilm von Altmeister Werner Herzog, ein mythischer Kampf des Menschen gegen die Natur – die eigene wie die des Dschungels.
    2. Rescue Dawn: Intensives Survivaldrama über die unglaubliche Flucht des Deutsch-Amerikaners Dieter Dengler aus einem laotischen Gefangenenlager.

      Werner Herzogs packendes Vietnamkriegsdrama über einen gebürtigen Deutschen, der ein amerikanischer Kriegsheld wurde.

      Die Gleichung ist einfach: grüne Hölle plus Mission Impossible plus mental-körperliche Grenzüberschreitungen ergibt Heimspiel für Werner Herzog. Ob Südamerika oder Asien, ob Kino wie „Fitzcarraldo“ oder Dokus wie „Julianes Sturz in den Dschungel“ - Herzogs Faszination für lebensfeindliche Natur, die menschliche Widerstandskraft prüft, ist offensichtlich. Verständlich also, dass ihn die Odyssee des nach Amerika ausgewanderten Deutschen Dieter Dengler so in den Bann schlug, dass er zehn Jahre nach seiner Dokumentation „Flucht aus Laos“ nun zum gleichen Thema seinen ersten US-Spielfilm folgen ließ. Überraschend ist nur, wie scheinbar reibungslos sich der Individualist den Traditionen des amerikanischen Erzählkinos angepasst hat. „Rescue Dawn“ ist ein packendes Kriegsdrama, das auf politische Statements zugunsten einer spannenden, weitgehend authentischen Geschichte verzichtet, in der sich Herzog-typisch der Einzelne gegen Unüberwindbares stemmt. In einer erneut überzeugenden Darstellung zwischen charismatischem Abenteurer und fast gebrochenem Überlebenskämpfer ruft Christian Bale Dengler wieder in Erinnerung. Nach sanft sinfonischen Klängen, die mit Luftbildern vom Napalmteppich kontrastieren, wird Dengler über dem Regenwald von Laos abgeschossen. Durch Cleverness kann er sich eine Nacht vor dem Feind verstecken. Dann wird er entdeckt, gefoltert, in ein Lager des Pathet Lao, der laotischen Widerstandsbewegung, gesteckt. Unter dem halben Dutzend Gefangenen sind neben Asiaten auch die beiden Amerikaner Duane (Steve Zahn) und Gene (Jeremy Davies im wirren, abgemagerten Charles-Manson-Look). Monatelang plant Dengler die Flucht, konzentriert sich der Film auf Charaktere, Freundschaften, Krisensituationen. Nach etwa 80 Minuten kommt es zum Ausbruch, der 23 Tage später zumindest für Dengler ein glückliches, emotional aufwühlendes Ende nimmt. Herzog spart manches aus, mildert Denglers Lagererfahrungen ab, deutet an, warum vielleicht die Bewacher immer aggressiver wurden und verschont weder Zahn noch Bale in seinem Bestreben, die unglaubliche Geschichte so realistisch wie möglich zu erzählen. In diesem Punkt ist er unbeugsam, in anderen scheint er sich arrangiert zu haben, ohne Patriotismus oder politische Lager zu bedienen. In jedem Fall ist „Rescue Dawn“ eine Bereicherung einer Filmografie, in der man schon immer im Ungewöhnlichen das Unterhaltsame entdecken konnte. kob.

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