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Pulse - Du bist tot, bevor du stirbst

   Kinostart: 30.11.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

US-Remakes von Japan-Horror und kein Ende: Hier bringen kryptische E-Mails aus der Schattenwelt Tod und Verderben.

Als sich ihr bester Freund Josh (Jonathan Tucker) praktisch vor ihren Augen das Leben nimmt, sucht Psychologiestudentin Mattie Webber (Kristen Bell) die Schuld zunächst bei sich selbst. Warum vertraute er sich ihr nicht an? Welche Hinweise hat sie übersehen? Mit zunehmender Dauer ergeben die Recherchen jedoch ein anderes Bild. Danach wurde Josh womöglich ein Opfer übernatürlicher Aktivitäten aus dem Internet. Tatsächlich kommt es nun vielerorts zu ähnlichen Fällen, und Mattie ist die einzige, die vielleicht helfen kann.

Ursprünglich wollte Horror-Maestro Wes Craven („Nightmare„, „Scream„) selbst Regie führen beim US-Remake des hübsch unheimlichen „Kairo“ aus Japan, doch nun beschränkt er sich aufs Produzieren und überlässt Jim Sonzero („War of Angels“) das Kommando.

Nach dem Selbstmord eines ihrer Freunde erhält eine Freundesgruppe junger Erwachsener E-Mails, die die Möglichkeit zur Kommunikation mit den Toten ankündigen. Wer auch immer diese E-Mails öffnet, verfällt alsbald in tiefe Depression. Nur Emily gelingt es nicht, ihre Nachricht zu öffnen und setzt alles daran, ihre Freunde davon abzuhalten, sich ebenfalls das Leben zu nehmen. Wird es ihr gelingen, den Fluch zu stoppen - oder wird er sich unaufhaltsam über die ganze Welt verbreiten?

Matties Freund Josh hat sich umgebracht. Als wäre das nicht schon schlimm genug, bekommt sie auch noch mysteriöse E-Mails, die von seinem Computer abgesendet worden sind. Zum Glück kann Mattie die Nachrichten nicht öffnen - im Gegensatz zu ihren Freunden, die danach in tiefe Depression verfallen und ebenfalls Selbstmord begehen. Verzweifelt versucht die junge Frau, den geheimnisvollen Fluch zu stoppen. Gemeinsam mit dem Bastler Dexter kommt Mattie schließlich einem schrecklichen Experiment auf die Spur.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Pulse - Du bist tot, bevor du stirbst: US-Remakes von Japan-Horror und kein Ende: Hier bringen kryptische E-Mails aus der Schattenwelt Tod und Verderben.

    US-Remake des atmosphärisch-abstrakten Japan-Horrorthrillers „Kairo“ (2001) von Kiyoshi Kurosawa, bei dem Schreckensmaestro Wes Craven als Koautor mitmischte.

    Ursprünglich war Craven als Regisseur vorgesehen, doch letztlich ging diese Funktion an Jim Sonzero, dessen einziger Credit „War of Angels“ (1999) ist. Dabei wäre die Produktion fast überhaupt nicht zustande gekommen: Produzent Bob Weinstein hatte zu große Ähnlichkeiten mit “ Ring“ ausgemacht. Damit mag er nicht Unrecht gehabt haben, doch noch deutlicher finden sich Parallelen zu dem übernatürlichen Thriller „White Noise“. Denn Verstorbene aus dem Jenseits initiieren auch hier Kontakt über die Frequenzen elektronischer Geräte, sprich Computer, Scanner und Handys, um Lebende um Hilfe anzuflehen. Wie der verstorbene Collegestudent und Computerhacker Josh, der sich nach einer Phase völliger Abkapselung vor den Augen seiner Freundin Mattie (Kristen Bell) mit einem Telefonkabel aufgehängt hatte. Sie und ihre Freunde beginnen nach seinem rätselhaften Selbstmord Hilfesignale von ihm zu erhalten und beobachten auf ihren Computermonitoren mysteriöse schwarzweiße Videoaufnahmen verzweifelter junger Menschen. Gleichzeitig häufen sich weltweit unerklärliche Selbstmorde. Auch innerhalb der Freundesclique kommt es zur „Infizierung“ mit dem Seelen zerstörenden Computervirus - der im japanischen Original noch deutlicher als eine Metapher für die soziale Verkrüppelung und Vereinsamung der Tech-Generation herausgearbeitet wird. Dieses personifizierte Böse gleicht den weißen haarlosen Dämonenwesen in „Silent Hill“ oder „The Descent“, während der trostlose Apartmentkomplex sich in der Nachbarschaft von dem aus „Dark Water“ befindet. Inspiration fand man auch bei „Akte X“ mit den sich ausbreitenden tintenartigen Hautmalen, die vom Opfer schließlich nichts weiter als Rohrschachfleck an der Wand zurücklassen. Ähnlich undefinierbar und verworren fällt letztlich auch die Plotumsetzung der Neuversion aus, die mehr wie eine obligatorische Aneinanderreihung von Elementen verschiedener Genrefilme, denn wie eine eigenständig homogene Produktion wirkt. Das soll nicht heißen, dass sich nicht effektive Schockmomente und gegen Ende eine regelrecht atemberaubende Dali-inspirierte Einstellung einer apokalyptischen Cyperspace-Hölle finden. Attraktiv sind zudem das dunkle Produktionsdesign und die farbentleert-blaustichige Kameraarbeit, wobei man einen lebendig kreativen Pulsschlag weitgehend vermisst. ara.

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