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Die Schweriner Kommissare müssen den Tod eines Geophysik-Professors aufklären.

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Kritikerrezensionen

  • Polizeiruf 110: Schweineleben: Die Schweriner Kommissare müssen den Tod eines Geophysik-Professors aufklären.

    Wenn’s um Wirtschaft geht, werden andere Ziele zweitrangig. In der großen Politik wird der Klimaschutz kühl geopfert, weil die Bekämpfung der Finanzkrise Vorrang hat. Und wenn im Kleinen eine Schweinemast Arbeitsplätze verspricht, gelten Menschen, die auf die unwürdigen Bedingungen für die Tiere hinweisen, rasch als Querulanten. Kein Wunder, dass sich die Ermittlungen der Schweriner Kommissare Hinrichs (Uwe Steimle) und Tellheim (Felix Eitner) alsbald auf die Befürworter der Anlage konzentrieren, als ein Professor erfroren in der Nähe seiner Hütte gefunden wird.

    Irgendjemand hat die Datsche des Naturfreunds abgeschlossen, als der sein gewohntes winterliches Bad nahm. Weil kurz drauf die Einspruchsfrist gegen die Tierfabrik abläuft und der Professor ein nun verschwundenes Gutachten gegen die Anlage erstellt hatte, liegt es nahe, all jene zu befragen, die von dem Betrieb profitieren würden; allen voran der Besitzer des Geländes, auf dem er errichtet werden soll.

    Natürlich vertritt Autor Rolf Greulich ein Anliegen. Gerade Hinrichs wird dank des vehementen Charmes einer Tierschützerin (Margarita Breitkreuz, Titeldarstellerin aus „Der Grenzer und das Mädchen„) zum Vegetarier, aber auch Tellheim kann sich der Bekehrung angesichts eines Lkw voller süßer kleiner Schweine nicht länger widersetzen. Trotzdem trägt der Film (Regie: Eoin Moore) seine Botschaft nicht vor sich her. Die „Polizeiruf“-Folge bleibt stets Krimi, zumal eine Rekonstruktion des Tathergangs die Kommissare auf eine völlig andere Spur führt. Am Ende bringt ausgerechnet ein Ei die Wahrheit ans Licht.

    Neben der schlichten, aber jederzeit fesselnden Handlung lebt die Geschichte nicht zuletzt von ihren Seitensträngen. Natürlich gibt es einen Abstecher in die DDR-Vergangenheit, aber das geschieht eher am Rande und hat vor allem ergänzenden Charakter, ähnlich wie der etwas skurrile junge Briefträger (Maximilian Mauff), der sich während seiner endlosen Radtouren durch die Natur die Zeit als Reporter von Radrennen vertreibt. Unbedingt sehenswert sind hingegen erneut die beiden Ermittler und ihre Darsteller. Hinrichs und Tellheim leben gewohnt amüsant die Gegensätze zwischen Ost und West aus, Steimle und Eitner bereichern die Figuren um liebenswerte kleine Eigenheiten. Um so unverständlicher ist die Entscheidung des NDR, sich ohne offenkundige Not vom dem Duo aus Schwerin zu trennen: Einen Fall dürfen sie noch lösen, dann werden sie viel zu früh in den Ruhestand geschickt. tpg.

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