Peter Pan

  1. Ø 3.7
   2003

Peter Pan: Effektreiche Realverfilmung des Klassikers, die erstmals einen Jungen den ewigen Jungen spielen lässt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Peter Pan: Effektreiche Realverfilmung des Klassikers, die erstmals einen Jungen den ewigen Jungen spielen lässt.

Im London zu Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten Großbürgertochter Wendy (Rachel Hurd Wood) und ihre jüngeren Brüder John (Harry Newell) und Michael (Freddie Popplewell) eines Abends Besuch von einem Knaben mit außerordentlichen Fähigkeiten. Peter Pan (Jeremy Sumpter) behauptet, nie erwachsen zu werden, und lädt die Kids auf eine Entdeckungsreise in seine paradiesische Heimat Neverland ein. Dort erlebt man allerhand Abenteuer und muss sich des grimmigen Captain Hook und seiner Piratenbande erwehren.

Getreu der Vorlage und zur filmhistorischen Abwechslung mal mit einem richtigen Jungen in der Titelrolle sucht dieses romantische Kinderabenteuer das Duell mit Erzkonkurrent Harry Potter.

Fasziniert von den lebhaften Geschichten der jungen Wendy, nimmt Peter Pan vor ihr Gestalt an und das Mädchen und ihre Brüder mit nach Neverland, seinem Reich der Träume. Dort dürfen Kinder noch Kinder sein, ist die ganze Bedrohung des Erwachsenseins im bösartigen Piraten Captain Hook gebündelt, der dem Jungen, der immer jung bleiben will, nach dem Leben trachtet.

Peter Pan, jener Junge, der um keinen Preis erwachsen werden will, nimmt die junge Wendy sowie deren Brüder John und Michael mit in die zauberhafte Welt von Nimmerland. Dort kommt es nach zahlreichen „fantastischen“ Abenteuern zur entscheidenden Begegnung mit finsteren Piraten, angeführt von Käpt’n Hook. Der will sich an Peter für den Verlust seiner rechten Hand rächen. Doch am Ende ist es Hook, der im Maul eines gigantischen Krokodils landet, während Wendy und Co. in ihr trautes Londoner Heim zurückkehren.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Junge, der niemals erwachsen werden will, ist im Grunde eine zeitlose Identifikationsfigur – sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, die nicht mehr Kind sein dürfen. Die Perspektive der letzteren Zielgruppe war dominant in Steven Spielbergs „Hook“, der bis jetzt einzigen großen Realverfilmung von J. M. Barries‘ klassischem Theaterstück, das 2004 100 Jahre alt wird. Die farbenprächtige, den Märchencharakter durch einen artifiziellen Touch unterstreichende Neuverfilmung kommt rechtzeitig zum Jubiläum, hat erstmals tatsächlich auch einen jungen Protagonisten in der Titelrolle und möglicherweise das Problem, dass über Neverland zwar aktuell debattiert, geträumt aber heute in Hogwarts wird. Womit sich kommerziell die zentrale Frage stellt: Kann Peter Pan wirklich abheben?

    Der größte Rivale des fliegenden Neverlanders ist nicht der Mann mit dem Haken, sondern der Junge mit dem Besen. Harry Potter und seine Kammer des Schreckens, die mit Monsterhunden, Riesenspinnen, dämonischen Lehrern und mächtigen Zauberern die Fans weltweit in den Bann schlägt, wirft einen großen Schatten über dieses 100 Millionen-Dollar-Unternehmen, das sich bewusst altmodisch und traditionell gibt, im erhöhten Romantikfaktor gleichzeitig aber auch die Bindung zum Teenpublikum von heute sucht.

    Das bisher aufwändigste Projekt des Australiers P.J. Hogan („Die Hochzeit meines besten Freundes“) wurde von zwei Hollywood-Majors gestemmt und hat auf den optisch entscheidenden Positionen – Schnitt, Kamera, Produktionsdesign und Visuelle Effekte – ausschließlich Spitzenkräfte versammelt. Der überzeugendste Spezialeffekt ist aber der 14-jährige Jeremy Sumpter (Bill Paxtons jüngster Sohn in „Dämonisch“) in der Titelrolle, die bisher vornehmlich Frauen, Broadwaystars wie Mary Martin oder Sandy Duncan, und Senioren-Kobold Robin Williams spielten. Sumpters Pan wirkt jungenhaft und verspielt, bekommt ein visuell großartiges Entree, das zu den Höhepunkten des Films zählt. Peters Erstkontakt mit Wendy (Newcomerin Rachel Hurd-Wood), seine Flugshow, sein Blitzparken an der Wand und seine Probleme mit dem individualistischen Schatten lassen staunen, bevor es schließlich nach Neverland geht, wo schon Captain Hook wartet, um ihn mit Kanonen unter Beschuss zu nehmen. Jason Isaacs, als dämonischer Lucius Malfoy auch im Potter-Universum präsent, ist zurückgenommener, weniger cartoonhaft als noch Dustin Hoffman in dieser Rolle, dennoch ein Killer, der für drei eiskalte Morde ein angemessenes Ende im Magen eines Riesenkrokodils findet. Hooks Härte und eine Sequenz mit diabolischen Meerjungfrauen wirken beunruhigend für Sechsjährige, die angestrebte Altersgrenze, liegen aber deutlich unter dem Gruselfaktor der Potter-Produktionen. Die Fechtduelle zwischen Hook und Pan sorgen für vitale Actionsequenzen, sind die Köder für die Jungs, während Wendys romantisches Aufblühen, das schließlich im ersten Kuss gipfelt, die Brücke zu den Mädchen schlägt.

    Obwohl dieser Aspekt einer zarten Lovestory stark akzentuiert wurde, Wendy plötzlich eine Tante hat und der Haushund Slapstick à la Beethoven zu bewältigen hat, hält sich Hogans Adaption näher am Original als seine Vorgänger. Es ist ein schöner Film geworden, der Barries Botschaft von der Magie der Kindheit, von der Macht des Erzählens, vom Triumph der Fantasie über die Wirklichkeit visuell verführerisch vermittelt. Das erhoffte überwältigende und verblüffende Erlebnis ist aber auch dieser „Peter Pan“ nicht. Es gibt Defizite an frecher Situationskomik, an einer packenderen Dramaturgie und an dem geheimnisvollen Charme, der leise und unbemerkt erobert und nicht über Spezialeffekte zu erreichen ist. kob.

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