Pakt der Wölfe

  1. Ø 2.5
   2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Pakt der Wölfe: Wilder Mix aus Action, Horror und Kostümfilm über eine geheimnisvolle Bestie, die im 18. Jahrhundert eine französische Provinz heimsucht.

Eine Bestie fordert in einer französischen Provinz ein Opfer nach dem anderen. Haudegen Fronsac (Samuel Le Bihan) soll im Namen des Königs ermitteln, stößt aber auf eine Mauer des Schweigens und muss an diversen Fronten kämpfen: gegen die Bestie, gegen die Oberen der Region, gegen bewaffnete Tunichtgute, gegen das Militär – und den eigenen Auftraggeber.

Sleepy Hollow“ trifft auf „Matrix“ in diesem furios unterhaltsamen Genremix aus Kostümfilm, Horror, Western und Märchen, den Christophe Gans mit wilder Überzeugung zimmerte. Mit einem Budget von 35 Mio. Dollar kann dieses Meisterwerk des coolen Kinos mühelos mit Hollywood Schritt halten.

Frankreich im 18. Jahrhundert. Mehr als 100 Menschen wurden bereits von der Bestie von Gévaudan aufs Grausamste getötet, als sich Haudegen Fronsac zusammen mit dem Indianer Mani aufmacht, um das Untier zur Strecke zu bringen. Umgeben von Mauern des Schweigens müssen sich die mutigen Kämpfer nicht nur des Monsters, sondern auch Gegnern aus den unterschiedlichsten Lagern des Feudalstaats erwehren. Nur ein junger Edelmann, die Prostituierte Sylvia und die ätherische Schönheit Marianne unterstützen die Unerschrockenen.

Frankreich im 18. Jahrhundert. Mehr als 100 Menschen wurden bereits von der Bestie von Gévaudan aufs Grausamste getötet. Da macht sich Haudegen Fronsac zusammen mit dem Indianer Mani auf, das Untier zur Strecke zu bringen. Französische Fantasy mit viel Action, überzeugender Tricktechnik, Massenszenen und einer aparten Monica Bellucci als Kurtisane.

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Kritikerrezensionen

  • Wenn „Sleepy Hollow“ auf „Matrix“ trifft und im Vorübergehen noch lustvoll Leihgaben beim Kostümfilm, Western, Märchen und „Mad Max“ genommen werden, dann stehen die Chancen gut, dass man es mit Christophe Gans‘ zweiter Regiearbeit nach seiner Comic-Verfilmung „Crying Freeman“ zu tun hat, ein prall gefülltes Fantasy-Epos über die blutige Schreckensherrschaft einer mythischen Bestie, die Mitte des 18. Jahrhunderts eine ganze Region Frankreichs in Atem hält. Mit der Konkurrenz aus Hollywood kann diese wilde Überdosis Popcorn-Kino – von Produzent Samuel Hadida mit einem Budget von 35 Mio. Dollar realisiert – mühelos mithalten.

    Die Energie von Hongkong-Action, die Opulenz französischer Historienfilme, die Coolness des Spaghetti-Western, die Drastik des Splatterfilms, die düstere, bedeutungsschwangere Symbolik des Märchens, der Existenzialismus des Samuraifilms – Christophe Gans – ehedem Herausgeber des Fanmagazins „Starfix“ – ist als Zutat alles recht, was ihm bei der Umsetzung seiner Vorstellung vom totalen Kino behilflich sein könnte. Und so hat er freizügig zugegriffen im Selbstbedienungsladen der Kino-Ikonographie, um aus den unmöglichsten Elementen einen Film zu zimmern, der nach allen Regeln der Wahrscheinlichkeit nicht funktionieren dürfte. Aber Gans‘ unerschütterlicher Enthusiasmus und grenzenloser Glaube an seine wüste, unentwegt Haken schlagende Genremutation voller Mysterien, Mythen, Monster, Magie und Verschwörungen lässt dem Zuschauer keine andere Wahl, als auch dann noch gebannt zu bleiben, wenn der Filmemacher sein Blatt hoffnungslos überreizt. Wenn man förmlich sieht, dass jetzt alles aus den Nähten platzt und das verwegene Konstrukt mit seinen unerschrockenen Helden, wortkargen Sidekicks, geheimnisvollen Schönen, unschuldigen Maiden und sinister schnarrenden Bösewichten eigentlich in sich zusammenfallen müsste wie ein Hefekuchen. Alles ist groß, bigger than life auf dem Planet Gans: die Figuren, die Handlung, die Action, die Emotionen – genussvoll schießt er auch über sein Ziel hinaus, will er mehr als er tatsächlich umsetzen kann. Aber gerade deshalb macht „Brotherhood of the Wolf“ unbändigen Spaß: Alles ist möglich, und die Fantasie des Machers ist stets überbordender als die eigene.

    Ausgehend von der bis heute ungeklärten Legende der Bestie von Gevaudan, die zwischen den Jahren 1764 und 1767 mehr als 100 Menschen tötete und nie gefasst wurde, entwickelt Gans sein gotisches Verschwörungsszenario irgendwo im Wünschelrutenland zwischen dem Look von „Sleepy Hollow“ und der technischen Umsetzung von „Matrix“. Der mit allen Wassern gewaschene Haudegen Fronsac (Samuel Le Bihan aus „Schöne Venus“ wie ein junger Christophe Lambert) und sein Begleiter, der kanadische Indianer Mani (Mark Dacascos, Gans‘ Titelheld in „Crying Freeman“, mit beeindruckender Kickbox-Vorstellung), sollen im Auftrag des Königs ermitteln, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens und müssen sofort in vielfältiger Weise an mehreren Fronten kämpfen: gegen die geheimnisvolle Bestie; gegen die misstrauischen Oberen der Region; gegen eine Zusammenrottung schwer bewaffneter Tunichtgute; gegen das Militär vor Ort; schließlich auch noch gegen den eigenen Auftraggeber. Hilfe können sie nur von einem jungen Edelmann erwarten, der die Geschichte rückblickend – mit dem eigenen Tod im Angesicht – erzählt, sowie von der mysteriösen Prostituierten Sylvia („Malèna“-Star Monica Bellucci) und der zarten Marianne (Emilie Dequenne aus „Rosetta“), in die sich der Chevalier verliebt, für die aber auch ihr einarmiger Bruder Jean-Francois („Dobermann“ und Bellucci-Ehemann Vincent Cassell als herrlich diabolischer Bad Guy) stärkere Gefühle hegt als er sollte.

    Mit einigen aus der Welt des Musikvideos geklauten Gimmicks wie der Verlangsamung und Beschleunigung des Bildes und ohne guten Grund eingeworfenen Kampfsequenzen überbrückt Gans die konventionelle Zeit der Einleitung. Dann kommt es zur ersten Konfrontation mit der Bestie. Von da an lässt der Regisseur seinen Film nicht mehr zu Ruhe kommen, bis der letzte Schurke im halbstündigen Showdown das bekommen hat, was er verdient und die Helden der neuen Welt entgegensegeln. Eine Prophezeiung, die sich vermutlich auch für den Regisseur erfüllen wird: Eine bessere Visitenkarte für eine große Hollywood-Karriere hat in den letzten zehn Jahren wahrlich noch kein anderer Europäer abgegeben. ts.

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