Filmhandlung und Hintergrund

Spannender Cop-Thriller, in dem Denzel Washington als Polzeichef in Florida unter Mordverdacht gerät.

Der allerseits respektierte Polizeichief Matt Lee Whitlock (Denzel Washington) von den Florida Keys möchte eigentlich nur seiner heimlichen Geliebten Ann (Sanaa Lathan) eine kostspielige Krebsoperation spendieren, als er eines Tages in den Polizeisafe greift und eine halbe Million Dollar Drogengeld entwendet. Als am nächsten Tag aber Freundin und deren Ehemann verkohlt aufgefunden werden, das Geld indes verschwunden bleibt, muss er schnellstens sämtliche Detektivregister ziehen, um nicht selbst als Hauptverdächtiger in Teufels Küche zu geraten.

Genrespezialist Carl Franklin („Eine Familiensache„) inszenierte den wendungsreichen Neo-Noir-Thriller.

Matt Lee Whitlock ist der angesehene Polizeichef der Kleinstadt Banyan Key in Florida. Als ein grausamer Doppelmord aufzuklären ist, gerät Whitlock selbst unter Verdacht. In einem schwer durchschaubaren Katz-und-Maus-Spiel ist er fortan gezwungen, seiner eigenen Abteilung und all denen, denen er vertraut, stets die entscheidenden Schritte voraus zu sein, um selbst die Wahrheit herauszufinden.

Als seine krebskranke Geliebte Ann nur noch durch eine teure Spezialbehandlung gerettet werden kann, leert Polizeichef Whitlock den mit Drogendollars gefüllten Reviertresor und übergibt ihr das Geld. Doch am nächsten Tag sind Ann und ihr Ehemann tot – ermordet von jemandem, den Whitlock schnellstens ausfindig machen muss. Schließlich ist seine Noch-Ehefrau mit den Ermittlungen betraut und darf nichts von der ganzen Sache erfahren. Zudem muss Whitlock das FBI in Schach halten, das das sichergestellte Drogengeld abholen will…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Out of Time - Sein Gegner ist die Zeit: Spannender Cop-Thriller, in dem Denzel Washington als Polzeichef in Florida unter Mordverdacht gerät.

    Carl Franklin kehrt wieder zu seinen Wurzeln zurück, nachdem er mit „Familiensache“ auf melodramatischem Terrain wandelte und mit „High Crimes“ eine in den USA höchst erfolgreiche Militär-Justizkrimi-Auftragsarbeit ablieferte. „Out of Time“ erzählt die Geschichte eines Polizeichiefs einer Gemeinde auf den Florida Keys, dessen scheinbar perfekt eingerichtetes Leben durch die Ermittlungen in einem dubiosen Mordfall aus den Angeln gehoben wird, und erinnert in seiner minutiös orchestrierten Konsequenz und zahlreichen Versatzstücken aus dem Noir-Schatzkästchen an seinen Kultthriller „One“. Für Oscar-Gewinner Denzel Washington, der für Franklin bereits in „Teufel in Blau“ brillierte, bietet sich in dem zunächst konventionellen Szenario vor allem in der raffinierten zweiten Hälfte hinlänglich Gelegenheit, seine volle Starpower auszuspielen.

    Out of time – die Zeit wird hier zunächst einmal knapp für Ann, die geheime Geliebte von Polizeichief Matt Lee Whitlock, der in seiner verschlafenen Gemeinde auf den Florida Keys alles stets souverän unter Kontrolle hat. In seiner Gegenwart erfährt Ann von ihrem Arzt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat, wenn sie nicht das Geld für eine kostspielige Experimentalbehandlung in der Schweiz aufbringt. Was für den respektierten Beamten bislang eher ein leidenschaftliches Geplänkel war, teils aus aufrichtigen Gefühlen, teils um ihren Ehemann, den arroganten und gewalttätigen Footballspieler Chris (Dean Cain) zu ärgern und sich vom Schmerz der Trennung von seiner Frau, der attraktiven Homicide-Polizistin Alexandra, abzulenken, erhält urplötzlich eine tragische, unausweichliche Komponente. Um der Geliebten das Leben zu retten, lässt sich der Cop auf ein brenzliges Spiel ein: Er entwendet aus seinem Safe 480.000 Dollar Drogengeld, das er zuvor sichergestellt hatte, und gibt es ihr für ihre Behandlung. Als am Tag darauf die verbrannten Leichen von Ann und Ehemann gefunden werden, sieht sich Matt urplötzlich in einer prickelnd auswegslosen Situation.

    Denn jetzt ist er derjenige, der out of time ist, dem die Zeit knapp wird: Wie dereinst Kevin Costner in „No Way Out“ muss Washington potenziell fatale Probleme im Minutentakt lösen, um nicht selbst als Hauptverdächtiger ins Visier der Ermittlungen seiner mit dem Fall beauftragten Frau zu geraten und zudem das FBI auf Armeslänge zu halten, das das veruntreute Drogengeld abholen will. Gleichzeitig setzt er alles daran, selbst den Mörder zu enttarnen und macht dabei manch unangenehme Entdeckung.

    Die aufwändige und etwas komplizierte Exposition zahlt sich nun aus, denn wie Carl Franklin die Spannungsschraube mit zwingender Logik anzieht und die Eskalation der Situation mit eiskalter Präzision vorantreibt, das macht aus einem handelsüblichen Neo-Noir von der Stange ein zunehmend diabolisches Filmvergnügen. Dass Washington all den Katastrophen mit seiner typischen Bedachtheit und Coolness wie ein Fels in der Brandung trotzt, trägt nur zum beinahe kafkaesken Spaß bei, diesem Mann zuzusehen, wie er sich immer und immer wieder aus der Schlinge um seinen Hals herauswindet.

    Out of time – diesmal aber im Sinne von: Wie aus einer anderen Zeit – ist natürlich streng genommen auch die Spielart dieses Films, der zwar aufgrund seiner Grundsituation bisweilen an „No Way Out“ mit Kevin Costner und dank seiner schwülen Florida-Locations auch an „Wild Things“, „Out of Sight“ oder „Palmetto“ erinnert, aber natürlich im Grunde seines Herzens ein waschechter Noir-Film ist, inklusive männlichem Helden, der seinen Untergang der eigenen Überheblichkeit zuzuschreiben hat, und einer Femme fatale, die den ahnungslosen Helden in die Falle lockt. Gleichzeitig ist es ein Spiel um Täuschung, um Finten, um falsche Fährten, was bereits mit dem Intro des Films angekündigt wird, als Matt einem vermeintlichen Hilferuf von Ann Folge leistet, was für den Zuschauer zunächst überraschend in einer heißen Sexszene mündet. Die große Leistung des Regisseurs ist es hier, dass das Publikum trotz stetig verzwickter werdender Handlung stets den Überblick behält und stets genau so viel weiß, wie es für den Verlauf des Films nötig ist. Pluspunkte verdienen sich auch die souveräne Eva Mendes („Irgendwann in Mexico“) als Washingtons taffe Cop-Ehefrau mit Scheidungsabsichten und Sanaa Lathan („Brown Sugar“) als Geliebte mit abgrundtiefen Geheimnissen. ts.

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