My Little Eye

  1. Ø 0
   2001
My Little Eye Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

My Little Eye: "Big Brother" trifft "Blair Witch Project" - in einem Horrorfilm über fünf junge Menschen, die sich sechs Monate lang unter demselben Dach beobachten lassen.

Fünf junge Leute, der in sich gekehrte Danny (Stephen O’Reilly), der aalglatte Matt (Sean Cw Johnson), die hübsche, aber naive Charlie (Jennifer Sky), der impulsive Rex (Kris Lemche) sowie die Zicke Emma (Laura Regan), sollen sechs Monate in einem abgelegenen Haus verbringen, beobachtet von hunderten Webcams. Halten sie bis zum Schluss durch, winken eine Million Dollar. Verlässt auch nur einer vor der Zeit das Haus, haben alle verloren. Mit zunehmender Spieldauer häufen sich sonderbare Ereignisse…

„Big Brother“ trifft „The Blair Witch Project“ in diesem hauptsächlich mit Web-Camera gefilmten, quasi-dokumentarisch wirkenden Horrorthriller britischer Herkunft.

Fünf junge Menschen leben für sechs Monate gemeinsam unter einem Dach, beobachtet von zahllosen Kameras. Allen Teilnehmern des Projekts winken Ruhm, Abenteuer und eine Million Dollar, sofern keiner von ihnen das Haus vorzeitig verlässt. Schon bald werden die Fünf von moralischen Konflikten und vor allem ihren Ängsten verfolgt.

Fünf junge Leute, unterschiedlichster Herkunft und einander völlig unbekannt, versammeln sich in einem abgelegenen Haus in den Wäldern, um dort, rund um die Uhr beobachtet von ein paar Dutzend Webcams, gemeinsam die folgenden sechs Monate zu verbringen. Halten sie durch bis zum Schluss, winken eine Million Dollar, verlässt auch nur einer die Hütte, bekommt keiner etwas. Angesichts diverser Heimsuchungen und seltsamer Vorgänge fragt sich die Gruppe schon bald (und nicht zu Unrecht), ob ihre Veranstalter seriöser Herkunft sind.

In einem abgelegenen Big-Brother-Haus warten nicht nur dutzendweise Webcams, sondern auch ein grimmer Schnitter auf fünf hoffnungsfrohe Wettbewerbsteilnehmer. Solider Britenbodycount nach erprobten Mustern.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Ein kleiner, preiswert produzierter Thriller aus dem Hause WT2, einem Ableger der erfolgreichen Produktionsfirma Working Title („About a Boy“, „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“), sorgte letztes Jahr bei seiner Uraufführung auf der Piazza Grande des Filmfestivals von Locarno für das große Gruseln. Die einfache Geschichte um fünf Jugendliche, die in einem alleinstehenden Haus plötzlich mit ihren Urängsten konfrontiert werden, entpuppt sich als Lehrstück in Sachen Spannung. Da es „Unsichtbare Augen“ aber an Stars fehlt und kleine „schmutzige“ Genrefilme es hierzulande generell schwer haben ein breites Publikum zu finden, wird die Höhe der Besucherzahlen wohl stark von der Marketingstrategie des Verleihs abhängen.

    Als gekonnte, wahrlich erschreckende Mischung aus „Big Brother“ und „Blair Witch Project“ hat Marc Evans („Resurrection Man“) seinen erst dritten Spielfilm angelegt, in dem er sich bereits als versierter Geschichtenerzähler und noch besserer Genrekenner erweist. Mit seinem durchdachten, bescheiden budgetierten Horrorfilm rückt er dem Zuschauer auf den Leib, Furcht und Schrecken werden wieder zur existenziellen Erfahrung, genauso wie dies Aristoteles einst als Ziel der griechischen Tragödie formuliert hat. Dem Regisseur gelingt es scheinbar, die Grenzen des Mediums aufzuheben, eine distanzierte Zuseherhaltung wird geradezu unmöglich. Das Kino verliert hier seinen voyeuristischen Grundzug, es gibt nur noch Beteiligte.

    Die Story der beiden Drehbuchautoren David Hilton („Young Americans“) und James Watkins ist simpel – aber höchst effektiv: Die scheue Emma, die schlagfertige Charlie (Jennifer Sky aus „Xena – Die Kriegerprinzessin“), der zynische Kiffer Rex, Matt (Sean CW Johnson), der energische blonde Traum aller Schwiegermütter, und der reichlich schräge Danny haben im Zuge einer ominösen Reality Show die Chance, eine Million Dollar zu gewinnen. Dazu muss es das Quintett lediglich sechs Monate lang gemeinsam unter einem Dach aushalten, Tag und Nacht beobachtet von zahllosen Web-Kameras. Einziger Haken: Gibt irgend jemand auf, sprich verlässt er oder sie das fernab jeder Zivilisation stehende Farmhaus, haben alle verloren.

    Verwackelte, körnige Bilder, gedreht auf DV, ein beunruhigender Soundtrack, minimale Dialoge und ein omnipräsentes Gefühl der Bedrohung. Nichts ist so wie es scheint. Da findet sich plötzlich ein blutiger Hammer im Bett eines der Mädchen, im ersten Stock sind merkwürdige Geräusche zu hören und auf dem gefrorenen Fensterbrett die Worte „Sick Bitch“ zu lesen. Wer treibt mit den Anwesenden sein böses Spiel? Die Ausrichter der Show, die im Web gar nicht zu finden ist, einer der Mitspieler oder gar der merkwürdige Fremde Travis, der plötzlich vor der Tür steht und um Unterschlupf bittet? Langsam materialisiert sich die nackte Todesangst einer Handvoll Menschen, die sich auf ein Spiel eingelassen haben, dem sie schlicht nicht gewachsen sind. Und mit ihnen zittert das Publikum, weiß es doch auch nicht, wo das Böse wirklich lauert. Schnell vergessen sind die kleineren Ungereimtheiten des Drehbuchs, die etwas hölzernen Dialoge ohnehin nicht von Belang. Atmosphäre und Versatzstücke stimmen, Alfred Hitchcocks „Psycho“ und Tobe Hoopers „Kettensägen-Massaker“ lassen grüßen, Robert Wises „Bis das Blut gefriert“ kommt einem in den Sinn, während die Kids nacheinander ihr Leben lassen und das Happy Ending in immer weitere Ferne rückt. Ein fieses, wahrlich eiskaltes Schauerstück, das ein überaus solides Nervenkostüm voraussetzt und trotz des Fehlens großer Namen beispielsweise bei den zahlreichen „Ring“-Fans bestens ankommen sollte. geh.

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