Moonlight Mile

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   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Moonlight Mile: Hochkarätig besetztes, berührendes Familien- und Beziehungsdrama über die Liebe und deren Verlust.

Drei Tage vor ihrer geplanten Hochzeit wird die junge Diana Floss (Careena Melia) zufälliges Opfer eines brutalen Verbrechens. Jack (Jake Gyllenhaal), ihr Mann in spe und nun so etwas wie ein Witwer, steht vor einem doppelten moralischen Dilemma: Wie soll er Dianas ebenso superlieben wie verschrobenen Eltern (Susan Sarandon & Dustin Hoffman), die obendrein seine Arbeitgeber und Hausnachbarn sind, erklären, dass man die Hochzeit eigentlich einvernehmlich hatte absagen wollen? Und wie erst soll er ihnen beibringen, dass er sich neu verliebt hat?

Eine autobiographische Episode verarbeitet „Stadt der Engel„-Regisseur Brad Silberling in diesem mitunter an „Almost Famous“ gemahnenden, hochkarätig besetzten Familiendrama.

1973 in einer Kleinstadt im Nordosten der USA: Der junge Joe leidet unter dem Tod seiner Verlobten Diana, die drei Tage vor der geplanten Hochzeit erschossen wird, und sucht Trost bei deren Familie. Als er sich neu verliebt und weiterhin bei Dianas Familie lebt, setzt ein Durcheinander der Gefühle aller Beteiligten ein.

Kurz vor der Hochzeit kommt Joes Verlobte bei einem Gewaltverbrechen um. Gemeinsam mit seinen Quasi-Schwiegereltern, dem verschrobenen Immobilienmakler Ben und der resoluten Autorin JoJo, bereitet er die Trauerfeier vor. Trotz des zu verkraftenden Schocks müssen ganz pragmatische Entscheidungen juristischer und geschäftlicher Natur getroffen werden. Zu Joes vielfältigen Problemen gehört auch, dass er und seine Verlobte die Hochzeit eigentlich absagen wollten, und mit der quirligen Bertie eine neue Liebe in sein Leben tritt.

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Kritikerrezensionen

  • Unverkennbar von Herzen kommt Brad Silberlings dritter Spielfilm, ein gewagter und fast durchgehend hinreißender Balanceakt zwischen absurd komischer Coming-of-Age-Komödie und bittersüßer Trauerarbeit auf Zelluloid. In der Tradition an irreverentem Kino à la „Die Reifeprüfung“ aber auch mit spürbaren Anklängen an „Almost Famous“ erzählt Silberling nach autobiografischen Motiven von einem jungen Mann, der im Haus seiner Schwiegereltern in Spe den gewaltsamen Tod seiner Verlobten drei Tage vor der Hochzeit verkraften muss. Nicht zuletzt dank des fulminant aufspielenden Darstellerteams – Jake Gyllenhaal sowie Dustin Hoffman und Susan Sarandon als Ehepaar – ein kleines Juwel, das in den USA aufgrund seiner unbequemen Thematik bedauerlicherweise unentdeckt blieb.

    Der Tod steht Brad Silberling gut: In seinen bisherigen Arbeiten als Spielfilmregisseur – den Blockbuster-Erfolgen „Casper“ und „Stadt der Engel“ – ließ sich die Sterblichkeit des Menschen und die Beschäftigung mit dem Danach thematisch als roter Faden entdecken. Genauso wie Cameron Crowe erst einmal eine Reihe von Filmen benötigte, die ihm das nötige Selbstvertrauen für sein großes autobiografisches Werk, „Almost Famous“, gab, musste sich eben auch Silberling erst einmal an das Thema herantasten, das ihn antreibt: Ende der achtziger Jahre war seine damalige Verlobte kurz vor der Hochzeit Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Dieses traumatische Erlebnis bildet den Kern für Silberlings sehr zärtlichen, unverkennbar persönlichen Film, den er in den frühen siebziger Jahren ansiedelte. Die einzelnen Konflikte spitzte er allerdings noch einmal zu, und so gelingt ihm das scheinbar Unmögliche: eine Komödie über Tod und Trauer, in der dennoch keine falschen oder aufgesetzten Töne anklingen.

    Anders als in den thematisch zumindest verwandten Filmen „In the Bedroom“ und „Das Zimmer des Sohnes“ wird in „Moonlight Mile“ nicht die Normalität vor der Tragödie gezeigt. Wenn der Zuschauer den zurückhaltenden Heroen Joe und seine schrulligen Schwiegereltern in Spe – den fahrigen Immobilienmakler Ben Floss und die resolut-schlagfertige Schriftstellerin JoJo – kennenlernt, stecken sie in ihrem kleinen Städtchen in Massachusetts mitten in den Vorbereitungen für Trauerfeierlichkeiten: Deren Tochter Diana wurde von tödlichen Kugeln getroffen, als ein Streit am Nebentisch eines Restaurants außer Kontrolle geraten war. Nun stehen die drei Protagonisten vor dem Trümmerhaufen ihres Lebens. Wie kann das Leben weitergehen? Wie geht man mit der Leere um? Was kann die Zukunft bringen? Schnell rücken aber auch ganz pragmatische Probleme in den Mittelpunkt. Soll die Anwältin der Familie floss die Todesstrafe für den Todesschützen fordern? Joe muss sich entscheiden, ob er tatsächlich in das Geschäft von Ben einsteigen soll. Erschwert werden seine Entscheidungen von dem Wissen, dass Diana ihren Eltern an besagtem Tag gestehen wollte, dass das junge Paar die Absage der Hochzeit und die einvernehmliche Trennung beschlossen hatte. Und dann klopft auch noch die Liebe an der Tür, in Gestalt der quirligen Barbesitzerin Bertie (Entdeckung:Ellen Pompeo), die selbst an einem Schicksalsschlag zu knapsen hat.

    Wunderbar ruhig und schlau folgt Brad Silberling seinen Figuren, dass man sich als Zuschauer schnell in ihrem Leben zurechtfindet. Wie sie ihre Beziehungen meistern und sich miteinander arrangieren, das hat der Filmemacher in ganz wunderbare Szenen mit gewitzten, schlagfertigen Dialogen gepackt. Nicht nur der liebevolle gewählte Soundtrack mit Pretiosen der frühen Siebziger trägt dazu bei, dass immer wieder das Kino des New Hollywood evoziert wird, wie es Hal Ashby oder Mike Nichols in ihren leichtesten Momenten pflegten. Ein bisschen glatt lösen sich die Dilemmas, ein bisschen zu sehr verlässt sich Silberling auf den Sound der Zeit – und dennoch ist es unmöglich, keine Gänsehaut zu bekommen, wenn der sympathische Tobey-Maguire-Lookalike beim Prozess gegen den Mörder seiner Verlobten endlich Farbe bekennen muss. Und dass Susan Sarandon und Dustin Hoffman mit all ihren Macken ein Filmpaar für die Ewigkeit sind, muss nicht länger betont werden. Denn „Moonlight Mile“ ist die Art von Film, die es einfach versteht, immer wieder Sonnenstrahlen durch eine noch so dichte Wolkendecke zu zaubern – und zu verzaubern. cm.

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