Almost Famous - Fast berühmt

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   2000
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Filmhandlung und Hintergrund

Almost Famous - Fast berühmt: Hinreißendes Rock'n'Roll-Roadmovie, in dem ein 15-jähriger Fan im Jahr 1973 eine Rockband auf ihrer Amerikatour begleitet.

Der 15-jährige Rockfan William Miller erhält 1973 vom Rolling-Stone-Magazine den Auftrag, die Rockband Stillwater auf Tour zu begleiten und einen Artikel über sie zu schreiben. Fortan ist er die einzige Stimme der Vernunft im Auge des Hurrikans aus Musik, Partys, Drogen, Sex und Streit. William verliebt sich in das Groupie Penny Lane, doch die hat nur Augen für den Stillwater-Gitarristen Russell.

San Diego, 1973: Der 15-jährige William träumt davon, eines Tages ein großer Rock-Kritiker zu werden – obwohl oder gerade weil seine Mutter hinter dieser Musik nur Drogen und zügellosen Sex wittert. Da bekommt der schüchterne Teen vom Rolling Stone Magazine unverhofft ein Traumangebot: Er soll die aufstrebende Band Stillwater auf ihrer „Almost Famous“-Tour begleiten. Dabei lernt er nicht nur das Leben auf der Überholspur sondern auch Penny Lane kennen, die allerdings nur Augen für den charismatischen Gitarristen Russell hat…

Der 15-jährige William wird vom Rolling Stone Magazine beauftragte einen Artikel über die Newcomerband Stillwater zu schreiben. Er begleitet die Gruppe auf Tour. Stark autobiografischer Film von Cameron Crowe.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Dreamworks‘ Oscar-Hoffnung 2001, erster Teil: Selten zuvor wurde die Essenz und Bedeutung von Rock’n’Roll als Philosophie und Lebensstil besser eingefangen. Wenn „Jerry Maguire“-Regisseur Cameron Crowe in seinem wundervollen Film von einem 15-Jährigen erzählt, der im Jahr 1973 eine aufstrebende Rockband auf ihrer Amerikatour begleitet, um einen Artikel für das Rockmagazin Rolling Stone über sie zu schreiben, dann weiß er, wovon er spricht. Denn es ist seine eigene Geschichte, die er mit viel Herz, Witz und unbedingter Detailgenauigkeit erzählt. Indem er sich auf eigene Erlebnisse beschränkt, gelingt ihm das präzise Porträt einer Zeit, in der Rock’n’Roll zum letzten Mal in dem Bewusstsein existiert, uneingeschränkte Unschuld, Unbedarftheit und Freiheit zu verkörpern.

    Cameron Crowe selbst war 15 Jahre alt und ein flammender Fan, als er begann, zunächst für das legendäre Creem Magazine und später für den angepassteren Rolling Stone zu schreiben: So war er der erste, dem ein Interview mit den seinerzeit bei der Kritik verhassten Led Zeppelin (die für „Almost Famous“ erstmals fünf ihrer Songs zur Verwendung in einem Film frei gegeben haben) bewilligt wurde. Unverkennbar sind es auch Led Zeppelin, die in besonderem Maße Pate standen für die fiktive Band Stillwater (auch wenn sie eher nach Bad Company klingen), deren Erlebnisse on the road im Mittelpunkt dieser Ode an eine unwiederbringbare Zeit stehen. Vor allem der Konflikt der Egos der beiden Bandleader – der von Billy Crudup („Hi-Lo Country“) wunderbar natürlich gespielte Gitarrist Russell und der von Jason Lee dargestellte Sänger Jeff – und die resultierenden Spannungen treibt ihre Story voran.

    Und doch verzichtet Cameron Crowe auf die gängigen Klischees handelsüblicher Rockfilme. Indem er mit dem 15-jährigen Schüler William Miller (absolut erstaunlich: Newcomer Patrick Fugit) den ultimativen Outsider als Identifikationsfigur anbietet, der sich dem Tross der Band anschließt und zwischen der Zurückhaltung des Journalisten und der Begeisterung des Fans schwankt, bleibt da immer eine Stimme der Vernunft im Auge des Hurrikans aus Musik, Partys, Drogen, Sex und Streit. Von seiner allein erziehenden Mutter (Frances McDomand in einer Galavorstellung) nur mit Vorbehalten und dem Versprechen, sich täglich bei ihr zu melden und keine Drogen zu nehmen, ist William in gewisser Weise der erwachsenste Teilnehmer der „Almost Famous“-Tour, durch dessen Augen man diesen mit exquisit ausgewählten Rocksongs angefüllten Roadtrip ins Wunderland ähnlich staunend und verwundert verfolgt. Mit atemberaubender Sicherheit reiht Crowe Anekdote an Anekdote, ohne jedoch das große Bild aus den Augen zu verlieren. Denn auch Williams Dilemma kristallisiert sich immer stärker heraus: Er verliebt sich unsterblich in die feengleiche Penny Lane, ein Groupie und Fan, die sich selbst als „Band-Aid“ bezeichnet und ihre Aufgabe darin sieht, Gitarrist Russell bei seiner Kunst zu unterstützen. Goldie Hawns Tochter Kate Hudson spielt sie als schwereloses Blumenkind, die nicht wahrhaben will, dass Russell sie lediglich ausnützen könnte, weil dessen Ehefrau Zuhause wartet.

    Nicht von ungefähr hat Crowe sich dafür entschieden, seinen mit 77 Mio. Dollar üppig budgetierten Film im Jahr 1973 anzusiedeln. Wie der legendäre, 1982 verstorbene Rockautor Lester Bangs (sensationell: Phillip Seymour Hoffman) dem faszinierten William früh erklärt, ist es eine Zeit, in der Rock längst nicht mehr das Medium ist, mit der man in der Hippiezeit die Gesellschaft verändern wollte. Der ursprüngliche Idealismus einer Gruppe Unangepasster weicht bereits der Vereinnahmung der Industrie. In ihrer kleinen Luftblase erkennen Stillwater die Zeichen der Zeit. Sie feiern immer noch, als sei es 1967 – und befinden sich damit auf dem Weg zum Dinosaurier, der nur wenige Jahre später von Punk bekämpft wurde. Wenn man sie aber im Bandbus beim Singen von Elton Johns „Tiny Dancer“ erlebt oder bei schweren Turbulenzen in einem Flugzeug, die sie im Angesicht des Todes zu verblüffenden Geständnissen bewegen, dann leben sie ganz unschuldig ihre Variante des amerikanischen Traums. Als es William am Schluss endlich gelingt, Russell zu einem Interview zu bewegen, antwortet der auf die Frage, was ihm an Musik gefällt: „Erst einmal, einfach alles!“. Die Antwort mag auch auf „Amost Famous“ zutreffen. ts.

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