Miss Undercover

  1. Ø 4
   2000
Miss Undercover Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Miss Undercover: Flotte, nicht immer subtile Krimikomödie, in der Sandra Bullock als hässliches Entlein all ihre komischen Slapsticktalente ausspielen kann.

Weil ein den Behörden bekannter Terrorist droht, beim nationalen Schönheitswettbewerb eine Bombe zu zünden, schickt der junge FBI-Agent Eric seine Kollegin Gracie los zum Undercover-Einsatz. Ausgerechnet Gracie: Die ist die burschikoseste Frau im ganzen Büro und muss erst einmal einem gründlichen Makeover unterzogen werden, bevor sie zum Job antritt.

Von Kindesbeinen an setzt Gracie Hart lieber auf schlagkräftige Argumente als weibliche Reize. Eine Politik, die sie auch als FBI-Agentin strikt verfolgt. Bis sie eines Tages gezwungen wird, undercover zu arbeiten. Um einen Bombenleger zu überführen, soll sie an der Wahl der Miss United States teilnehmen. Dafür bedarf es allerdings einer „Rundumerneuerung“, die Gracie nicht passt. Trotzdem verwandelt sich das hässliche Entlein dank tatkräftiger Unterstützung in eine Schönheit, die plötzlich in ungeahnten Gefahren schwebt…

FBI-Mauerblümchen Gracie soll als Teilnehmerin eines Schönheitswettbewerbs einen bombenlegenden Terroristen dingsfest machen. Natürlich muss sie sich dafür erst einmal in einen stolzen Schwan verwandeln. Krimikomödie mit Sandra Bullock, die ihr Slapsticktalent zur Geltung bringen darf.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ungepflegt. Unpoliert. Unaufhaltsam. Undercover. Alles Attribute, die laut US-Filmposter auf die von Sandra Bullock gespielte FBI-Agentin Gracie Hart zutreffen. Als hässliches Entlein wandelt sich der Publikumsliebling in seiner effektivsten Komödie seit „Während Du schliefst“ zum schönen Schwan, um nach einer Terroristendrohung beim Miss Amerika Schönheitswettberb an den Start zu gehen. Nach „Auf die stürmische Art“ und „28 Tage“ übt sich Amerikas Fräulein Freundlichkeit in der romantischen Slapstick-Komödie einmal mehr nicht nur als Hauptdarstellerin, sondern auch als Produzentin – in den USA mit Erfolg: Wenn sich die Zahlen halten, könnte der solide Spaß von Donald Petrie Bullocks Tophit werden.

    Der Prolog zeigt Agentin Gracie Hart als schlagkräftiges Mädchen auf dem Schulplatz und gibt Aufschluss darüber, weshalb sie als Erwachsene einen völlig unfemininen Schutzpanzer angenommen hat. Sie bevorzugt Männeranzüge, ungebändigte Haare, kein Makeup, ihre Tischmanieren lassen zu wünschen übrig, und beim Lachen gibt sie lediglich Grunzlaute von sich. Als ein den Behörden bekannter Terrorist droht, beim nationalen Schönheitswettberb eine Bombe zu zünden, wird die kumpelhafte Gracie von ihrem Kollegen Eric Matthews (Julia Roberts‘ Verlobter Benjamin Bratt) ausgewählt, den Terrorakt undercover zu unterbinden. Die Organisatoren des Wettbewerbs, die zickige ehemalige Schönheitskönigin Kathy Morningside (Candice Bergen) und Stan Fields („Captain Kirk“ William Shatner vergnüglich als strohdoofer Moderator), sind von der Idee wenig begeistert. Doch mit Hilfe des exaltierten Konsultanten Victor Melling (Oscar-Gewinner Michael Caine scheint einem „Käfig voller Narren“ entflogen zu sein) und einem Team von Visagisten und Stylisten wird aus dem „hoffnungslosen Fall“ eine strahlende Schönheit. Und die ebenso patente wie ungraziöse (sie stolpert ständig über ihre eigenen Füße) Gracie entwaffnet nicht nur einen (falschen) Verdächtigen, sondern beseitigt auch eventuelle Zweifel, nicht die richtige Frau für den Job zu sein.

    Die folgende Plotkonstruktion um Rache und Intrigen in dieser gut gelaunten Mischung aus „Vorher-Nachher-Show“ und „Stirb langsam“ ist ungefähr so dürftig ausgefallen wie die Taillen der Wettbewerbsteilnehmerinnen. Doch Bullock versteht es, das dahinstotternde Komödien-Gefährt allein unter Einsatz ihres beträchtlichen Charmes und komischen Talents voranzutreiben. Donald Petrie ist kein Filigran-Regisseur. Er ist eher als inszenatorisches Äquivalent der burschikosen Gracie zu bezeichnen – und daher goldrichtig für den Job: Wie schon in seinem letzten Film, „Der Onkel vom Mars“, serviert er die Pointen regelmäßig in Holzhammermanier. Aber manchmal ist so ein Mann fürs Grobe genau richtig am Platz, zumal „Miss F.B.I“ mehr auf Slapstick als auf ziselierte Verbalkomik setzt. Die sich anbahnende Romanze zwischen Gracie und Eric wird daher auch vernachlässigt. Leichter tut sich Petrie da schon mit den freundschaftlichen Beziehungen zu Gracies Konkurrentinnen, die denn auch einen größeren Teil des Films einnehmen. Während sich die Fernsehausstrahlung der letzten US-Schönheitswahl mit den bislang niedrigsten Einschaltquoten zufrieden geben musste und zwei ebenfalls im Milieu der Schönheitsköniginnen angsiedelten schwarze Komödien, „Gnadenlos schön“ und „Beautiful“ nicht allzu hübsche Zahlen schrieben, versteht es das Bullock-Starvehikel, sich durchzusetzen: Das Makeover des kumpelhaftesten Girls Hollywoods diesseits von Drew Barrymore kommt an. Und Deutschland war von jeher ein gutes Pflaster für Sandra. ara.

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