Filmhandlung und Hintergrund

Buddy-Komödie um eine Polizistin, die die Frau eines Drogenbosses beschützen muss.

Eine perfektionistische, verklemmte Polizistin soll die lebenslustige und offenherzige Frau eines Drogenbosses beschützen, die als Zeugin im Prozess gegen Kartellmitglieder aussagen soll. Die Frauen, die gegensätzlicher nicht sein könnten und sich nicht leiden können, müssen lernen, zusammenzuarbeiten, denn sie sind im Kampf gegen Gangster, korrupte Cops oder den Straßenverkehr ganz auf sich allein gestellt. Dennoch bleibt Zeit, um gemeinsam shoppen zu gehen und neue Bekanntschaften zu schließen.

Eine hyperkorrekte Polizistin soll die Frau eines Drogenbosses bis zu deren Aussage in einem Prozess beschützen. Buddy-Komödie, in der sich Reese Witherspoon und Sofia Vergara an einer Variation von „Midnight Run“ versuchen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Der Trend geht zur Lady-Comedy. Ob es nun die vorwiegend mit weiblichen Hauptfiguren bestückten Komödien von Regisseur Paul Feig („Brautalarm“) sind, oder der sukzessive Ausbau von Marvel-Superheldin Black Widow innerhalb des „Avengers“-Kosmos: Die Welt verlangt vermehrt nach starken Frauen in Hollywoodfilmen. Regisseurin Anne Fletcher („27 Dresses“) greift diese Entwicklung nun ebenfalls auf. In ihrem humoristischen Roadtrip „Miss Bodyguard“ stehen mit Sofia Vergara („Kiss the Cook“) und Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon („Der große Trip – Wild“) zwei toughe Ladys im Mittelpunkt, die es im Laufe ihrer eineinhalbstündigen Flucht-Eskapaden mit allerhand (männlichen!) Widersachern zu tun bekommen. Das Skript von David Feeney („New Girl“) und John Quaintance („Ben and Kate“) greift dabei zwar lediglich auf die handelsüblichen Bestandteile eines klassisch-komischen Roadmovies zurück, doch dank der stimmigen Chemie unter den beiden Hauptfiguren gestalten sich diese immerhin kurzweilig.

      Das Konzept ist simpel und so alt wie die Hollywood-Komödie selbst: Zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten, müssen als Partner wider Willen über längere Zeit miteinander auskommen, bis sie sich irgendwann zwangsläufig miteinander arrangieren müssen und daraufhin vielleicht sogar Freunde werden. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Story von „Miss Bodyguard“. Mit Sofia Vergara, die mit solider Passion eine leicht naive Femme Fatale verkörpert, haben wir das genaue Gegenteil zur raubeinigen Polizistin Cooper, die von Reese Witherspoon mit nicht weniger Esprit und Charme dargeboten wird. Aufgrund eines bleihaltigen Zwischenfalls müssen sich die Damen gemeinsam auf die Flucht begeben, um währenddessen Gemeinsamkeiten zu erkennen und die Ganoven schließlich formvollendet û und gemeinsam! û zur Strecke zu bringen. So wenig innovativ sich die Storyprämisse anhört, so viel schaffen es sie Darstellerinnen mithilfe ihrer ungezwungenen Interaktionen aus dem angestaubten Plot herauszuholen. Wenngleich nicht jede Pointe zu ihrem angestrebten Höhepunkt findet, so bannt Anne Fletcher in geordneter Regelmäßigkeit kleine humoristische Highlights in ihrem Film ein, der über mancherlei Langatmigkeit hinwegtrösten kann (Stichwort: Hirsch).

      Dass bei „Miss Bodyguard“ genrebedingt die mal mehr, mal weniger gelungenen Gags im Mittelpunkt stehen, verschleiert jedoch nicht, dass der Film inhaltlich kaum von Relevanz ist. Über die vollkommen gegensätzliche Charakterzeichnung „hart gegen zart“ kommt die im Original „Hot Pursuit“ titulierte Komödie nicht hinaus. Auch einen dramaturgischen Unterbau sucht man vergebens. Die Figuren handeln, wie es die Situation gerade von ihnen erwartet. Etwaige, charakterliche Entwicklungen oder gar tiefgründige Erkenntnisse sind hier fehl am Platz. Auswirkungen auf ein flottes Filmvergnügen mit einer prozentual recht hohen Lachgarantie hat das allerdings nicht û Liebhaber anspruchsvoll-innovativen Kinos sollten „Miss Bodyguard“ dann aber doch meiden.

      Fazit: „Miss Bodyguard“ setzt sich zwar aus den üblichen Versatzstücken gängiger Comedy-Roadtrips zusammen, ist dank der spritzigen Hauptdarsteller-Paarung jedoch über weite Strecken amüsant und kurzweilig.
    2. Miss Bodyguard: Buddy-Komödie um eine Polizistin, die die Frau eines Drogenbosses beschützen muss.

      Reese Witherspoon und Sofia Vergara drücken in der aufgedrehten Action-Buddykomödie als ungleiches Duo auf die Östrogen-Tube.

      Zuletzt sah man Sandra Bullock (deren „Miss Undercover“-Filme nicht nur vom Titel her Assoziationen wachrufen) und Melissa McCarthy als „Taffe Mädels“ in eine fast identische Genre-Bresche schlagen. Allerdings handelt es sich hier beim zänkischen Zweierteam nicht um zwei Gesetzeshüterinnen, sondern diese Comedy-Konstellation der Kontraste und Konfrontationen umfasst eine unbeholfene Polizistin, die eine widerspenstige Zeugin zähmen muss. Schnörkellos inszeniert wurde diese weibliche Anlehnung an „Midnight Run“ von „Selbst ist die Braut“-Regisseurin Anne Fletcher nach einem vorhersehbaren Drehbuch der beiden TV-Serien-Autoren David Feeney und John Quaintance. An Sitcom-Niveau erinnert auch die Performance von Vergara, die ihre Figur aus der Hitserie „Modern Family“ nicht allzu sehr variieren muss. Oscar-Gewinnerin Witherspoon („Walk the Line“), die zudem als Produzentin auftritt, hingegen müht sich wacker das Beste aus dem Material heraus zu holen. Dank ihres unbestreitbaren komödiantischen Talents werden einige ihrer Fans die teils etwas flachen Gags in Kauf nehmen und sich amüsieren.

      Rose Cooper (Witherspoon) ist eine übereifrige Polizistin, die eingeteilt wird Daniella Riva (Vergara), die lebenslustige Frau eines Kartell-Buchhalters zur Zeugenaussage gegen den Boss nach Dallas zu bringen. Gleich zu Beginn kommt es zu einer Schießerei mit vier Unbekannten. Zwar gelingt es Cooper mit Riva im Schlepptau zu entkommen, doch Cooper wird nun des Mordes verdächtigt. Es entwickelt sich eine wilde Hatz, wobei ihnen nicht nur die Polizei, sondern auch Gangster und korrupte Cops auf den Fersen sind. So bleibt den beiden grundverschiedenen Partnerinnen wider Willen schließlich nichts anders übrig, als sich zusammenzuraufen.

      Die im zackigen Tempo servierten Humoreinlagen reichen von ausgedehntem (zweisprachigen) Verbalsparring, bei dem sich die beiden Damen zunächst gegenseitig abkanzeln, über eine hölzerne Knutsch- und Grabbelsession, hin zu klassischem Slapstick und bewährten Sightgags wie großmütterliche weiße Unterhöschen. Zeit für Romantik für Cooper bleibt in der auf 87 Minuten komprimierten Lauflänge kaum. Wichtiger ist das Zusammenspiel der beiden Protagonistinnen, das nach einem etwas holprigen Start zunehmend besser wird. So bietet die solide produzierte Buddykomödie insgesamt kurzweilige Frauenunterhaltung mit sympathischer Besetzung. ara.
      1. Vorhersehbare, aber flott erzählte Komödie mit ein paar ganz guten Gags. Kann man ansehen.

      News und Stories

      • „Miss Bodyguard 2“: Kommt die Fortsetzung?

        „Miss Bodyguard 2“: Kommt die Fortsetzung?

        „Miss Bodyguard“ ist eine schräge Action-Komödie mit Reese Witherspoon, deren Erfolg an Kinokassen etwas zu wünschen übrig ließ. Kommt eine Fortsetzung?

        Daniel Johnson  
      • Reese Witherspoon macht ernst

        In Komödien war "Miss Bodyguard" bisher zwar kommerziell am erfolgreichsten - doch die facettenreiche Mimin kann auch ganz anders.

        Alexander Jodl  

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