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Meister des Todes 2

  
Poster

Filmhandlung und Hintergrund

In der Fortsetzung seines Polit-Thrillers vertieft Daniel Harrich die Geschichte über den Skandal illegaler deutscher Waffenexporte.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Meister des Todes 2: In der Fortsetzung seines Polit-Thrillers vertieft Daniel Harrich die Geschichte über den Skandal illegaler deutscher Waffenexporte.

    In der Fortsetzung seines Polit-Thrillers vertieft Daniel Harrich die Geschichte über den Skandal illegaler deutscher Waffenexporte.

    Vor fünf Jahren hat Daniel Harrich in seinem aufrüttelnden Drama „Meister des Todes“ deutsche Waffenexporte in Krisengebiete angeprangert. In der Fortsetzung müssen sich die Protagonisten vor Gericht der Frage stellen, ob sie gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Während die führenden Köpfe des schwäbischen Unternehmens HSW, Geschäftsführer Zöblin (Axel Milberg) und Vertriebschef Stengele (Heiner Lauterbach), nichts zur Wahrheitsfindung beitragen wollen, demonstrieren irgendwo in der mexikanischen Provinz Studenten gegen die korrupte Regierung. Auf der Heimfahrt wird ihr Bus von der Polizei gestoppt. Es gibt 43 Tote, hingerichtet mit den Gewehren der HSW.

    Seit seinem Film über das Oktoberfestattentat 1980 („Der blinde Fleck“, 2014) beeindruckt Harrich gemeinsam mit Koautor Gert Heidenreich immer wieder mit Polit-Thrillern zu brisanten Themen. Die Umsetzung orientiert sich dabei stets an den Maßstäben des Kinos. Schon die Bildgestaltung durch Michael Praun ist exquisit. In den Gerichtsszenen verhindern elegante Kamerafahrten, dass die Szenen zum Kammerspiel werden; in Mexiko lassen Aufnahmen mit der Handkamera die Bilder dokumentarisch wirken. Eindrucksvoll ist auch die Besetzung selbst kleinster Rollen. Udo Wachtveitl spielt wie in Teil eins den Repräsentanten der Firma in Mexiko, Heio von Stetten einen Unternehmensberater, der im Auftrag der Staatsanwaltschaft recherchiert hat, aber von HWS bezahlt worden ist, und Désirée Nosbusch die vorsitzende Richterin, deren Zynismus der Farce ihres Urteil die Krone aufsetzt.

    Die entscheidenden Figuren der Geschichte sind ohnehin weiblich: Menschenrechtsanwältin Schuhmann (Katharina Wackernagel) will erreichen, dass die Angehörigen der ermordeten mexikanischen Jugendlichen als Nebenkläger auftreten dürfen. Unerwartete Hilfe bekommt sie ausgerechnet von der Gattin des Vertriebschefs: Sabine Stengele (Veronica Ferres) ist der Geschäfte ihres Mannes schon lange überdrüssig. Als ihn ein Herzinfarkt dahinrafft, stellt sie der Anwältin Material zur Verfügung, das die Firma belastet. Im ersten Film war die Frau noch eine Nebenfigur. Diesmal rückt sie ins Zentrum der Handlung. Dass Sabine Stengele ein erhebliches Alkoholproblem hat, soll ihre seelischen Nöte unterstreichen, wirkt stellenweise aber aufgesetzt. Gemessen an der Kraft des Films und der skandalösen Thematik fallen diese Momente jedoch nicht weiter ins Gewicht. Angesichts des Anspruchs ist es ein größeres Manko, dass die Mexikaner nicht spanisch sprechen dürfen. Gerade in den Klageszenen hätten die Originalstimmen womöglich überzeugender geklungen. tpg.
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