Filmhandlung und Hintergrund

Fernsehfilm um einen deutschen Waffenfabrikanten mit zweifelhafter Kundschaft.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Meister des Todes: Fernsehfilm um einen deutschen Waffenfabrikanten mit zweifelhafter Kundschaft.

    Daniel Harrich prangert mit seinem aufwändig inszenierten und eindrucksvoll besetzten Drama deutsche Waffenexporte in Krisengebiete an.

    „Der Tod ist ein Meister aus Deutschland“, heißt es in Paul Celans Gedicht „Todesfuge“. Es wäre völlig unangebracht, deutsche Waffenexporte mit der nationalsozialistischen Judenvernichtung zu vergleichen, aber natürlich wird es kein Zufall sein, dass Daniel Harrichs Drama über deutsche Waffenexporte einen ganz ähnlichen Titel trägt. „Meister des Todes“ ist, wie der Vorspann sinngemäß betont, eine Fiktionalisierung von Tatsachen: Die Hauptfiguren sind erfunden, doch die skandalösen Ereignisse sind authentisch. Der Film erzählt seine Geschichte aus Sicht eines jungen Waffenexperten (Hanno Koffler), der mit Ereignissen fertig werden muss, die mindestens eine Nummer zu groß für ihn sind: Zunächst ist Peter Zierler mit Feuer und Flamme dabei, als er als Mitarbeiter des württembergischen Waffenherstellers HSW in Mexiko Vertreter von Militär und Polizei in die Funktionsweise des neuen Sturmgewehrs SG38 einführen soll. Kurz drauf muss er mit ansehen, wie Polizisten ihr frisch erworbenes Wissen nutzen, um unbewaffnete Demonstranten zu erschießen. Schockiert will er aussteigen, wird aber nun als Verräter gebrandmarkt. Während „Der blinde Fleck“ gerade bei der Darstellerführung nicht immer überzeugte, ist „Meister des Todes“ ein Thriller, in dem Harrich überzeugend alle Register zieht. Der Film wirkt nicht zuletzt dank Gernot Rolls Bildgestaltung äußerst aufwändig. Diesen Eindruck unterstreicht auch die Mitwirkung namhafter Schauspieler wie August Zirner, Axel Milberg und Udo Wachtveitl in zum Teil sehr kleinen Rollen. Die Ehefrauen sind in dem Männergeschäft zwar nur Nebenfiguren, aber mit Veronica Ferres und Alina Levshin ebenfalls prominent besetzt. Bedrückend düster sind vor allem die Auftritte von Herbert Knaup als jovialer Politiker, dem hiesige Arbeitsplätze wichtiger sind als mexikanische Menschenleben. tpg.

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