Meine fremde Frau

  1. Ø 3
   2015
Meine fremde Frau Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Meine fremde Frau: Krimidrama mit Ursula Strauss und Harald Krassnitzer.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ausgezeichnet gespieltes Beziehungsdrama, das anfangs Anleihen beim Kriminalfilm nimmt.

    Eine Frau im Stress. „15 Patienten in einer Schicht – plus Fahrzeit“, berichtet Krankenpflegerin Maria Hofer ihrem Geliebten, den sie nach Dienstschluss in einem Wiener Café trifft. „Weißt du was, ich hör auf!“ Und das passiert schneller als geplant. Beim Verlassen des Lokals wird sie auf dem Zebrastreifen von einem Sportwagen überfahren. Sie fällt ins Koma. Als sie aufwacht, wird bei ihr retrograde Amnesie diagnostiziert. Sie kann sich an ihr Leben vor dem Unfall nicht erinnern.

    Wie ein Kriminalfilm beginnt „Meine fremde Frau“. Doch als Zuschauer kennt man den Täter, einen Baulöwen, arrogant und wuchtig gespielt von Nicholas Ofczarek, schnell. „Nachtschicht“-Erfinder Lars Becker interessiert sich, nach einem Skript, das er mit Bernhard Wutka („Kanak Attack„) geschrieben hat, für die Frage, ob ein Mensch wieder ein Leben aufnehmen kann, das ihm vollkommen fremd ist. In diesem Fall mit Ehemann Bruno, ein Staatsanwalt, von dem sie sich über die Jahre entfremdet hat.

    Dramatische Volten und wechselnde Allianzen sorgen für leise Spannung, klug werden die Figuren zusammengeführt: Der Liebhaber (Philipp Hochmair), Dirigent an der Staatsoper, der Täter, der da im Aufsichtsrat sitzt, dessen Frau (Jasmin Gerat), die versucht die Schuld auf sich zu nehmen. Der Kripobeamte (Dominik Warta) fungiert als neutraler Beobachter, aus der Perspektive des Gatten, wird das Drama primär erzählt. Geschockt fragt er sich: „Was habe ich da die ganze Zeit eigentlich gemacht?“

    Um Bewusstseinswerdung geht es, um (Wieder-)Annäherung. Grandios ist das Zusammenspiel von Harald Krassnitzer, der gekonnt seinen „Tatort“-Kommissar Moritz Eisner abstreift, und der überragenden Ursula Strauss – zu Recht für den Part mit einer Romy ausgezeichnet – als Ehepaar, das sich noch einmal ineinander verliebt. Auf leise Zwischentöne verstehen sich die beiden, arbeiten gekonnt mit Blicken und kleinen Gesten. Emotional packt einen der in allen handwerklichen Belangen blitzsauber umgesetzte Film, nur die dahinplätschernde Musik wirkt leider etwas beliebig. geh.

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