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Fakten und Hintergründe zum Film "Marley & Ich"

Fakten und Hintergründe zum Film "Marley & Ich"

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Produktionsnotizen

In John Grogans Marley & Me, einem Sachbuch über die universellen Themen Ehe und Familienleben, fanden sich weltweit Leserinnen und Leser wieder, was dazu führte, dass das Werk schnell die Spitze der einschlägigen Bestsellerlisten anführte. „Menschen aus aller Herren Länder schrieben mir Briefe, in denen sie mir mitteilten, wie stark sie sich in meinem Buch wieder fanden“, erzählt der Autor. „(Diese Gemeinsamkeiten waren) natürlich reiner Zufall. Ich habe sie nicht recherchiert. Aber, ganz klar, viele Leute verlieben sich, heiraten und gründen Familien – und darum geht es schließlich in Marley & Me.“ Und obwohl sowohl im Film- als auch im Buchtitel der Hundename auftaucht, geht es in beiden um weit mehr als nur den Vierbeiner. „(’Marley & Ich’) ist keine Hundegeschichte“, sagt Grogan. „Als ich sie schrieb, sah ich sie auch nicht als solche. Und ich tue das auch heute noch nicht. Für mich ist es die Story einer

Familie, die wächst und sich entwickelt – mit dem Hund als Katalysator. Es ist eine Komödie mit Tiefgang, eine Komödie mit einem wahren Kern.“

Regisseur David Frankel, der MARLEY & ME („Marley & Ich“, 2008) in Szene gesetzt hat, teilt die Meinung des Autoren: „Die Story erzählt von den Höhen und Tiefen der Ehe, von erster Liebe, Ernüchterung und den Herausforderungen des Alltags. Sie handelt natürlich auch von geplatzten Träumen, von Opfern, die man für die Kinder bringt, und davon, wie man Karriere und Beruf unter einen Hut bekommt.“ „Vor allem aber“, so Frankel, Regisseur der Hit-Komödie THE DEVIL WEARS PRADA („Der Teufel trägt Prada“, 2006), „geht es um die Achterbahnfahrt, die wir Leben nennen.“ „MARLEY & ICH dreht sich um die Ehe und darum, wie man Familie und Beruf synchronisiert“, sagt auch Jennifer Aniston, die Jenny Grogan spielt. „Es geht um all die Dinge, die einen in einer Beziehung unter Druck setzen. Man glaubt zunächst, alles kreist um diesen schlitzohrigen Hund – stimmt auch. Aber da ist noch viel, viel mehr. Dieses Zusammenleben der Grogans mit ihrem Hund hat etwas sehr Universelles.“ „Es geht um die Reise, auf die sich Marley mit den Grogans begibt“, fügt Owen Wilson hinzu, der in die Rolle des John Grogan schlüpft: „Marley erinnert die Grogans immer wieder daran, wie viel Spaß man im Leben haben kann.“

Und auch wenn MARLEY & ICH keine reine „Hundestory“ ist, der Vierbeiner spielt im Film doch eine tragende Rolle. In Bezug auf Gorgans Aussage, dass Marley der „Katalysator“ der Geschichte ist, merkt Frankel an, dass „es wichtig sein kann, das Leben auch mal aus der Hundeperspektive – sprich einer anderen als der eigenen – zu betrachten“. Hier natürlich speziell im Fall der Grogans. „Hunde sind einfach wunderbar, denken sie doch weder ans Gestern noch ans Morgen. Sie leben im Hier und Heute – und genießen das. Etwas, das Menschen traurigerweise nur all zu schnell vergessen.“

Marley bringt den Grogans viel bei – und das sogar schon, bevor sie ihn als jungen Welpen zu sich nehmen. Marley in den Haushalt aufzunehmen, ist nämlich eine Art Versuchsballon in Sachen Elternschaft. Denn John ist sich noch nicht darüber im Klaren, ob er überhaupt bereit ist, Vaterpflichten zu übernehmen. Er beneidet das Junggesellendasein seines Kumpels Sebastian, den Eric Dane spielt. „John sieht, dass Sebastian beruflich die Türen viel weiter offen stehen als ihm,“ sagt Owen Wilson. „Singles sind beruflich flexibler. Sie können auch höhere Risiken eingehen als Verheiratete, denn sie müssen keine Rücksicht auf den Partner oder eventuelle gemeinsame Kinder nehmen.“ „Sebastian lebt das, was einem gerne als ideales Singledasein verkauft wird“, sagt Eric Dane, berühmt-berüchtigt als Dr. Mark „McSexy“ Sloan der Krankenhausserie „Grey’s Anatomy“. „Sebas­tian ist stets gerne bereit, John zuzuhören und ihm Ratschläge zu geben – es sei denn, es laufen gerade wunderschöne Frauen an ihm vorbei oder er ist mit potenziellen Eroberungen beschäftigt.“ „Aber, am Ende des Tages“, so weiß Wilson, „ist Sebastian eine einsame Person. John ist sich zu guter Letzt sehr wohl im Klaren darüber, dass es für ihn die richtige Entscheidung war, eine Familie zu gründen. Es gibt nichts Schöneres als die Liebe zur – und von der – Familie.“ John und Sebastian arbeiten beide für den South Florida

Sun-Sentinel und Ersterer nutzt die „Abenteuer“ von Marley auch als „Futter“ für seine Kolumne. Eine Tatsache, die Johns Chef Arnie Klein, gespielt von Oscar®-Preisträger Alan Arkin (SIDEWAYS, „Sideways“, 2004), nicht entgeht. Das Verhältnis zwischen John und seinem Chefredakteur alter Schule beruht auf Respekt und An­teilnahme. John, Reporter aus tiefstem Herzen, ist nur widerwillig – auf Arnies Drängen hin – zum Kolumnisten geworden. „Arnie hält John für einen aufrechten Kerl – ein wenig durchgeknallt vielleicht, aber grundehrlich“, sagt Arkin. „Arnie gefällt Johns Art zu schrei­ben, inklusive der Geschichten über dessen Hund Marley. Aber er muss John immer wieder davon überzeugen, dass das Kolumnenschreiben genau das ist, was er tun soll.“ Eine der Geschichten, die John in seiner Kolumne über den eigenwilligen Labrador erzählt, ist die von Marleys Besuch in der Hundeschule. Kein Hund, so erfahren die Grogans von der geradezu militärisch taffen Tierpädagogin Ms. Kornblutt (KATHLEEN TURNER), hat sich von ihr nicht domestizieren lassen. Aber bekanntlich gibt es für alles ein erstes Mal – wie Frau Kornblutt dank Marleys Hilfe lernen muss. Denn bis zu dem Tag, als Marley bei Ms. Kornblutt auftauchte, gab es niemanden, weder zwei- noch vierbeinig, der sich nicht ihrer strengen Art beugte. „Mit ihr ist wahrlich nicht zu spaßen“, erklärt Turner ihre Figur. „Sie steht auf dem Standpunkt, dass es keine schlimmen Hunde, nur schlimme Hundebesitzer gibt und so beschimpft sie die Grogans den ganzen Unterricht lang“. Na ja, genau genommen nur so lange, bis Marley zeigt, was er wirklich so drauf hat und Frau Kornblutt sich gezwungen sieht, ihn von ihrer Schule zu verweisen.

Sämtliche Stars des Films – nein, genau genommen das gesamte Team – konnten sich mit den Themen von MARLEY & ICH, Liebe, Ehe, Familie und ein überaus Ärger-anfälliger Köter, identifizieren. Besonders David Frankel erkannte eine starke Verwandtschaft zu Grogans Geschichte. „Meine Familie ist voller ’Hunde-Leute’“, sagt der Regisseur. „Wir selbst haben vier Hunde und die sorgen für jede Menge Chaos und Gelächter. Und dann gibt’s auch noch diesen geographischen An­knüpfungspunkt. John hat in Süd-Florida gelebt, ich wohne in Miami.“ Die stärkste autobiographische Verbindung zwischen dem Filme­macher und seinem Film lässt sich an Hand einer Szene skizzieren. Frankel erklärt: „Marley hat Jennys Halskette ge­fressen, und Owen, der John spielt, stochert im Hinterhof in Marleys Kot herum, um den Schmuck zu bergen.

John sagt: ’Ich habe mir eigentlich mein Leben nie so vorgestellt, dass ich Hundekacke durchsiebe.’ Ich kann dazu nur sagen, dass ich mit meinen vier Hunden jede Menge Zeit damit verbringe, Kot zu checken – und ich denke eigentlich genauso wie John.“

Neben den autobiographischen Anknüpfungspunkten war es besonders die Leinwand-Chemie zwischen Owen Wilson und Jennifer Aniston, die diese Produktion für ihn zu etwas ganz Besonderem gemacht hat. „Um so ein Paar zu finden, braucht es wirklich Glück“, sagt Frankel. „Wenn man zwei so brillante Filmstars zusammenbringt, feuern sie sich gegenseitig an und man bekommt ein aufregendes, einzigartiges Ergebnis.“

Dieser glückliche Zufall ist auch den beiden Stars voll bewusst: „Owen Wilson ist einfach klasse“, schwärmt Aniston. „Er ist super in seinem Job, höchst professionell und zudem ein großzügiger Kollege. Wir hatten viel Spaß mitei-nander, trieben uns gegenseitig zu Bestleistungen an. Und dann gibt es auch noch Momente im Film, in denen Owen ganz speziell gut ist.“ Wilson kann dieses Kompliment nur zurückgeben. Er bewundert Anistons Spiel: „Ihre Instinkte als Schauspielerin sind einfach unglaublich. Sie arbeitet noch viel besser als ich mir das vorgestellt habe“.

Produktion: Die Hunde

W. C. Fields wird der unsterbliche Satz „Arbeite niemals mit Tieren oder Kindern.“ zugeschrieben. Entsprechend schlecht hätte der legendäre Komiker sich wohl am Set von MARLEY & ICH gefühlt, wimmelte es doch dort geradezu vor Tieren und Kindern. Cast und Crew aber fühlten sich da besonders wohl. „Wir hatten Babys, Welpen, Kinder, erwachsene Hunde, alte Hunde – und jede Menge Spaß“, lacht Aniston.

Die Produktion „engagierte“ 22 Hunde, die alle Marley spielen sollten, der im Verlauf der Story um 13 Jahre altert. Elf der 22 Marleys waren Welpen, die deswegen gebraucht wurden, weil der Film nicht in Sequenzen, sprich wie er sich auf der Leinwand entspinnt, gedreht wurde. Dass heißt, ein Welpe, der in einer gewissen Szene von MARLEY & ICH gerade aufgetreten war, war viel zu schnell gewachsen, um ihn in der Wochen später gedrehten Anschlussszene wieder einsetzen zu können. Die übrigen „Marleys“ wiederum stellten den Hund in seinen verschiedenen Lebensjahren – von sechs Monaten bis 14 Jahre – dar.

In Anbetracht der vielen Altersstufen Marleys mussten Frankel und sein Cheftiertrainer Mark Forbes ganz sorgfältig entscheiden, welchen Hund sie für welche Szene einsetzen wollten. Dabei galt es noch zu beachten, dass 65 Prozent der Geschichte in der Zeitspanne handeln, in der Marley zwischen ein und sechs Jahre alt ist.

Man ging in diesen Punkt sogar einen Schritt weiter. Die Trainer richteten sich nach Marley, ließen den Hund Hund sein. Das heißt, man folgte beim Dreh Marley, ließ dem vierbeinigen „Schauspieler“ ein Höchstmaß an selbständiger Entscheidungsfreiheit. „Die Hunde (für den Film) vorzubereiten, war geradezu eine Art Anti-Training“, erinnert sich Forbes. „Normalerweise bringen wir Hunden für ihre „Rollen“ gewisse Bewegungsmuster oder bestimmte Tricks bei. Bei MARLEY & ICH war das anders. Hier durften die Hunde eigentlich tun, was sie wollten. Mehr noch, sie sollten sich sogar möglichst schlecht aufführen, sich nicht domestizieren lassen. Wir ermunterten sie sogar, schlechtes Benehmen an den Tag zu legen!“

Frankel, dem die Idee gefiel, Hunde Hunde sein zu lassen, filmte diese sogar während der Proben – er war sich nämlich vollkommen im Klaren darüber, dass genau in so einem Moment die beste Aufnahme dabei sein konnte. Der Haupt-Marley, ein Hund namens Clyde, war besonders unvorhersehbar, er war also im Prinzip das Alter Ego des Hundes, den er spielen sollte. Frankel entschied sich, mit diesem Hund überhaupt nicht zu üben. „Er spielt schließlich einen Hund, der sich nicht trainieren lässt“, sagt der Regisseur, „und es war höchst spannend, ihm bei der Arbeit zuzusehen. Jeden Tag, an dem er am Set auftauchte, überraschte er uns von Neuem, brachte Neues in die Szenen ein und uns zum Lachen.“

Während der ersten Wochen ihres „Un-Trainings“ lernten die Hunde essenzielle Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und wo sie stehen zu bleiben hatten. Im zweiten Teil des Trainings wurden sie an die Drehorte gewöhnt und erst ganz zum Schluss wurde an ihren jeweiligen „Tricks“ gearbeitet. Die Marley-Welpen begannen ihr Training im Alter von acht Wochen und dann wurde gefilmt, bis sie zwölf Wochen alt waren. Anschließend wurden sie durch neue Marley-Welpen ersetzt.

Produktion: Die Zweibeiner

Die Geschehnisse, von denen John Grogan in seinem Buch erzählt, spielen hauptsächlich in Süd-Florida, wo John und Jenny ihr erstes Haus beziehen, und in Pennsylvania, wohin der Grogan-Clan später übersiedelt und heute noch wohnt. Da diese beiden Orte für Buch und Film gleichermaßen wichtig sind, entschied man sich auch, in diesen beiden Staaten zu drehen. „Wir wendeten viel Zeit und Mühe auf, den richtigen Drehort für die entsprechenden Szenen aus dem Buch zu finden“, sagt Produktionsdesigner Stuart Wurtzel. „David Frankel wollte, dass der Film irgendwie immer etwas chaotisch aussieht. Er wollte nicht, dass Drehort und Sets perfekt gestaltet sind. John und Jennys Leben befindet sich im steten Fluss, nichts hat so wirklich seinen Platz.“ John und Jenny beginnen ihr Eheleben in einem Haus in West Palm Beach. Dann, als ihre Familie wächst, ziehen die Grogans in ein größeres Heim nach Boca Raton um. Der letzte Umzug der Geschichte machte es dann für die Produktion notwendig, nach Philadelphia zu ziehen – und auch ins ländliche Pennsylvania sowie in die Städte West Chester, Birmingham Township und Uniondale. „Bei ihrem Umzug nach Philadelphia haben die Grogans und ihr Hund Marley bereits eine ziemliche Wegstrecke hinter sich gebracht, sind an- und miteinander gewachsen“, weiß Wurtzel. „John macht endlich die Zeitungsarbeit, die er immer schon hat machen wollen, und auch Jenny ist bei sich selbst angekommen. Und Marley hat die beiden durch gute wie schlechte Zeiten begleitet.“ Um zu zeigen, dass die Familie gewachsen und zur Ruhe gekommen ist, wollte Wurtzel, dass deren Heim in Pennsyl­vania Wärme ausstrahlt und zum Bleiben einlädt. Das entsprechende Farmhaus aus Stein, das Wurtzel und sein Produktionsteam in Birmingham Township fanden, gefiel den echten Grogans so gut, dass das Paar sich daraufhin entschloss, ein ähnliches Heim zu erwerben.

Aber die Parallelen zwischen den richtigen und fiktiven Grogans enden hier immer noch nicht. Das Paar absolviert nämlich kleine Gastauftritte in MARLEY & ICH, es ist in der Szene in der Hundeschule zu sehen. Die Kunst hat hier einmal mehr das Leben imitiert – und umgekehrt. Die Grogans wirkten im Film in einer Szene mit, die sie so schon einmal wirklich durchlebt hatten. Und nun sahen sie Owen Wilson und Jennifer Aniston dabei zu, wie sie diesen Moment ihres Lebens für die Kamera nachspielten „Es war ein sehr merkwürdiger Augenblick – so etwas wie ein Weckruf. Quasi: ’Hallo, dieser Film wird wirklich gemacht!’“, erinnert sich John Grogan. „Ich stand da und dachte mir: ‚’Hey, die machen wirklichen einen Kinofilm über Jenny und mich.’“.