Man of Tai Chi

  1. Ø 2
   2013

Man of Tai Chi: Regiedebüt von Keanu Reeves über einen jungen Martial-Arts-Kämpfer, der an illegalen Untergrund-Kämpfen teilnimmt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Man of Tai Chi: Regiedebüt von Keanu Reeves über einen jungen Martial-Arts-Kämpfer, der an illegalen Untergrund-Kämpfen teilnimmt.

Tiger Chen will der Welt Tai Chi als ernst zu nehmende Martial-Arts-Variante vorführen. Bei einem Wettbewerb erringt er die Aufmerksamkeit des mysteriösen Magnaten Donaka Mark, der einen tödlichen Fight Club betreibt. Um den Tempel seines Meisters vor dem Abriss zu bewahren, beginnt Tiger bei geheimen Untergrundkämpfen anzutreten. Er gewinnt immer wieder und wird zunehmend aggressiver. Gleichzeitig versucht eine junge Polizistin Donakas mörderische Machenschaften aufzudecken. Im Finale gehen Tiger und Donaka hart Mano-a-Mano.

Ein junger Martial-Arts-Kämpfer nimmt an illegalen Untergrundkämpfen teil und tritt gegen einen mysteriösen Magnaten an. Regiedebüt von Keanu Reeves, der souverän einen Actionfilm im Stil eines Eastern realisiert hat.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Keanu Reeves‘ Regiedebüt ist umwerfend in den Kampfszenen, besitzt aber auch eine Spiritualität, die man nicht unbedingt erwartet hätte.
  • Schauspieler Keanu Reeves gibt sein Regiedebüt mit einem schlagkräftigen Martial-Arts-Actioner.

    Bereits 2008 hatte Reeves die Idee einen Film mit seinem Freund und Stuntman Chen Hu zu drehen. Kennengelernt hatten sie sich bei den Dreharbeiten zu „Matrix“, als Chen (in Folge auch bei den Sequels) als Reeves Kampfsport-Trainer fungierte. Nun hat Chen Gelegenheit seine versierte Action-Akrobatik, die eine Reihe von Kampfsporttechniken vermischt, unter den Fittichen des renommierten Stuntchoreographen Woo-Ping Yuen („Kill Bill 2“, „Drunken Master“) erstmals als Leading Man eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Das Drehbuch des Novizen Michael G. Cooney (Adaption und Dialoge für das „Resident Evil 6“-Videospiel) erzählt die genretypische Geschichte vom unschuldigen Underdog, der sich gegen brutale Konkurrenten durchsetzt. Gleichzeitig wird sein guter Charakter durch verschiedene Versuchungen auf die Probe gestellt, so dass statt der geradlinigen Kampfsport-Action auch eine moralisch-philosophische Komponente eingestreut wird.

    Kurier Tiger Chen (Chen Hu) studiert unter einem alten Tempelmönch Tai Chi im Ling Kong Stil. Sein Meister hält ihn zu Bescheidenheit an, doch Tiger will der Welt Tai Chi als ernst zu nehmende Martial-Arts-Variante vorführen. Bei einem Wettbewerb erringt Tiger die Aufmerksamkeit des mysteriösen Magnaten Donaka Mark (Reeves zur Abwechslung als mörderischer Bösewicht), der einen tödlichen Fight Club betreibt. Um den Tempel seines Meisters vor dem Abriss zu bewahren, beginnt der junge Tai-Chi-Schüler, nach anfänglichem Zögern, in geheimen Untergrundkämpfen anzutreten. Er gewinnt immer wieder und wird zunehmend aggressiver. Gleichzeitig versucht eine junge Polizistin Donakas mörderische Machenschaften aufzudecken. Im Finale gehen Tiger und Donaka hart Mano-a-Mano.

    Genrefans werden die mit Technoklängen unterlegten furiosen Kampfszenen zu schätzen wissen, bei denen neben Tai Chi, auch Kung Fu, Karate und viel Mixed Martial Arts geboten werden. Die Kamera hält die Action übersichtlich fest, zudem wird hier nicht mit rapidem Schnellschnitt gemogelt. Denn Chen Hu und einige seiner Opponenten (wie Iko Uwais aus „The Raid“) sind der „Real Deal„, die ihre imposanten Kampfkünste für sich sprechen lassen können. Das Chen Hus schauspielerisches Talent etwas hölzern wirkt, fällt daher kaum ins Gewicht. ara.
  • Mit zwei Martial-Arts-Filmen, dem Fantasy-Märchen "47 Ronin" und dem Kampfsportdrama "Man of Tai Chi", meldet sich Keanu Reeves zurück, dessen letzte Hauptrolle in einem Hollywood-Blockbuster schon einige Jahre zurück liegt. Stärker noch als "47 Ronin" erweist sich Reeves Regiedebüt, in Amerika nur limitiert gestartet, deutlicher auf den asiatischen Markt zugeschnitten. Das äußert sich schon allein im Umstand, dass die meisten Darsteller im Original chinesisch oder kantonesisch sprechen dürfen, anstatt wie bei "47 Ronin" auf ein mitunter radebrechendes Englisch zurückgreifen zu müssen.

    Selbst übernahm Reeves, der das Projekt über Jahre hinweg verfolgte, die Rolle eines skrupellosen Geschäftsmannes, der mit Underground-Showkämpfen per Internet-Verbreitung zu Reichtum kam und über Leichen geht, um seinen Ruf und Wohlstand zu stabilisieren. Der zentrale Konflikt dreht sich um das Faust-Motiv der moralischen Verführ- und Korrumpierbarkeit einer unschuldigen Seele. Der Beginn etabliert den Protagonisten Tiger Chen Hu, den Reeves als Stuntman seit "Matrix"-Tagen her kennt, als hilfsbereiten Paketboten, der sich besorgt um Familie und Lehrmeister kümmert und damit die Aufmerksamkeit einer sympathischen Angestellten erweckt.

    Stets legt sein Meister während sportlicher Auseinandersetzungen großen Wert auf Meditation, Besonnen- und Ausgeglichenheit. Doch der zur US-Kultur hingezogene Tiger Chen Hu lässt sich in immer brutaler ausartenden Fights zu Gewalt hinreißen und zeigt sich auf Dauer fasziniert von Macht, Reichtum und dem Jet Set-Leben. Den Regeln des Genres folgend und zugleich ein Fantasy-Element bemühend, muss der weise Meister seinen selbst zerstörerischen Schüler mit buddhistischer Weisheit auf den Boden der Tatsachen zurück holen, bevor dieser völlig der Seite des Bösen verfällt.

    Folglich kann die Story selten mit Überraschungen aufwarten. Ohnehin erweisen sich die perfekt choreographierten Martial Arts-Einlagen, deren Rhythmus und Struktur man stets folgen kann, als eigentliche Attraktion des solide inszenierten Regiedebüts. Von "Matrix" übernahm Reeves gleichsam den Kampfkunstspezialisten Yuen Wo-Ping ("Tiger & Dragon"), dessen Engagement schon die halbe Miete ist. Allein die erste Attacke auf den unwissenden Chen Hu, gewissermaßen sein "Bewerbungsgespräch", in einem abgeschotteten, überwachten Raum erscheint als atemloses Meisterstück, in dem der plötzlich Attackierte im konservativen schwarzen Anzug sich rasch seiner hinderlichen blauen Krawatte entledigt. Man ahnt schon, dass er später noch mehr verlieren wird.

    Reeves, sein Kameramann Elliot Davis und die Ausstatter nutzen Farben, um die unterschiedlichen Welten zu kontrastieren. Dem hellen, weißen Anstrich des Familiendomizils stehen die in kaltem blau gehaltenen Räume des Polizeireviers und das schwarz eingerichtete Hauptquartier des Strippenziehers Donaka Mark in Stein und Leder gegenüber. Der Gegensatz aus Tradition und Moderne durchzieht den ganzen Film, wobei die historischen Werte als erhaltenswertes Gut gelten.

    Leider können Story und Akteursleistungen nicht dem stilisierten Look stand halten. Von Keanu Reeves’ Pokerface und seinem Ex-Stuntman-Protagonisten erwartet man keine schauspielerischen Höchstleistungen, doch auch die Nebendarsteller bleiben in der Regel blass. Der Part des vielbeschäftigte Simon Yam ("The Thieves") als abwiegender Superintendent der Hongkong-Polizei bleibt zudem eher marginal. Reichlich schlicht fiel daneben das Finale mit dem Endkampf zwischen dem Tai Chi-Experten und seinem amerikanischen Kontrahenten aus. In Sachen Schlagkraft kann Keanu Reeves nicht mit den asiatischen Kung Fu-Artisten mithalten. Für seine erste Regiearbeit gilt dies nur bedingt.

    Fazit: Keanu Reeves Regiedebüt "Man of Tai Chi" kann durch eine stilisierte Optik und die rasanten Kampfkunstsequenzen überzeugen. Große Ansprüche an Darsteller und Story sollte man allerdings nicht stellen.
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