Küss den Frosch

  1. Ø 4.3
   2009

Küss den Frosch: Disneys Rückkehr zum Zeichentrickfilm, der erste seit "Die Kühe sind los": In New Orleans angesiedelt, wird die Geschichte eines schwarzen Mädchens erzählt, das durch einen Fluch in einen Frosch verwandelt wird.

Trailer abspielen
Küss den Frosch Poster
Trailer abspielen
Alle Bilder und Videos zu Küss den Frosch

Filmhandlung und Hintergrund

Küss den Frosch: Disneys Rückkehr zum Zeichentrickfilm, der erste seit "Die Kühe sind los": In New Orleans angesiedelt, wird die Geschichte eines schwarzen Mädchens erzählt, das durch einen Fluch in einen Frosch verwandelt wird.

New Orleans um die Jahrhundertwende. Kellnerin Tiana träumt von einem eigenen Restaurant. Da hüpft ihr eines Abends ein Frosch über den Weg und behauptet, der verzauberte Prinz Naveen zu sein. Ein einziger Kuss, und Tiana hätte einen Wunsch frei. Weil sie für ihren Traum fast alles tun würde, küsst die junge Frau das schleimige Tier tatsächlich – mit unerwartetem Ergebnis. Nicht er wird ein Mensch, sondern sie zum Frosch. Nun setzen Naveen und Tiana alles daran, schnellstmöglich ihre menschliche Gestalt wieder zu erlangen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(4)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme
So werten die Kritiker (3 Stimmen)
5
 
Stimme
4
 
Stimme
3
 
Stimme
2
 
Stimme
1
 
Stimme

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

  • „Besonders wertvoll”

    Eine froschgrüne Fabel über Träume und was im Leben wirklich zählt: Tiana will keinen Frosch küssen, um sich ihren Traum vom Glück zu erfüllen. Als dann plötzlich aber doch ein äußerst charmanter Froschprinz vor ihren Füßen landet, schlägt der zauberhafte Trickfilm andere Wege ein, als wir es aus dem Märchen gewohnt sind. Überhaupt gelingt es dieser Produktion auf bestechende Weise, die klassischen Handlungselemente mit neuen Akzenten und einer zeitgemäßen Story zu verknüpfen, so dass sowohl Nostalgiker wie auch kleine Fans bestens unterhalten werden. Die handgezeichnete Animation, die mitreißende Jazz-Musik eines New Orleans der 20er Jahre, ein schauriger Voodoo-Meister und viele sympathische Trickhelden tun ihr übriges für ein unvergessliches Kinovergnügen. Anspruchsvoll und rührend zugleich! Jurybegründung: Disney kehrt zurück zu seinen Wurzeln, dem klassischen handgezeichneten Animationsfilm und dabei gelingt es den Studios, den Retro-Look mit zeitgemäßen Elementen zu einem filmischen Highlight werden zu lassen. Untermalt vom mitreißenden Score aus der Feder von Randy Newman führt die Zeitreise zurück ins New Orleans des letzten Jahrhunderts. Unterbrochen von jazzigen fantastisch choreographierten Musiknummern - häufig ein reines Muss in Disneys Filmen, hier ein Augen- und Ohrenschmaus - begleitet der Zuschauer Tiana bei ihrem Versuch, den Traum vom eigenen Nobelrestaurant wahr werden zu lassen. Dass sie dabei aus Versehen in einen Frosch verwandelt wird, ist unangenehm, aber für keinen eine Tragödie. Aus dieser Mischung von Lakonie, dem scheinbar Unvermeidlichen gegenüber und dem unbändigen Wunsch, einen sehnlichen Traum wahr werden zu lassen, entspringt das Interesse für Figuren und Geschichte. Stets folgt der Zuschauer mit größtem Vergnügen den Irrungen und Wirrungen der beiden Frösche. Dass dabei alte Bekannte aus anderen Disney-Filmen ihren Weg kreuzen oder sie begleiten, macht das Vergnügen vor allem für erwachsene Zuschauer noch größer. Dass gerade die US-Amerikaner die Kunst des Sidekicks beherrschen, wird auch hier wieder durch sympathische Geschöpfe wie beispielsweise das Glühwürmchen eindrucksvoll bewiesen. Für Vorschulkinder dürfte die Story zwar noch etwas zu anspruchsvoll und die Voodooelemente streckenweise zu finster geraten sein, jenseits dessen ist KÜSS DEN FROSCH aber ein heiterer, kurzweiliger und optisch opulenter Spaß für die ganze Familie. Und bei all dem märchenhaft bunten Treiben werden auch reale rassenpolitische Verhältnisse immer wieder angedeutet, wird auf reine Schönfärberei verzichtet. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Der 49. Animationsfilm von Disney knüpft als handgezeichnete Märchenhandlung mit Musicaleinlagen an die Klassiker des Hauses an. Die Regisseure John Musker und Ron Clements benutzen die Vorlage des Märchens vom Froschkönig, um ein frisches Abenteuer in der Jazz-Ära des alten New Orleans auszumalen. Die schwarze Prinzessin Tiana ist eine moderne, aufstrebende junge Frau, die Schauplätze der Stadt und ihrer wasserreichen Umgebung bieten samt Mardi-Gras-Umzug eine vielfältige, bunte Kulisse für Musik, Trubel und exotischen Voodoo-Zauber.

    Die Geschichte riskiert gleich mehrere Verfremdungen des Märchens, die spannend und witzig wirken. Tiana ist keine verwöhnte Königstochter, sondern die hart arbeitende junge Frau aus einfachen Verhältnissen. Auch Prinz Naveen ist von dunkler Hautfarbe und außerdem Tianas charakterliches Gegenteil, als sorgloser Partymensch, dem seine Eltern den Geldhahn zugedreht haben. Die wichtigste Abänderung aber ist der Ausgang der Kuss-Szene: Diesmal wird die junge Frau ebenfalls zum Frosch und die Chancen für eine Rückverwandlung sind ungewiss.

    Die Musik spielt eine ebenso wichtige Rolle wie die Stadt New Orleans als Kulisse. In der deutschen Fassung singen Cassandra Steen, Roger Cicero, Bill Ramsey, Marianne Rosenberg, die auch die Synchronstimmen von Tiana, Naveen, dem Alligator Louis und von Mama Odie sind, die kunterbunte lokale Songpalette von Komponist Randy Newman. Alligator Louis, mit dem sich die sprechenden Frösche im Exil des Mississippi-Deltas anfreunden, ist ein tapsiger Typ, der nur eines wirklich gut kann: Trompete spielen. Auch er will unbedingt in einen Menschen verwandelt werden, weil er in einem Jazzorchester mitmachen möchte.

    Die andere wirklich skurrile Nebenfigur ist das fliegende Glühwürmchen Ray, dessen Hinterteil aus einer Glühbirne besteht und das mit seinen schiefen, lückenhaften Zähnen und den seltsamen Bartstoppeln wie ein alter Mann wirkt. Ray ist eine romantische Seele und himmelt seine große, ferne Liebe Evangeline an. Die schönsten Animationen des Films gelingen, wenn zahllose Glühwürmchen sich zu Ray gesellen und die Landschaft mit ihren Lichtpunkten verzaubern. Nicht alle Bilder sind von gleicher Qualität: Die Frösche sehen relativ einfach aus und die Fantasie von Tiana über ihr nobles Restaurant ebenfalls.

    Andere Bilder wiederum verwenden sehr viel Farbe, was zur poppigen, rauschhaften Stimmung passt. Der Voodoo-Magier Dr. Facilier und seine dämonischen, schattenhaften Verbündeten hingegen sind Geschöpfe der Dunkelheit. Wenn sie auftreten, gibt es manchmal angsteinflößende, grelle Fantasien wie aus Albträumen. Mama Odie, die steinalte, aber schrille Voodoo-Dame aus den Sümpfen, setzt der bösen Magie etwas Gutes entgegen und mildert so den Schrecken. Für Kinder dürften die Voodoo-Anteile dieser doch stellenweise etwas verworrenen Geschichte unverständlich sein. Die Handlung verhält sich insgesamt ein wenig wie ein Glühwürmchen, indem sie von einer funkelnden Verlockung zur nächsten fliegt.

    Fazit: Das Märchen vom Froschkönig erhält in der goldenen Jazz-Ära von New Orleans eine frische Verwandlung.
  • Mit einem Paukenschlag kehrt Disney zur klassischen 2D-Animation zurück und bezaubert mit einem Märchen voller Humor und Musik, unbändiger Lebenslust und zu Tränen rührender Romantik.

    Nichts gegen rattenscharfe Gourmetköche („Ratatouille“), vierbeinige Superhelden („Bolt – Ein Hund für alle Fälle“) oder griesgrämige Ballonfahrer („Oben“) – aber so ein waschechtes Märchen mit Prinz, Prinzessin und einem herzergreifenden Happy End hat doch auch etwas für sich. Das dachten sich die kreativ-innovativen Köpfe von Disney wohl auch und zauberten nun mit „Küss den Frosch“ ein in klassischer 2D-Technik realisiertes Abenteuer aus dem Hut, das die 75 Jahre alte Zeichentrick-Tradition, die einst mit „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ begann, wieder aufleben lässt.

    Als Schauplatz wählte das bewährte Autoren- und Regie-Gespann John Musker und Ron Clements (u.a. „Arielle, die Meerjungfrau“, „Aladdin“) diesmal keine Fantasiewelt, sondern das pulsierende New Orleans der Jahrhundertwende. Ob French Quarter oder Jazz/Blues/Gospel/Zydeco, Louisianas Sümpfe oder Schaufelraddampfer, afroamerikanische Lebenslust oder düstere Voodoo-Zauber – die Südstaatenmetropole lässt hier Katrina vergessen, erlebt ihre glorreiche Renaissance – und mittendrin die Kellnerin Tiana, die den Traum ihres viel zu früh verstorbenen Vaters erfüllen und ein eigenes Restaurant eröffnen will. Da hüpft ihr eines Abends ein kleiner, schleimiger Frosch über den Weg und behauptet doch glatt, der verzauberte Prinz Naveen zu sein. Ein einziger Kuss, und Tiana hätte einen Wunsch frei. Weil sie für ihren Traum beinahe alles tun würde, überwindet die junge Frau ihren Ekel, spitzt die Lippen und drückt der grünen Amphibie einen Schmatz aufs Maul – mit unerwartetem Ergebnis. Nicht er wird ein Mensch, sondern sie zum Frosch. Und plötzlich haben Naveen und Tiana alle glitschigen Hände voll zu tun, sich den Attacken von gefräßigen Hunden und Alligatoren sowie den Nachstellungen von (gottlob ziemlich dämlichen) Froschjägern zu erwehren, vor allem aber dafür zu sorgen, dass sie schnellstmöglich ihre menschliche Gestalt wieder erlangen.

    „Küss den Frosch“, der 49. Animationsfilm aus dem Hause Disney, strotzt nur so vor originellen Einfällen, doppeldeutigem Dialogwitz, komisch-animalischen Sidekicks und grandiosen Songs, die selbst einem Broadway-Musical alle Ehre machen würden. Auch optisch beeindruckt Tianas Traum, zu dem sie das Lied „Almost There“ singt. Da verwandelt sich eine Bruchbude in ein mondänes Restaurant, die ganze Sequenz ist in warmen Braun- und Beige-Tönen gehalten, dem Jugendstil nachempfunden und wirkt mit ihren Tanznummern wie eine Hommage an Disneys Pionierzeit. Und während die wunderbare Love Story ihrem verdienten Happy End entgegensteuert, sorgen Musker und Clements mit Figuren wie dem liebeskranken Glühwürmchen Ray oder dem jazzbegeisterten Alligator Louis für jede Menge Erheiterung. Als Gegengewicht fungiert die von dem Voodoo-Magier Dr. Facilier verkörperte dunkle Seite mit ihren bedrohlichen Schattenmonstern, die allerdings dem ganz jungen Animationspublikum des Grusels zu viel sein könnten.

    Eine wahre Meisterleistung ist die US-amerikanische Synchronisation. Herausragend etwa die breiten Südstaatenslangs von Glühwürmchen Ray (Jim Cummings), der guten Voodoo-Zauberin Mama Odie (Jenifer Lewis) und Tianas ordinär-herzensguter Sandkastenfreundin Charlotte (Jennifer Cody bekommt die meisten Lacher). Eine stimmlich-gesangliche Offenbarung ist die hinreißende Anika Noni Rose als Tiana, in die man sich einfach verlieben muss. Aber auch in der deutschen Fassung wurde weniger Wert auf klangvolle Namen als auf musikalische Qualität gelegt: So darf man sich unter anderem auf den Pop- und Jazzsänger Roger Cicero (Naveen), die deutsch-amerikanische Soulsängerin Cassandra Steen (Tiana) und Schlager-Ikone Marianne Rosenberg („Er gehört zu mir“) als Mama Odie freuen. lasso.

News und Stories

Kommentare

  1. Startseite
  2. Alle Filme
  3. Küss den Frosch