Knight of Cups

  1. Ø 1
   2015
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Filmhandlung und Hintergrund

Knight of Cups: Terrence Malick nimmt sich den Mythos Hollywood vor und erzählt mit prominenter Besetzung von einem Sinnsuchenden.

Rick (Christian Bale) führt ein Leben, um das ihn viele beneiden. Er ist ein erfolgreicher Drehbuchautor in Hollywood und nimmt jede Annehmlichkeit war, die ihm ein solches Leben bieten kann. Er führt einen dekadenten Lebensstil, ist ein gern gesehener Gast auf den Partys der Szene und gibt sich ganz dem Glamour hin. Doch obwohl Rick die Anerkennung mag, die ihm durch seine Arbeit entgegengebracht wird, fühlt er sich in dem System Hollywoods als Sklave. Sein gesamtes Leben und seine Umgebung scheinen nur aus Fassaden zu bestehen, die ihm lediglich oberflächliche Gefühle bieten können. Er fühlt sich im Inneren leer und einsam, weswegen er versucht, einen Sinn in seinem Tun zu finden. Noch immer verfolgt von den Schicksalen seiner Brüder, begibt sich Rick auf einen Selbstfindungstrip, der ihm all die Antworten liefern soll, die ihm bislang verwehrt geblieben sind. Vor allem Frauen haben in seinem Leben einen wichtigen Platz eingenommen und so denkt er über all die Beziehungen nach, die wichtig für ihn waren. Da wären unter anderem seine Exfrau Nancy (Cate Blanchett), aber auch Elizabeth (Natalie Portman), die möglicherweise ein Kind von ihm hat. Sein Vater Joseph (Brian Dennehy) spielt in Ricks Suche nach seinem wahren Ich ebenfalls eine wichtige Rolle. „Knight of Cups“ ist der siebte Spielfilm von Terrence Malick, der sich vor allem durch „Der schmale Grat“ und „Tree of Life“ einen Namen gemacht hat. Unterstützt wird er bei seinem neuesten Projekt erneut von Kameramann Emmanuel Lubezki, der für „Gravity“ und „Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit)“ jeweils einen Oscar erhielt. Christian Bale wurde lediglich eine Charakterbeschreibung von Rick gegeben, aber keinerlei Dialog. Er wusste dementsprechend nie, was in den jeweiligen Szenen passieren würde.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Viele, die Knight Of Cups während der Berlinale 2015 sahen, beschrieben ihn als Malicks befriedigendsten Film seit über zehn Jahren. Diejenigen, denen seine letzten beiden Filme zu bedeutungsschwanger, zu grandios, zu “Malicky” waren, dürften sich auf diesen Abschluss der Spiritual-Quest Trilogie freuen. Knight Of Cups ist wie sein Vorgänger mehr ein Kaleidiskop als konventionelle Narration. Locker zusammen gehalten wird das Ganze von einer Struktur mit Epilog und verschiedenen Kapiteln wie ein Tarot Spiel. Wie im Sturzflug, ohne Ruhe, treibt uns die Kamera von Emmanuel Lubezki. Im Zentrum steht ein erfolgreicher Hollywood Autor (Christian Bale): Rick, der alles besitzt; Ruhm, Reichtum und schöne Frauen. Mit seinem hedonistischen Lebensstil scheint er weit entfernt gestrandet zu sein, jenseits von Glück und Zufriedenheit. Erst als Rick ein Erdbeben überlebt, beginnt er zu hinterfragen. Malick folgt Rick auf dieser mentalen Reise durch Los Angeles. Trotz seiner Qualen entwickelt sich Rick jedoch nie zu einem sympathischen Charakter. Im Grunde erfahren wir auch nicht viel über ihn (welche Filme schreibt er? Wann arbeitet er überhaupt?). Malick spinnt nun ein gewaltiges, imponierendes Netz um seine Hauptfigur, so dass man fast vergessen könnte, wie hohl der Kern eigentlich ist. Wie seine Vorgänger, so wirkt auch Knight Of Cups in einem ständigen Fluss. Neu scheint mir ein etwas anstrengender selbst-kritischer Humor in Malicks Film: “I took drugs once. I see things other people do not,” erklärt uns ein Surfer Girl. Rick schliesslich betrachtet eine Skulptur in einer Gallerie mit winzigen Autos, die ziellos durch eine Stadt irren. Das urbane Leben, der moderne Kapitalismus im Kleinstformat. Der Ausbruch aus diesen Systemen bedeutet Kinesis. Zu Beginn des Films erzählt die innere Stimme von Rick von einem Ritter, der eine Perle sucht. Im Wunderland vergisst er seine wahre Bestimmung und deshalb sehen wir auch L.A. wie eine Fabelwelt. Oder befindet sich Rick einfach nur in einer Midlife Crisis, die von Malick bedeutungsschwer überhöht wird? intellektuell sind die Monologe Ricks nie, dafür intuitiv. Rick lässt sich von einer Traumwelt überwältigen, so wie wir von Malicks Film. Irgendwann hinterfragen wir nicht mehr. immerhin hat uns Malicks Impression aus unserer gewohnten Routine, einen Film zu sehen geschubst. mehr auf cinegeek.de
  • Terrence Malick geht mit berauschenden Bilderkaskaden in Hollywood auf die Suche nach Antwort auf Sinnfragen.

    Konventionelle Erzählung war noch nie die Sache des mittlerweile 71-jährigen Texaners Terrence Malick. Schon sein zweiter Film, „In der Glut des Südens“ aus dem Jahr 1978, gleicht eher einem Gedicht als einem klassischen Drama. Doch spätestens seit seinem Meisterwerk „Tree of Life“ hat sich der große Poet unter den amerikanischen Filmemachern endgültig vom narrativen Kino verabschiedet. Seine Filme sind jetzt reine Bewusstseinsströme, zutiefst persönliche Bilderkaskaden über Wanderer, Ritter auf der Suche nach dem Verlorenen, essayistische Betrachtungen, auf die man sich einlässt oder eben nicht. Er komponiert Musik mit Bildern. Eine Handlung im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr. Das traf auf „To the Wonder“ zu, bei „Knight of Cups“ ist es nicht anders.

    Da ist ein Drehbuchautor in Hollywood. Sein Bruder hat Selbstmord begangen. Seine Frau hat sich scheiden lassen. Eine Geliebte bietet ihm Rückhalt, bis sie das gemeinsame Baby abtreiben lässt. Alldieweil taumelt die von Christian Bale mit starker Präsenz gespielte Hauptfigur durch das moderne Los Angeles, das eine Flut von Bildern wie einen Vorhof zur Hölle zeigen, ein Affenzirkus, eine Freakshow, deren Oberflächlichkeit die Seele zerstört. Da steckt viel Fellini drin, „Das süße Leben“, „8 1/2“, ein bisschen Antonioni, ein bisschen „Das Schweigen“. Aber vor allem ist es Malick pur, der seine Stargarde – neben Bale u. a. auch Cate Blanchett und Natalie Portman – entseelt durch Schnittkaskaden irrlichtern lässt, die einen rätseln lassen, aber auch wieder süchtig machen. Ein bisschen zumindest, zumal Bale den Film stärker verankert als es Ben Affleck bei „To the Wonder“ vergönnt war. Die Lust, sich dem Bilderrausch, auszuliefern, muss man als Zuschauer allerdings mitbringen. ts.
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