Julie & Julia Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Julie & Julia: Komödie mit einer hinreißenden Meryl Streep als Starköchin Julia Child und Amy Adams als Bloggerin, die Childs Rezepte und Leben bewundert.

Zwei Frauen in unterschiedlichen Zeitaltern und Situationen, die die Liebe zum Essen und ihren Ehemännern verbindet. 1949 entdeckt Julia Child, Frau eines nach Paris versetzten amerikanischen Regierungsangestellten, ihre neue Berufung als Köchin und schließlich auch als Autorin, die viele Jahre an ihrem berühmtesten Buch über die Französische Küche arbeitet. Dessen 524 Rezepte will Julie Powell 2004 in New York innerhalb eines Jahres nachkochen, dokumentiert diese Mammutaufgabe in einem Blog und wird dadurch berühmt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Julie & Julia“ erzählt in sich abwechselnden Handlungssträngen, wie die französische Kochkunst das Leben zweier Amerikanerinnen bereichert. Meryl Streep stellt Julia Child dar, die in den fünfziger Jahren in Paris die kompliziertesten Rezepte ausprobiert. Amy Adams spielt die New Yorkerin Julie Powell, die ein halbes Jahrhundert später Julia Childs Rezepte nachkocht und darüber einen Blog führt. Beide Frauen veröffentlichten ihre Erinnerungen, auf denen der Film von Nora Ephron basiert. Er ist sinnlich-leicht geraten wie ein Soufflé und präsentiert Meryl Streep in einer unvergesslichen Rolle. Mehr als die meisten Kochshows im Fernsehen zelebriert er das Genießen und die Lebenslust, die hinter dem Rühren in Töpfen stecken kann.

    Die große, energiegeladene Julia Child ist vielen Amerikanern noch heute ein Begriff, weil sie auch in einer Kochsendung im Fernsehen auftrat. Ihre eigentümliche Stimme bekommt durch Meryl Streep eine betuliche, etwas affektierte Färbung. Streep spielt die markante Figur, als würde sie sie karikieren, aber dabei setzt sie ihren Charme frei, ihre raumgreifende Begeisterungsfähigkeit, ihre unbekümmerte Individualität. Meryl Streep ist in dieser Rolle hemmungsloser, befreiter als in vielen anderen Filmen und scheint sich mühelos in Julia Child zu verwandeln.

    Die Frau des amerikanischen Diplomaten Paul Child arbeitet nicht und hat zu ihrem Leidwesen keine Kinder. Doch als sie das Kochen entdeckt, hat sie ihre wahre Leidenschaft gefunden. In einer wunderbar komischen Szene hackt sie in ihrer Küche einen riesigen Haufen Zwiebeln, nur um den perfekten Umgang mit dem Messer zu lernen, als ihr geschockter Mann in der Tür steht. Stanley Tucci spielt den Diplomaten, der einen Kopf kleiner ist als seine Frau, sie aber auf Händen durch die Ehe trägt. In der McCarthy-Ära wird Paul verdächtigt und versetzt, und Julia fährt mit ihm durch halb Europa, immer das Buchprojekt im Gepäck.

    Im New Yorker Stadtteil Queens des Jahres 2002 lebt ein anderes Ehepaar mit modernen Problemen: Die Wohnung ist laut, Julies Romanprojekt fand keinen Verleger und sie jobbt nun als Sachbearbeiterin. Amy Adams spielt die junge Frau unglamourös und leicht geknickt, aber auch zunehmend begeistert vom Kochen in der kleinen Küche. In ihrem Blog berichtet sie allabendlich von den Rezepten des Tages und von ihrem Alltag. Ihr Mann Eric, sympathisch gespielt von Chris Messina, schätzt ihr neues Hobby, darf er doch stets völlern wie im französischen Restaurant.

    Julie Powell bewundert Julia Child und fantasiert sie sich als eine Leitfigur, um selbst zu einem besseren Menschen zu werden. Doch die französische Kochkunst ist schwer, so schwer, dass Julie sich einmal in Tränen aufgelöst am Boden wälzt. Eine Ehekrise bleibt nicht aus. Und es darf kein einziges Rezept ausgelassen werden, also muss auch der Hummer ins kochende Wasser – kein Genuss für zarte Seelen. Nora Ephron fängt diese drastische Szene unverblümt, ja sogar noch mit Schnoddrigkeit unterstrichen ein. Ihr Talent für realistisches Erzählen durchzieht beide Handlungsstränge.

    Fazit: Meryl Streep spielt die amerikanische Koch-Ikone Julia Child in diesem sinnlichen, witzigen, wie auf sie zugeschnittenen Filmvergnügen.
  • Nach “Mammia Mia” eine neue Glanznummer für Meryl Streep: als Kultköchin Julia Child meistert sie die Herdplatte und inspiriert Amy Adams.

    Wir dürfen vorstellen: Julie Powell, Bestsellerautorin, Star-Bloggerin, Eheprofi. Dass die Texanerin vor ein paar Jahren New York im Sturm eroberte, verdankt sie einer Frau, mit der sie mehr als den fast identischen Vornamen verbindet: Julia Child. Die legendäre amerikanische TV-Köchin gab mit ihrem Leben und ihrem berühmtesten Buch über die französische Küche den Anstoß zu einer monumentalen Herausforderung. Julie nahm sich vor, in 365 Tagen alle 524 Rezepte von Julia nachkochen und ihre verrückten und komischen Erlebnisse mit sinkenden Soufflés, renitenten Hummern und einem Mann, den Sodbrennen und Julies Kochattacken plagen, in einem Blog zu begleiten. Das Kunststück aus diesen zwei Leben einen Film zu machen, der mit Herz und Humor unterhält, geht auf das Konto von Nora Ephron. Der Autorin von “Harry & Sally” und Regisseurin von “Schlaflos in Seattle” gelang hier ihre beste Komödie seit Jahren und der Brückenschlag zwischen Paris und New York. An der Seine, Ende der Vierzigerjahre, sucht Julia, Frau eines amerikanischen Regierungsangestellten, eine neue Herausforderung und findet sie in der Küche. In einer renommierten Kochschule, kritisch beäugt von Löffelprofis und einer Direktorenzicke, lernt sie das Einmaleins der französischen Küche und beginnt danach die jahrelange Arbeit an ihrem Kochbuch, das in Amerika Furore machen sollte. Am Hudson, über 50 Jahre später, steht auch Julie am Herd, jongliert mit Beruf, Beziehung und Boeuf Bourguignon, reift wie Julia vom Amateur zum Profi – zur Blog-Begeisterung einer wachsenden Internetfangemeinde. “Julie & Julia” bietet Zwiebel- und Butterberge, die Tränen kullern und Bäuche wachsen lassen. Glückliche Ehen, in denen es Verstimmungen nur im Magen gibt. Situationen und Figuren mit Witz und Charme. Und zwei Stars, die diese Kochkomödie ganz besonders köstlich machen. Die zauberhafte Amy Adams (“Nachts im Museum 2″) als Julie und Meryl Streep als unwiderstehlich komische und exzentrische Julia. Marvellous Meryl ist die Ehrenbezeichnung Streeps. Warum sie diese und ihre 16. Oscarnominierung verdient? Sehen sie selbst…

    Peter Koberger.

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