Johnny English - Jetzt erst recht Poster

Fakten und Hintergründe zum Film "Johnny English - Jetzt erst recht"

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Produktion: Die Wiedergeburt von English

Zwischen 1992 und 1997 trat der Komiker und Schauspieler Rowan Atkinson in den populären Werbespots eines britischen Kreditkarten-Unternehmens auf, in denen er einen vom Pech verfolgten Spion spielte. In dieser Zeit entwickelte er die Idee, diese Figur zum Helden eines Films zu machen. Das Konzept präsentierte er Tim Bevan und Eric Fellner, den Produzenten von Working Title Films, mit denen er schon seit einigen Jahren zusammenarbeitet. Mit ihnen entstanden Filme wie „Das lange Elend“ sowie die Blockbuster „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ und „Bean – Der ultimative Katastrophenfilm“. Im Jahr 2003 wurde „Johnny English“ zum großen, internationalen Kinoerfolg, der weltweit über 160 Millionen Dollar einspielte.

Inszeniert von Peter Howitt und produziert von Bevan, Fellner und Mark Huffam spielt Atkinson den Agenten Johnny English. Als Spezialagentin Lorna Campbell tritt die australische Schauspielerin Natalie Imbruglia auf. Bough, den komischen Partner von English, verkörpert der Komiker Ben Miller. In der Rolle des sehr französischen und sehr bösen Geschäftsmagnaten Pascale Sauvage ist der mehrfach für den Academy Award® nominierte John Malkovich zu sehen.

Anschließend ging Atkinson mit einer anderen seiner Figuren in die Filmfortsetzung, die so populär wurde wie das Original. „Mr. Bean macht Ferien” wurde 2007 zu einem weltweiten Kinoerfolg. Doch Atkinson wollte English noch nicht in Rente schicken. Er entwickelte eine Fortsetzung, deren Produktion 2010 begann.

„Vor vier Jahren haben wir mit Rowan einen zweiten ‚Bean’ gemacht“, erläutert Bevan. „Er dreht gerne alle vier, fünf Jahre einen Film, deswegen schien uns die Zeit richtig für eine Fortsetzung. Es war kein neuer Bond oder Bourne in Sicht, deswegen konnten wir Ende 2011 auf ein ziemlich freies Feld hoffen. Wir hatten auch das Gefühl, dass die Leute in Zeiten wie diesen gerne ein bisschen Komödie haben möchten.“

Abgesehen von den kommerziellen Gründen einer Fortsetzung der Agentenkomödie, sah das Team die Möglichkeit, im zweiten Teil einen neuen Ton zu finden. „‚Johnny English’ war enorm erfolgreich“, erläutert Chris Clark. „Für uns war English schon immer eine faszinierende Figur und wir sahen das Potenzial, Johnny in einer realistischeren Welt in spannendere Situationen zu bringen.“

Der britische Komiker, Autor und Schauspieler Hamish McColl, der mit Atkinson und Working Title Films bereits an „Mr. Bean macht Ferien“ gearbeitet hatte, schrieb das Drehbuch nach einer Geschichte des ausführenden Produzenten William Davies. „Seit ‚Johnny English’ haben Bourne und die neuen Bond-Filme das Genre verändert“, erläutert McColl. „Wir wollten die Fortsetzung zeitgemäßer und spannender ausfallen lassen.“ Die Komik blieb für den Autor dennoch wichtig. „Mein Ziel ist es, die Zuschauer mit diesem Film zu fesseln. Die Spannung soll sie in die Kinosessel drücken, die Komik soll sie aufspringen lassen.“

Für Atkinson erzählte „Johnny English“ eine Geschichte, die sehr ungewöhnlich für einen Agentenfilm war. Für die Fortsetzung wollte er einen realistischeren Ansatz, auf dem die Komik aufbaut. „Wir wollten ihn komisch machen, zugleich sollten sich die Zuschauer für die Figur interessieren“, erläutert Atkinson. „Wir wollten ein bisschen mehr Gefühl in den Charakter und das Dilemma von Johnny English investieren, damit das Publikum mit ihm mitleiden kann.“

Der Schauspieler fühlte sich wohl, nach acht Jahren wieder in die Schuhe von English zu schlüpfen. „Ich habe ihn immer gerne gespielt, mit all seiner Selbstgefälligkeit und der Fähigkeit, sein Können zu überschätzen“, erläutert Atkinson. „Es steckt etwas sehr Amüsantes in ihm. Ich fühle mich mit allen meinen Figuren sehr wohl, sei es Mr. Bean oder eine Figur wie Johnny English. Es fällt mir nicht schwer, in diese Rollen zurückzukehren.“

Während der Entwicklung des Drehbuchs wurde der britische Schauspieler und Regisseur Oliver Parker mit der Regie beauftragt. „Zunächst war ich nicht sicher, ob ich dabei genügend kreativen Spielraum haben würde“, erläutert Parker. „Aber nach dem Lesen des Drehbuchs war ich von der fantastischen Arbeit von Hamish begeistert.“

Nach einem Treffen mit Atkinson, McColl und den Produzenten war Parker sicher, dass alle die gleichen Vorstellungen hatten und der Film möglichst groß ausfallen sollte. „Die Welt der Spionage hat sich seit dem ersten Film verändert“, erläutert der Regisseur. „Man muss also nicht unbedingt nochmals die gleiche Melodie spielen. Der Stil des Films konnte neue kreative Impulse und Ideen vertragen. Das Drehbuch erzählt eine anspruchsvolle Geschichte, die als Thriller funktioniert. Die Herausforderung für mich lag darin, den Thriller mit Komödie zu verbinden. Wenn wir es richtig machen, würde der Thriller die Komik noch steigern.“

Atkinson war von der Arbeit mit Parker und McColl sehr angetan. „Es war schnell klar, dass die Chemie zwischen uns eine starke Verbindung war, gleichsam wie ein dreibeiniger Schemel, auf dem der gesamte Film aufgebaut werden konnte.“ Über den Drehbuchautor sagt Atkinson: „Hamish ist ein begabter Comedian und talentierter Autor. Aber das Wichtigste war, dass ich enorm gut mit ihm auskam. Er entwickelt Ideen, die mich amüsieren. Und hoffentlich findet er umgekehrt die Ideen von mir ebenfalls komisch.“ Die Arbeit mit seinem Regisseur beschreibt Atkinson so: „Oliver ist ein sehr geduldiger Mensch. Ich verliere schnell das Selbstvertrauen und stelle alles in Frage, was die Arbeit für einen Regisseur schwierig und frustrierend macht. Glücklicherweise behielt Oliver stets seine Laune, verlor nie ein böses Wort und versicherte mir, dass der Film rechtzeitig fertig wird und im Budget bleibt. Man kann wunderbar mit ihm arbeiten und, was noch wichtiger ist, er hat einen guten Sinn für Humor und ein gutes Gespür für Momente, die schiefgehen. Was kann man mehr von einem Regisseur verlangen?“

Der Produzent sagt über die Arbeit: „Es war faszinierend, Rowan bei der Arbeit zu beobachten, egal ob vor oder hinter der Kamera“, erläutert Clark. „Er ist unglaublich talentiert, entschlossen und aufmerksam. Auf der persönlichen Ebene war es befriedigend zu erleben, wie die Leidenschaft und Vision, die wir für dieses Projekt hatten, umgesetzt wurden. Außerdem war es eine faszinierende Erfahrung zu sehen, wie Rowan mit seinen hochkarätigen Kollegen Gillian, Rosamund und Dominic gearbeitet hat.“

Produktion: Die Besetzung

Für die Besetzung von „Johnny English – Jetzt erst recht” wurde Authentizität zum Schlüsselwort. „Ich wollte ein Team, das mit Daniel Craig auch einen Bond-Film hätte drehen können“, erklärt Parker. „Ich wollte eine Welt, in der die Agenten glaubhaft starke Fähigkeiten besitzen. Das setzt Johnny viel mehr unter Druck – und bringt uns mehr Spaß, wenn er wieder alles falsch macht.“

Die Rolle von Pamela Thornton, der strengen Chefin des MI7, übernimmt Gillian Anderson, die mit ihrer bahnbrechenden Rolle als Spezialagentin Dana Scully im weltweiten Erfolg „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“ berühmt wurde und auch für „Bleak House“ glänzende Kritiken bekam.

Als großer Fan von Atkinson war Anderson begeistert von dem Rollenangebot. „Beim ersten Film habe ich bereits beim Vorspann gelacht und nicht mehr aufgehört“, erinnert sich die Schauspielerin. „Rowan hat dieses gewisse Timing und ich finde ihn unendlich komisch. Die Chance, in einer derart großen Komödie zu spielen und Rowan bei der Arbeit zu beobachten, konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.“ Ihr Partner gibt das Kompliment zurück: „Gillian spielt diese Pamela mit Härte, Glaubwürdigkeit und Biss“, erläutert Atkinson. „Man glaubt sofort, dass diese Frau die Zügel fest in der Hand hält, dass sie keine Gefangenen macht und keinerlei Dummheiten von Johnny English toleriert.“

Die Rolle von Kate Sumner, der Verhaltenspsychologin des MI7, spielt Rosamund Pike, die für ihre Vielseitigkeit in „Stolz & Vorurteil“, „An Education“, „We want Sex“ und zuletzt „Barney’s Version“ glänzende Kritiken bekam. Den Filmemachern war es wichtig, dass die Zuschauer die romantische Verbindung zwischen der besorgten Kate und dem ungelenken English glauben konnten – und Pike war dafür die perfekte Besetzung.

Dazu erläutert Parker: „Johnny hat auf vielen Gebieten seine Schwächen, aber er ist auch sehr loyal. Man ahnt, dass in ihm das Zeug zum Helden steckt. Und Kate erkennt diese Seite. Rosamund hat als Schauspielerin dieses großartige Talent zu zeigen, wie Leute funktionieren. Man spürt, dass sie von den Marotten von Johnny fasziniert ist. Diese Neugier und ihr Mitgefühl machen ihre Romanze glaubhaft.“

Für Atkinson stattet Pike die Rolle mit echtem Einfühlungsvermögen aus. „Sie muss sich in diesen totalen Tollpatsch verlieben“, erläutert Atkinson. „Das ist nicht einfach zu spielen, wenn man es mit jemandem zu tun hat, der so offenkundige Schwächen hat wie Johnny. Rosamund gelingt es, in ihm einen Typen zu entdecken, der anständig ist, der es gut meint und der hartnäckig versucht, sein Bestes zu geben.“

Zur Vorbereitung beschäftigte sich Pike intensiv mit Verhaltenspsychologie, zu ihrer Lektüre gehörten Bücher des FBI und des Verhaltensforschers Desmond Morris. „Es ist ein faszinierendes Gebiet“, erläutert sie. „Der Job von Kate besteht darin, für den MI7 die Mimik von Menschen zu analysieren und ihr Verhalten zu interpretieren. Mit Johnny, seinem seltsamen Gesichtsausdruck und der merkwürdigen Körpersprache, findet sie ein spannendes Studienobjekt. Sie erkennt, dass er in seinem Herzen ein ehrlicher Typ ist, was sie erfrischend und bewundernswert findet.“

Den ultimativen Helden von English, Agent Simon Ambrose (Agent One), spielt Dominic West, der als cleverer Ermittler Jimmy McNulty in der HBO-Erfolgsserie „The Wire“ populär wurde. „Wir benötigten ein Musterbeispiel des klassischen Agenten, den Johnny bewundert und dem er sich ohne Zögern unterordnet“, erklärt Parker. „Dominic besitzt so viel Charisma und Witz, dass man ihm den Bösewicht ebenso abnimmt wie den neuen Bond.“

West machte mit 15 Jahren seine erste Bekanntschaft mit Atkinson als er eine One-Man-Show von ihm sah. „Ich habe Rowan seit langem bewundert“, erläutert der Schauspieler. „Es ist faszinierend, ihn bei der Arbeit zu beobachten und zu erleben, wie präzise und konzentriert er vorgeht. Er arbeitet methodisch und äußerst genau“.

Über seinen Kollegen sagt Atkinson: „Dominic verleiht dieser Rolle eine große Glaubwürdigkeit. Er macht sie zu einer heldenhaften, schneidigen und charmanten Figur. Johnny investiert unglaublich viel Zeit, um seinem Helden zu huldigen – was natürlich nicht immer ganz berechtigt ist.“

Als knifflig erwies sich die Suche nach dem passenden Darsteller von Agent Tucker, dem Sidekick von English. Gesucht wurde ein junger Schauspieler, der die neue Welt des MI7 repräsentiert, die im Kontrast zu den altmodischen Geheimdienst-Vorstellungen von English steht. Nach einem umfangreichen Casting fand man die richtige Besetzung mit dem britischen Schauspieler Daniel Kaluuya, der durch die Erfolgsserie „Skins – Hautnah“ von Channel 4 bekannt wurde. Vor kurzem bekam Kaluuya einen Evening Standard Award und den The Critics’ Circle Theatre Award als bester Newcomer für seine Rolle in „Sucker Punch“ von Roy Williams am Royal Court Theatre.

Als Parker ihn in dieser Vorstellung sah, wusste er, dass er seinen Tucker gefunden hatte. „Die Energie von Daniel ist unglaublich. Er reagiert sehr schnell und besitzt eine große Leichtigkeit in seiner Darstellung“, erläutert Parker. „Daniel ist enorm vielseitig und ein natürliches Komiker-Talent. Für mich war er perfekt für diese Rolle.“

Atkinson sagt über seinen Partner: „Daniel ist wunderbar liebenswert und gleichzeitig einfühlsam. Wir suchten jemanden, der glaubhaft alle Missgeschicke bei der Arbeit mit Johnny English erträgt und toleriert. Daniel gelingt das enorm gut.“

Kaluuya war von der körperorientierten Komik von Atkinson begeistert. „Rowan ist ein großartiger Komödiant und wenn man mit ihm arbeitet, weiß man auch warum. Bei seiner Komik geht er mathematisch und logisch vor. Er will den bestmöglichen Film erreichen, aber nicht für sein Ego oder den Ruhm, sondern um das ganze Potenzial der Arbeit auszuschöpfen. Es ist inspirierend zu erleben, wie jemand so hart arbeitet.“

Die Rolle von Patch Quartermain, des an den Rollstuhl gefesselten Waffenexperten des MI7, spielt Tim McInnerny. Er stand vor 16 Jahren zum letzten Mal mit Atkinson für „The Black Adder“ vor der Kamera. „Unser Wiedersehen war schon ein bisschen seltsam, aber es war natürlich auch großartig“, erläutert McInnerny. „Wir verstehen uns ohne viele Worte, was die Sache so amüsant macht.“

Vor den Dreharbeiten gönnten Parker und Atkinson sich den Luxus ausgiebiger Proben. „Ich finde Proben für jeden Film wichtig“, erläutert Clark. „Rowan legt ganz besonderen Wert darauf, für ihn gehören Proben zu einem wichtigen Prozess seiner Arbeit. Dabei lassen sich die Möglichkeiten der Komödie entdecken – und wie weit man gehen kann.“

Produktion: Drehorte und Design

Der preisgekrönte Produktionsdesigner Jim Clay, der für seine Arbeit an „Children of Men” von Alfonso Cuarón einen BAFTA erhielt, war verantwortlich für das authentische Aussehen des Films.

„Jim ist einfach nicht in der Lage, ein kleines Szenenbild zu entwerfen“, lacht Parker. „Er hatte eine sehr üppige, detailgenaue Vision des Films und denkt dabei immer an das große Bild. Johnny English in eine imposante Kulisse zu stecken macht die Sache sofort aufregend. Auch wenn wir keine anderen Filme nachahmen, wäre es bisweilen schon eine interessante Vorstellung, wie sich ein Bond in diesen Kulissen von Johnny English wohl gemacht hätte.“

Für die Kostüme war Beatrix Pasztor verantwortlich, zu deren gefeierten Arbeiten unter anderem „Good Will Hunting – Der gute Will Hunting“ und „Vanity Fair“ gehören. „Beatrix besitzt ein großartiges Gespür”, erläutert Parker. „Sie entdeckt in jeder Figur ihre Individualität und verleiht den Kostümen einen großen Glanz.“ Für die Kamera war Danny Cohen verantwortlich, der für seine vielgelobte Arbeit bei „The King’s Speech“ für den Academy Award® nominiert wurde. „Danny hat eine fantastische Energie und einen großartigen Stil“, kommentiert Parker. „Er ist immer einfallsreich und furchtlos in seinem Ansatz.“

Nach 13 Wochen Dreharbeiten in Großbritannien zog die Produktion nach Hongkong und in die französischen Alpen. In England drehte man in den Ealing Studios sowie im Gillette Building in West London. Das denkmalgeschützte Art Deco-Gebäude diente einst als europäisches Hauptquartier von Gillette und steht heute leer.

Die letzten zwei Wochen des Drehs fanden in Hongkong und Macau statt. „Film ist schon eine komische Sache. Man benötigt nur eine große Kulisse – und plötzlich befindet man sich in einem größeren Film“, kommentiert Bevan. „Das hat im ersten Film gefehlt, deswegen haben wir mit Hongkong und den Alpen bewusst einige Schauplätze gewählt, die den ganzen Film größer aussehen lassen.“

Der Produktionsdesigner Clay ergänzt: „Hongkong bot einen echten Kontrast zum Rest des Films. Unsere Welt des MI7 ist glatt und kalt. In Hongkong hingegen dominieren bunte Farben das Bild. Das bietet eine ganz andere Kulisse für Johnny.“

Über die Möglichkeiten, die Hongkong als Schauplatz bietet, sagt Parker: „Wir haben eine Kampfszene auf einem Ponton im Hafen von Hong Kong und im Hintergrund sieht man die mächtigen Wolkenkratzer der Stadt. Es war aufregend, Johnny in solch eine pulsierende, nicht ganz ungefährliche Umgebung zu stecken und zu sehen, wie er damit zurecht kommt.“

Zu den Schauplätzen in Hongkong gehört das Dach des berühmten Chungking Mansions, wo die Verfolgungsjagd von Ling und English stattfindet. Weil der Zugang nur durch eine kleine Luke möglich war, wurde die Ausrüstung mit einem eigens installierten Kran von der Straße auf das Dach gebracht. Die Szenen mit der Yacht und dem Ponton entstanden im neuen Hafen des Yau Ma Tei Typhoon Shelter. An den letzten beiden Drehtagen in dieser Region zog die Produktion nach Macau, wo im Grand Lisboa Hotel die Casino-Szenen entstanden.

Eine reduzierte Crew zog für fünf Tage nach Megève in die französischen Alpen. Dort entstanden die Szenen mit der Seilbahn sowie die Ski- und Fallschirmsequenzen, bei denen Johnny abermals todesmutig flieht.

Produktion: Stunts und Gadgets

Atkinson fand, dass für seine Rückkehr als Johnny English ein bisschen mehr Training als bei seinem ersten Abenteuer erforderlich war. Wenngleich für die größeren Stunts ein Double eingesetzt wurde, war Atkinson an allen Stunt-Szenen auf gewisse Weise beteiligt. Er sinniert: „Wir hätten die Actionszenen beim ersten Film vor acht Jahren machen sollen und dafür diesmal weniger Action bieten. Es war eine ziemliche Herausforderung und oft wurde ich überrascht – trotz der Anwesenheit eines extrem guten Stunt Doubles. Aber ich habe überlebt und der Film ist fertig.“

In einer Stunt-Sequenz fährt Atkinson mit dem motorisierten Rollstuhl von Quartermain sehr schnell auf der Mall vor dem Buckingham Palace, um vor dem Geheimdienst zu fliehen. „Wir haben die klassische Verfolgungsjagd gemacht, mit dem Unterschied, dass wir English nicht in einem Auto, sondern einem Rollstuhl durch London rasen lassen“, erläutert Parker. „Rowan beherrscht das Pokerface meisterhaft. Eine Verfolgungsjagd mit ihm sorgt für eine echte Frische, die Komödie und Spannung bestens verbindet.“

Das Studio musste überredet werden, Atkinson diesen Stunt zu erlauben. „Der Schwerpunkt eines Rollstuhls liegt sehr hoch. Kurven fahren, bremsen und insbesondere beschleunigen können ziemlich gefährlich werden“, erinnert sich Atkinson. „Wir wollten einen starken Rollstuhl, unser Exemplar bringt es auf eine Geschwindigkeit von 70 bis 80 Kilometer pro Stunde.“ Die Effektabteilung baute vier Rollstühle, die je nach Anforderung der Szenen modifiziert wurden.

Kein Agentenfilm wäre ohne technische Spielereien vollständig. Von Quartermain erfährt English von seiner Spezialausrüstung für die Mission, zu der auch sein Auto gehört. Atkinson hatte schon immer ein besonderes Interesse an Autos und suchte nach einem sehr britischen Fahrzeug, nach etwas ganz Besonderem, das nicht zu kaufen war. „Ich wusste, dass Rolls-Royce vor einigen Jahren diesen phänomenalen 9 Liter V16 Motor entwickelt hatte. Wir haben uns an Rolls gewandt und man war so freundlich, für uns einen Rolls-Royce Phantom mit einem 9 Liter V16 Motor auszustatten. Dieses Auto besitzt erstaunliche Fähigkeiten und läuft außergewöhnlich gut. Es verfügt nicht nur über diesen großartigen Motor, sondern steckt voller technischer Spielereien, um die Bösewichter zu eliminieren.“

Es war wichtig, dass all die technischen Spielereien und Stunts nicht den Weg auf die größte Geheimwaffe des Films verstellen: Atkinson. Über seinen Darsteller sagt Regisseur Parker: „Das Großartige bei der Arbeit mit Rowan ist, dass er mit kleinsten Gesten große Wirkung erzielt: Ob er eine Augenbraue hochzieht oder mit den Augen rollt. Gleichzeitig funktioniert er auch in der Totalen, weil sein ganzer Körper zu einer komischen Kreation werden kann. Rowan hat einen extrem analytischen Zugang zur Komödie, der ganz außergewöhnlich und durchdacht ist. Er kann einen Witz brillant analysieren und ebenso großartig aufbauen Der Schlüssel für die Arbeit mit Rowan liegt darin, ihm genügend Raum zu geben, um diese Dinge wachsen zu lassen.“

Produktion: Der Sound von English

Mit der Musik für den Komödien/Spionage-Thriller wurde der preisgekrönte Komponist Ilan Eshkeri beauftragt, der seit langem auch für Matthew Vaughn arbeitet. Parker entschied sich für den Musiker, weil er vom breiten Spektrum seiner Kompositionen beeindruckt war. Unter anderem schrieb Eshkeri die Musik zu „Layer Cake“ und „Kick-Ass“ von Matthew Vaughn und für James McTiegues „Ninja Assassin”. Zudem komponierte er die Musik für das Fantasy-Abenteuer „Der Sternwanderer“ und das Kostümdrama „Young Victoria“ von Jean-Marc Vallée.

„Ilan zündet einige Feuerwerke in seinen Scores”, erläutert Parker. „Er muss von voller Action zu feiner Komik wechseln, von aufkeimender Romantik zu Slapstick – und das gelingt ihm mit Witz und Stil“.

Ein spektakulärer Spion-Film benötigt einen schlagkräftigen Titelsong – das haben Duran Duran und John Barry mit „James Bond 007 – Im Angesicht des Todes” und Tina Turner mit „James Bond 007 – GoldenEye“ eindrucksvoll demonstriert. Zum Titelsong von „Johnny English – Jetzt erst recht“ wurde „I Believe in You“ des preisgekrönten Komponisten und Produzenten „EG” White, das von Singer/Songwriter Rumer gesungen wird.

White hat für Superstars wie P!nk, Kylie Minogue, Adele, Joss Stone und Duffy gearbeitet, die für die Brit Awards nominierte Rumer gilt als britisches Stimmwunder. Kurioserweise bedeutet der Film die zweite Zusammenarbeit von Atkinson und Rumer: Als mittellose Künstlerin arbeitete sie in einem Apple Store und verkaufte dem Schauspieler einen Laptop.

„Es ist wunderbar, mit welch müheloser Grazie und Weiblichkeit wir durch die Titel getragen werden“, schwärmt Parker von der Stimme von Rumer. „’I Believe You“ von EG ist ein exzellenter Song und eine große Bereicherung für den Film: Leidenschaftlich, anspruchsvoll und zärtlich. Wir alle glauben an Johnny.“