Jack Ryan: Shadow Recruit

  1. Ø 3
   2013
Jack Ryan: Shadow Recruit Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Jack Ryan: Shadow Recruit: Neustart für Tom Clancys Kultfigur mit Chris Pine als Jack Ryan, der sich als CIA-Agent in Moskau erste Sporen verdienen muss.

Nach jahrelanger Ausbildung als Wirtschaftsanalyst der CIA entdeckt Jack Ryan an seinem Arbeitsplatz, einer Broker-Firma an der Wall Street, verdächtige Konten, die ihn und seinen CIA-Mentor William Harper zur Überprüfung nach Moskau führen. Doch Ryan ahnt nicht, welche Opfer er für die Enttarnung der Verschwörung des russischen Magnaten Viktor Cherevin bringen muss. Um Amerika vor einer Terrorattacke zu schützen, wird Ryan erstmals töten und seine britische Verlobte, die Ärztin Cathy, in Lebensgefahr bringen.

Jack Ryan wird nach jahrelanger Ausbildung ausgewählt, in Moskau einen größenwahnsinnigen Verbrecher zu stellen. Reboot des Hit-Franchises, das Chris Pine als noch unerfahrenen CIA-Agenten auf seinen ersten Einsatz schickt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der bislang schwächste Film um CIA-Agent Jack Ryan. Ein Gut-Gegen-Böse-Thriller von vorvorgestern, der dem Titelhelden keinerlei neue Impulse verleiht.
  • Der russische Oligarch Viktor Cherevin (Kenneth Branagh) plant einen Terroranschlag, der die Wirtschaftsmetropolen der Welt zusammenbrechen lassen soll. Doch CIA-Agent William Harper (Kevin Costner) hat eine Waffe gegen den drohenden globalen Finanzterror: Der smarte Ex-Soldat Jack Ryan (Chris Pine) ist ein Spezialagent mit Ausbildung zum Finanzanalysten und Undercover-Erfahrung an der Wall Street. Nach einem lebensgefährlichen Afghanistan-Einsatz hat Jack sich bewusst für einen Bürojob entschieden und keine Lust auf einen weiteren hochriskanten Außeneinsatz. Harper gelingt es, Jack zu überreden. In Moskau trifft er auf den eiskalten Cherevin, der die internationale Finanzkrise bereits ins Rollen und damit die ganze Welt in Gefahr gebracht hat. Viele Möglichkeiten bleiben Jack nicht, und in dem undurchdringbaren Konstrukt aus Verschwörung und Lügen kann er sich nur auf sich selbst und seine Intelligenz verlassen. Vertrauen wird zur Illusion, Täuschung zum Spiel und auch die Liebe zu seiner Frau Cathy (Keira Knightley) auf eine harte Probe gestellt … Auf einem Wahnsinnstrip zwischen Moskau und Amerika muss Jack sich fragen, ob er wirklich die richtige Entscheidung getroffen hat. Nach berühmten Kollegen wie Alec Baldwin, Harrison?Ford und Ben Affleck überzeugt Chris Pine als kluger, cooler Einzelkämpfer, der mit den Problemen der heutigen globalisierten Welt konfrontiert wird. Der Anfang einer neuen Ära!

    Fazit: Debüt für Chris Pine als mega-cooler CIA-Agent von dem Regisseur von „Thor“.
  • "Jack Ryan: Shadow Recruit" ist ein solider Actionthriller, flott inszeniert und gefilmt vor der beeindruckenden Kulisse der russischen Hauptstadt Moskau. Die Hauptfigur ist CIA-Agent Jack Ryan, Protagonist zahlreicher Romane des US-amerikanischen Autors Tom Clancy. In Kenneth Branaghs ("Viel Lärm um nichts", "Thor") Adaption der literarischen Vorlage wird Ryan von Chris Pine gespielt, der nach seinen beiden Auftritten als der neue Captain Kirk in "Star Trek" und "Star Trek Into Darkness" von J.J. Abrams wieder einmal den cleveren Actionhelden gibt und sich nicht nur auf körperliche Attribute, sondern vor allem auf seine Intelligenz verlassen kann. Er reiht sich damit in eine illustre Riege von Kollegen ein, die die Figur des Jack Ryan in der Vergangenheit gespielt haben: Alec Baldwin 1990 in "Jagd auf Roter Oktober", Harrison Ford 1992 in "Die Stunde der Patrioten" und 1994 in "Das Kartell" sowie Ben Affleck 2002 in "Der Anschlag".

    "Shadow Recruit" spielt zwar in der Gegenwart, erzählt aber dennoch das erste Kapitel der Geschichte Jack Ryans. Über chronologische Unstimmigkeiten muss man hinwegsehen, bei dem Film handelt es sich um einen Reboot der Reihe. Ryan kommt, nachdem er im Afghanistan-Krieg schwer verletzt wurde, als junger Analyst zur CIA und wird bald schon zu seinem ersten operativen Einsatz nach Moskau geschickt. Es geht um Cyberterrorismus, Insiderhandel an der Börse und einen Angriff auf das internationale Finanzwesen. Regisseur Kenneth Branagh fängt die Handlung in einigen sehenswerten Bildern ein, in denen sich die russische Hauptstadt von ihrer besten Seite zeigt. Zudem steht er in der Rolle des Antagonisten vor der Kamera: Wie Branagh den Oligarchen Viktor Cherevin spielt, zählt zum Besten, was "Shadow Recruit" zu bieten hat. Die Auftritte der beiden anderen namhaften Schauspieler im Cast, Kevin Costner ("Der mit dem Wolf tanzt", "Waterworld") und Kira Knightley ("Fluch der Karibik", "Anna Karenina"), sind dagegen eher Geschmackssache.

    Die Story des Films ist trotz des modernen Settings typischer Tom-Clancy-Stoff: Es gibt den bösen Russen, die Agenten der CIA sind die die Guten und die Wall Street ist das schützenswerte Opfer. Ambivalent ist daran rein gar nichts, nicht einmal ansatzweise – dabei haben sich Geheimdienste und Banken in der jüngsten Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Doch moralische Graustufen kennt der Film nicht, und das ist das größte Problem der Geschichte, die "Shadow Recruit" im Rahmen eines durchaus kurzweiligen Plots erzählt.

    Bei so viel Schwarz-Weiß-Malerei wird frappierend deutlich, dass Tom Clancys fiktive Welten einfach nicht mehr zeitgemäß, seine Romane Relikte des Kalten Krieges sind. Der enorm erfolgreiche Schriftsteller, der letztes Jahr verstarb, wuchs in einer Ära auf, in der Russland und der Kommunismus das Feindbild Nr. 1 in den USA darstellten. Sein erster Roman "Jagd auf Roter Oktober" erschien 1984. Damals wusste man im Kino noch, wer die Guten und wer die Bösen waren, doch diese Weltanschauung ist aus heutiger Sicht ideologisch ebenso wie dramaturgisch überholt.

    Deshalb muss die Frage erlaubt sein, ob es nicht die Aufgabe eines zeitgemäßen Remakes gewesen wäre, an der starren ideologischen Haltung der Literaturvorlage zu rütteln. Gerade bei einem Regisseur wie Kenneth Branagh, der doch eher für anspruchsvolles Kino steht. Mit "Jack Ryan: Shadow Recruit" liefert er einem Film ab, in dem die CIA die Wall Street rettet – alles gut, Happy End. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt einen unterhaltsamen Actionstreifen präsentiert. Wer jedoch von einem Film – und gerade von einem politischen Thriller – auch einen glaubwürdigen Kommentar zur geopolitischen Lage oder zum Zustand einer Gesellschaft erwartet, sollte seine Erwartungen lieber drosseln.

    Fazit: "Jack Ryan: Shadow Recruit" ist ein gut gemachter Actionthriller, der allerdings trotz des modernen Settings dramaturgisch sowie ideologisch altbacken daher kommt und dem man leider allzu sehr anmerkt, dass die Literaturvorlage des US-Autors Tom Clancys noch aus den Zeiten des Kalten Krieges stammt.
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