Ich war noch niemals in New York

   Kinostart: 17.10.2019

Ich war noch niemals in New York: Verfilmung des Udo Jürgens-Musicals über eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York.

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„Ich war noch niemals in New York“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Verfilmung des Udo Jürgens-Musicals über eine romantische, turbulente und (un)freiwillige Kreuzfahrt nach New York.

Für die erfolgsverwöhnte Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg (Heike Makatsch) steht die Karriere an erster Stelle. Ihre Prioritäten ändern sich jedoch, als ihre Mutter Maria (Katharina Thalbach) einen Unfall mit Gedächtnisverlust erleidet. Die betagte Dame kommt ins Krankenhaus und alles, woran sie sich noch erinnern kann, ist, dass sie noch nie in New York war. Kurzerhand türmt die Seniorin und schmuggelt sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes.

Lisa macht sich sofort auf die Suche nach der flüchtigen Maria. Gemeinsam mit ihrem Maskenbildner Fred (Michael Ostrowski) gelingt es, den blinden Passagier auf der „MS Maximiliane“ aufzuspüren. Bevor Maria zurück nach Hause gebracht werden kann, legt der Luxusdampfer allerdings ab und plötzlich befinden sich die drei tatsächlich auf dem Weg nach New York. Die Reisekosten müssen die drei blinden Passagiere abarbeiten.

An Bord läuft Maria dem Eintänzer Otto (Uwe Ochsenknecht) über den Weg, der vorgibt, sie zu kennen – daran kann sich Maria allerdings nicht erinnern. Auch Fred wird der Kopf verdreht: vom Show-Zauberer Costa (Pasquale Aleardi). Letztendlich erwischt es auch Lisa, die sich zwar sträubt aber letztendlich doch dem Charme von Axel (Moritz Bleibtreu) erliegt…

„Ich war noch niemals in New York“ – Hintergründe

Basierend auf dem gleichnamigen Musical von Stage Entertainment verfilmte Regisseur Philipp Stölzl den Stoff einer ungewöhnlichen Kreuzfahrt und lässt die Songs des beliebten deutschen Komponisten und Musikers Udo Jürgens († 2014) wieder aufleben.

In den Hauptrollen sehen wir Katharina Thalbach, die zuletzt an der Seite von Matthias Schweighöfer und Florian David Fitz in „100 Dinge“ zu sehen war, ihre Film-Tochter wird verkörpert von Heike Makatsch („Tatsächlich Liebe“). Außerdem dabei Moritz Bleibtreu („Abgeschnitten“) und Uwe Ochsenknecht  („Vielmachglas“).

Der unterhaltsame Musikfilm „Ich war noch niemals in New York“ startet am 17. Oktober 2019 in den deutschen Kinos.

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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Die Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsmusicals, basierend auf den Hits von Udo Jürgens: Ein charmant bunter und lebensbejahender Liebesreigen auf hoher See.

      Lisa Wartberg ist die Starmoderatorin einer erfolgreichen Promishow. Zumindest denkt sie das. Aber die Einschaltquoten sind schlecht. Und auch Lisa steht kurz davor, ihren Job zu verlieren. Eigentlich sollte sich Lisa nun ganz auf die Karriere konzentrieren. Doch genau das funktioniert nicht, weil Lisas Mutter, Maria, nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat und plötzlich nur ein Ziel kennt: Sie will nach New York reisen, weil sie dort noch niemals war. Als sich Maria dann als blinder Passagier auf ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff schmuggelt und Lisa in Begleitung ihres Maskenbildners ebenfalls auf der MS Maximiliane landet, ist das Chaos vorprogrammiert. Und die Anwesenheit eines lebenserfahrenen Eintänzers, eines charmanten Bordzauberers und eines ordnungsliebenden Witwers nebst Sohn sorgen für große Gefühle. Die Verfilmung des gleichnamigen Musicals, basierend auf den großen Hits von Udo Jürgens, ist als von der ersten Minute an schillernd, bunt und rasant. Die Kulissen strahlen in Pastellfarben, alles wirkt wie in einer riesigen Theaterinszenierung - und doch darf man sich als Zuschauer sofort in die Szenerie eingebunden fühlen. Das liegt auch an der erstklassigen Besetzung mit Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Katharina Thalbach, Uwe Ochsenknecht und vielen anderen, die die bekannten Lieder von Udo Jürgens mit viel Verve darbieten und sich voller spielerischer Innbrunst und sprühendem Witz in ihre Rollen werfen. Die Liedtexte bilden den Rahmen der Handlung und werden geschickt variiert und arrangiert. Und neben all den lustigen Verwicklungen und den musicalgleichen Choreographien, die Philipp Stölzl und sein Team geschickt in Szene setzen, sind es Lieder wie „Merci, Cheri“, „Und immer wieder geht die Sonne auf“ oder eben auch „Ich war noch niemals in New York“, die mit ihren großartigen Texten und ihrem Gefühl den romantischen und auch nachdenklichen Kern der Geschichte bilden. ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK ist ein Film voller Lebensfreude und Spaß über das Suchen und Finden der Liebe. Ein Film, der nicht nur Fans des gleichnamigen Musicals und Udo Jürgens glücklich machen wird.

      Jurybegründung:

      Das Musical „Ich war noch niemals in New York“ mit den Liedern von Udo Jürgens war auf deutschen Theaterbühnen bereits ein großer Erfolg. Als die Musical-Verfilmung des Publikumslieblings beschlossen wurde, war klar, dass die entsprechenden Erwartungen auch einer filmischen Adaption gerecht werden müssen. Drehbuchautor Alexander Dydyna und Co-Autor Philipp Stölzl, der auch die Regie übernahm, erlagen zum großen Glück nicht der Versuchung, eine filmische Kopie des Musicals zu realisieren. So ist es ein eigenständiger Film geworden, der die Grundzüge der Handlung mit Einbeziehung der Hauptprotagonisten in veränderten Ausgangslagen präsentiert.

      Die erfolgsverwöhnte und zickige Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg versucht ihre Mutter Maria, die nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren hat, vom Ozeandampfer Maximiliane Richtung New York zu holen. New York war als Marias Lebenswunschziel noch in ihrem Kopf verblieben. Die Verbindung und Knoten zur Zusammenführung der drei Liebespaare werden im Gegensatz zum Musical erst auf dem Schiff geschnürt. Otto entpuppt sich als erste große Liebe der damals 17jährigen Maria und als Vater von Lisa. Lisa selbst lernt den um seine verstorbene Frau trauernden Axel Staudach und seinen Sohn auch erst auf dem Schiff kennen- und lieben, genau wie auch Lisas Maskenbildner Fred, der dem griechischen Bordzauberer Costa auf hoher See verfällt. Mit sicherer Hand inszeniert Philipp Stölzl das märchenhafte, teils auch bewusst überdrehte Spiel um Trauer und Liebe, Freundschaft und Lebensfreude. Die textliche Qualität der Dialoge in den Sprachsequenzen ist teils heiter, teils berührend, und führt mit präziser Montage stets perfekt in die Musical-Sequenzen über. Mit Heike Makatsch als Lisa, Moritz Bleibtreu als Axel, Uwe Ochsenknecht als Otto und die sehr präsente Katharina Thalbach als Maria besitzt der Film eine hervorragende Besetzung, die mit Lust und Freude ihre Parts zu singen und zu tanzen vermag. Dies entsprechend ihrem doch unterschiedlichen choreografischen und gesanglichen Potential, was das ganze Spektakel aber noch sympathischer macht. Nicht zu vergessen auch die Leistungen von Michael Ostrowski als Fred, Pasquale Aleardi als Costa und der kleine Marlon Schramm als Axels Sohn Florian. Erlaubt sei aber auch auf das darstellerische Gefälle bei den Randfiguren in den Massenszenen hinzuweisen, die hier die Jury nicht in jeder Sequenz überzeugen konnten. Die Kameraführung, Ausstattung, Maske und Kostüme gehören zu den weiteren gelungenen handwerklichen Leistungen. Bleibt noch das Wichtigste: Die berühmten Ohrwürmer von Udo Jürgens wurden nicht nur szenisch passend eingefügt, sondern bereichern die Musical-Ebene durch textliche und musikalische Arrangements mit sehr reizvollen Variationen.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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