Hot Tub Time Machine 2

  1. Ø 1
   2014
Hot Tub Time Machine 2 Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Hot Tub Time Machine 2: Fortsetzung der lustvoll durchgeknallten Hitkomödie, in der ein Mordanschlag die unglücklichen Helden in die Zukunft treibt, um dort das Schicksal zu korrigieren.

Obwohl Partytier Lou dank der unglaublichen Zeitreise in die 1980er Jahre zum Konzernchef und Kumpel Nick zum Popstar aufstieg, sind die Freunde wie auch Lous Sohn Jacob, der seinen Vater verachtet, unglücklich. Ein Attentat auf Lou zwingt das Trio zu einer erneuten Zeitreise im Whirlpool, um den blutigen Ausgang zu verhindern. Doch dieses Mal landen sie nicht in der Vergangenheit, sondern in einer Zukunft, in der Außenseiter Jacob ein Star ist und seine beiden Begleiter vergessene Erfolgsgeschichten sind.

Ein Mordanschlag treibt die Helden des ersten Teils in die Zukunft, um dort das Schicksal zu korrigieren. Fortsetzung der lustvoll durchgeknallten Hitkomödie, zwar ohne John Cusack, aber wieder voll herrlich schrägem Humor.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Ein abgeschossenes Genital, eine TV-Show in welcher zwei Männer zur gegenseitigen Penetration gezwungen werden und in Richtung Kamera gehaltene Sperma-Fontänen: Das sind die Zutaten für die krude Fortsetzung des grobschlächtigen Comedy-Erfolges "Hot Tub Time Machine – Der Whirlpool ist ‘ne verdammte Zeitmaschine", der 2010 vor allem im Heimkino zu einer Art Kultkomödie avancierte. Fünf Jahre später stehen nun einmal mehr dieselben Schauspieler vor der Kamera, um die Geschichte um eine durch die Zeit reisende Männerclique fortzusetzen. Der Einzige, der fehlt, ist John Cusack – und hat damit wohl das richtige Näschen bewiesen. Denn das, womit Regisseur Steve Pink in seinem Sequel Lacher zu generieren versucht, spielt sich nicht bloß unangenehm weiter unter der Gürtellinie ab, als jedweder Adam-Sandler-Klamauk, sondern ist obendrein ein Sammelsurium homophober und frauenfeindlicher Szenarien, die auch mit genügend Abstand kaum zu tolerieren sind.

    Dabei ist "Hot Tub Time Machine 2" nicht völlig frei von humoristischem Potenzial. Steve Pink beginnt seine Komödie, indem er die sich durch Teil eins erschlossenen Lebenswege der Hauptfiguren pointiert zusammenfasst und damit sogleich ihre charakterlichen Tiefen hervorhebt. Das ist auch nötig, denn mit der eher übersichtlichen Kinoverbreitung des ersten Teils gehört das Wissen um die Figuren keinesfalls zur Allgemeinbildung. Darüber hinaus erschließt sich der zweite Teil zudem auch einem ungeahnten Publikum; eigentlich die idealen Voraussetzungen, um die Gruppe der potenziellen Franchise-Liebhaber noch weiter auszubauen. Doch schon mit dem Ausgangskonflikt folgen erste Zweifel an der inhaltlichen Qualität: Unter massiver Zuhilfenahme von Kunstblut (und noch viel mehr Verwendung diverser Schimpftiraden, die man im US-amerikanischen Fernsehen wohl niemals unzensiert ausstrahlen dürfte), wird der Hauptfigur Lou das Beste Stück abgeschossen. Um dieses Unglück rückgängig zu machen, folgt eine Reise in die Vergangenheit, die sich sogleich als Zukunft entpuppt und dadurch mit den einzig gelungenen Story-Elementen aufwartet. Denn die Art, wie sich die Macher des Films unser Leben in einigen Jahren vorstellen, ist nicht nur kreativ und witzig, sondern auch tatsächlich halbwegs realistisch.

    Ob es nun die konsequente Verblödung des Fernsehpublikums ist oder selbstständig fahrende, quasselnde Autos: Die vielen futuristischen Erfindungen im Jahr 2025 wirken in ihrer Originalität und Harmlosigkeit wie aus einem ganz anderen Film. Gleichzeitig werden auch diese positiven Ansätze alsbald im Keim erstickt. Zum erschreckenden Höhepunkt avanciert schließlich die (fiktive) TV-Show "Choozy Doozy", in der das Studiopublikum darüber entscheiden darf, was die auserwählten Kandidaten an Abartigkeiten zu tun haben, um die Challenge zu gewinnen. Lou muss sich in einer virtuellen Realität ausführlichem Analsex mit Adam hingeben, was aufgrund eines fehlenden, satirischen Unterbaus nicht etwa ein augenzwinkernder Kommentar auf unsere sexualisierte Umgebung ist, sondern ein billig erhaschter Schwulengag. Da sind die wenig später in die Höhe schießenden Sperma-Fontänen fast schon wieder harmlos.

    Fazit: "Hot Tub Time Machine 2" hat das Potenzial einer durchschnittlichen Komödie. Die Chemie unter den Darstellern ist super und in gewissen Szenen lässt das Drehbuch kreative Ansätze durchblitzen. Leider brechen die Macher ihrem Film das Genick, indem sie lieber mit Fäkalien herumspritzen und sich kaum mehr auf Szenen oberhalb der Gürtellinie konzentrieren. Fremdscham pur!
  • In der Fortsetzung der verrückten Chaoskomödie um einen magischen Whirlpool führt die Zeitreise in die Zukunft.

    Vor allem in den USA war der von Steve Pink inszenierte Vorgänger eine Erfolgsstory, eine Komödie, die Geschmacksverirrung, Albernheit und Absurdität selbstbewusst umarmte und damit einen Zuschauernerv traf. Fünf Jahre später bringt der Nachfolger, von John Cusack abgesehen, den Kern des Teams zurück und vertraut erneut der Mischung aus gaga, derb und popkulturell.

    Das Drehbuch von Josh Heald, der bereits für das Original verantwortlich zeichnete, folgt dem Pessimismus von Science-Fiction-Autoren wie Jack Finney oder Ray Bradbury, für die Zeitreisen nicht unmöglich, aber stets ein Unglück waren. Auch den Freunden Lou (Rob Corddry) und Nick (Craig Robinson) wie auch Lous Nerd-Nachwuchs Jacob (Clark Duke) hat der Trip in die 1980er Jahre langfristig nichts gebracht. Lou ist zwar jetzt Konzernchef und vermögend, aber immer noch ein Party- und Rauschjunkie, der seinem Idol, Mötley-Crüe-Sänger Vince Neil, nachfiebert. Nick hat sich durch Zeitreise und Ideendiebstahl zum gefeierten Pop-Moppel gemausert, dafür aber seine Beziehung ruiniert. Und Jacob leidet noch immer unter seinem Vater Lou, den er verachtet, und ausgeprägtem Realitätsverlust, der ihn von perfekten Partymäusen träumen lässt, die vielleicht nicht ihr Leben, aber doch zumindest eine Nacht mit ihm verbringen wollen. Als Lou von einem Unbekannten angeschossen und schwer verletzt wird, bleibt nur der Whirlpool, um den Anschlag zu verhindern. Doch dieses Mal führt die Zeitmaschine sie nicht in die Vergangenheit, sondern in die Zukunft.

    Auch wenn die Helden nach dem Abspann noch die Geschichte verändern, haben sie im Grunde keine eigene. Denn “Hot Tub Time Machine 2″ ist eine weitgehend plotlose, oft improvisiert wirkende Vergnügungszone, in der absurden Dialogen, grober Situationskomik und Popkulturzitaten gehuldigt wird – von “Star Wars” über “Looper” bis hin zum TV-Hit “Fringe”, der mit seinem Paralleluniversum den dramaturgischen Rahmen liefert. In dieser Alternativwelt ist alles möglich, gibt es Einrichtungen wie St. Nicolas Cage, ein Notfall-Zentrum, einen US-Präsidenten Neil Patrick Harris und sicher auch ein Publikum, das “Hot Tub Time Machine 2″ so komisch wie den Vorgänger findet. kob.

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