Hollow Man - Unsichtbare Gefahr

  1. Ø 4
   2000
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Filmhandlung und Hintergrund

Hollow Man - Unsichtbare Gefahr: Von sensationellen Effekten gekrönter Horrorschocker über einen Wissenschaftler, der als Unsichtbarer den Verstand verliert und zur Mordmaschine wird.

Wissenschaftler Sebastian Caine hat im Regierungsauftrag in einem Geheimlabor ein Serum entwickelt, das unsichtbar macht. Mit Hilfe seiner Crew erprobt er das Mittel an sich selbst. Es funktioniert, doch der Zustand lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Als seine engste Kollegin die Auftraggeber benachrichtigen will, dreht Sebastian durch und beginnt alle zu töten, die von seinem Zustand wissen.

In einem streng geheimen Regierungsprojekt forschen der charismatische Dr. Sebastian Caine und sein eingeschworenes Team an einem Serum zur Unsichtbarwerdung. Leider ist die Formel noch nicht ganz ausgereift, als der egomanische Caine zu einem Selbstversuch greift und sich selbst devisualisiert, ohne freilich seine Rückkehr in den Normalzustand bewerkstelligen zu können. Nun entwickelt sich der zunehmend irrational handelnde Chef zur allgemeinen Gefahrenquelle – insbesondere für seine nunmehr mit einem ungeliebten Kollegen verbandelte Ex-Frau…

In einem streng geheimen Regierungsprojekt hat der Wissenschaftler Sebastian Caine ein Serum entwickelt, das unsichtbar macht. Obwohl die Formel noch nicht ausgereift ist, erprobt Caine das Mittel im Selbsttest. Es funktioniert, doch der Zustand lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Caine dreht durch. Gut besetztes Horrorkino mit sensationellen Effekten.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unverkennbar ein echter Paul Verhoeven! Obwohl sich der Exil-Niederländer für seine letzte Big-Budget-Extravaganz „Hollow Man“ (Budget: 95 Mio. Dollar) ein neues Genre vorgenommen hat, sind die Parallelen vor allem zu seiner letzten Arbeit „Starship Troopers“ unübersehbar: Auch die Horrorstory eines genialen Wissenschaftlers, der als Unsichtbarer all seinen niederen Instinkten freien Lauf lässt und als mordendes Monster seine dunkle Seite umarmt, ist an der hyperreal funkelnden Oberfläche ein berechnend banaler, grotesk geradliniger Genrefilm. Wer mehr als den bloßen Thrillride mit bahnbrechenden Spezialeffekten sehen will, dem bieten sich hinter den Plastikbildern in bester Verhoeven-Manier eine Vielzahl von provokativen Subtexten und Themen an, die allerdings nie vom vordergründigen Spektakel ablenken.

    Der menschliche Körper ist es, der stets im Mittelpunkt von Verhoevens kontroversen Arbeiten steht: als hübsch anzusehendes Kanonenfutter, als Gegenstand geiler Begierde, als beliebig formbares Werkzeug. Und als sterbliche Hülle dessen, was den europäischen Tabubrecher vor allem in seinen amerikanischen Arbeiten tatsächlich am brennendsten interessiert: die menschliche Seele mit all ihren Verzweigungen in dunkle Abgründe, sexuelle Obsessionen und mühsam zurück gehaltene Gewaltimpulse. Kein Film Verhoevens zeigt dies deutlicher als „Hollow Man“, ein zynisches Glaubensbekenntnis, in dem der Regisseur seinen Helden buchstäblich Stück um Stück entblättert – bis Nichts übrig bleibt: Seele, Mitgefühl, Menschlichkeit finden sich offensichtlich nicht im Kern des Menschen.

    Ausgehend von dieser deprimierenden Betrachtung und der Erkenntnis Platos, dass nur die Kontrolle der Umwelt und die Angst vor Bestrafung das Individuum davon abhält zu stehlen, brandschatzen, vergewaltigen und morden, kommt Verhoeven in seinem Moraldrama schnell zur Sache: Der geniale Wissenschaftler Sebastian Caine arbeitet mit seinem jungen Team in einem von Regierung und Militär unterstützten Geheimlabor an der Entwicklung eines Serums, das unsichtbar – und wieder sichtbar – machen soll. Nachdem es Sebastian in einer einmaligen Sequenz, die zweifellos in die Filmgeschichte eingehen wird, gelingt, einen bereits unsichtbaren Gorilla wieder sichtbar zu machen, will er nicht länger warten und erprobt das Serum trotz aller Warnungen seiner Kollegin und ehemaligen Freundin Dr. Linda Foster an sich selbst. Der Zustand der Unsichtbarkeit verstärkt die Negativeigenschaften Caines, der die Allmacht Gottes durch seine unsichtbaren Adern strömen spürt. Als seine Kollegen scheitern, ihn wieder sichtbar zu machen, und er entdeckt, dass Linda ein Verhältnis mit einem anderen Mitglied des Teams hat, übernimmt Sebastians dunkle Seite die Kontrolle.

    In bester Trash- und Pulp-B-Filmmanier zieht Verhoeven die Spannungsschraube an, fesselt den Zuschauer mit drei atemberaubenden Verwandlungssequenzen, die die Effekte von „Matrix“ aussehen lassen wie einen Woody-Allen-Film, und stürzt den Zuschauer dann in eine fast halbstündige Klimax, in der „Hollow Man“ im labyrinthartigen Labor Jagd auf seine Kollegen macht, bis Lisa den selbsternannten Gott buchstäblich zur Hölle schickt. „Hollow Man“ ist kein Horrorfilm, der dem Zuschauer Albträume verschaffen soll. Er will ihn vielmehr in die Bluttaten des Monsters implizieren. Ganz bewusst wählte der Regisseur eine Kulisse, die in Look und Ton an Sitcoms und ihre eindimensionalen Figuren erinnert (einige Nebendarsteller kennt man aus Sitcoms): Faszinierend und charismatisch ist nur Sebastian Caine, von Kevin Bacon perfekt gespielt und später beeindruckend gesprochen: Mit ihm soll sich der Kinogänger identifizieren – ein Film als Experiment, wie weit man einem Helden beim Abstieg ins Herz der Finsternis folgt. Erst spät darf sich Elisabeth Shue aus ihrer passiv-farblosen Rolle lösen und sich dem Killer stellen. Wenn sie ihn zum Duell herausfordert, muss sich der Zuschauer entscheiden, auf welcher Seite er steht. Dass er beim Verlassen des Kinos vermutlich über die aufregenden Effekte sprechen wird, entbindet ihn nicht von der Verantwortung, sich Gedanken darüber zu machen, wie sehr er sich von Verhoevens aggressivem, sexuell aufgeladenen Mad-Scientist-Szenario hat verführen lassen.ts.

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