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Gipsy Queen

   Kinostart: 25.06.2020

Gipsy Queen: Boxdrama mit "Million Dollar Baby"-Touch über eine rumänische Roma, die am Hamburger Kiez das Boxen entdeckt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Boxdrama mit "Million Dollar Baby"-Touch über eine rumänische Roma, die am Hamburger Kiez das Boxen entdeckt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Gipsy Queen: Boxdrama mit "Million Dollar Baby"-Touch über eine rumänische Roma, die am Hamburger Kiez das Boxen entdeckt.

    Großartiges Boxdrama mit „Million Dollar Baby„-Touch über eine rumänische Roma, die am Hamburger Kiez das Boxen entdeckt.

    Dass man als Zuschauer sehr früh „Million Dollar Baby“ als Vergleichsfilm heranzieht, erscheint zwingend: Vordergründig erzählen sowohl Hüseyin Tabaks jüngster Film wie auch Clint Eastwoods Oscarhit aus dem Jahr 2004 von einer jungen Boxerin und ihrem viel älteren Coach. Doch damit enden die Parallelen auch schon. Beleuchtete Eastwood in seinem Film den Wert des Lebens an sich, geht es Tabak um das Porträt einer Frau, die sich im Ring wie im Leben in einem ständigen Kampf befindet und um ihren Platz auf einer von Männern dominierten Welt fightet.

    Nachdem Ali von ihrem Vater aus ihrer Roma-Gemeinde in Rumänien verstoßen wird, weil sie unverheiratet schwanger wurde, wie man in Rückblenden nach und nach erfährt, schlägt sie sich mit ihren beiden Kids in Hamburg durch, als Zimmermädchen in einem Businesshotel, wo sie sich von ihrer Vorgesetzten drangsalieren lassen muss. Das Katzbuckeln liegt Ali nicht. Nicht von ungefähr sah ihr Vater in ihr immer eine „Gipsy Queen“. Ein Blick ins Gesicht von Alina Ioana Serban, die für ihre Rolle der Ali für einen Deutschen Filmpreis nominiert wurde, und man versteht sofort warum: Da sieht man eine Mischung aus Stolz, Kampfbereitschaft und Dickköpfigkeit, alles wunderbare Eigenschaften für eine Königin. Kein Wunder, dass Ali fasziniert ist, als sie in dem legendären Hamburger Kiezschuppen Zur Ritze erstmals einen Boxkampf aus nächster Nähe sieht. Unter den Fittichen des Chefs Tanne, gespielt von dem Österreicher Tobias Moretti in einer großartigen Leistung und mit einem (zumindest für bayerische Ohren) täuschend echten Hamburger Akzent, lässt sie sich ausbilden.

    Aber auch sonst muss sich Ali durchboxen. Es gibt Niederschläge, sie wird angezählt. Aber am Schluss steht sie im Ring. In einem siebenminütigen Kampf, in einer einzigen Einstellung gedreht, lässt sie alles raus, kanalisiert alle Enttäuschungen und Hoffnungen und Niederlagen und Wünsche, um schließlich den Thron besteigen zu können, blutig aber ungebrochen, der ihr von Kindheit an immer schon zustand. Ein Film wie eine Naturgewalt, und doch so zärtlich und einfühlsam. Kein Wunder, dass Festivals weltweit, darunter Talinn, begeistert waren. ts.
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