Gelobt sei Gott

   Kinostart: 26.09.2019

Grâce à dieu: Drama über Missbrauchsfälle in der französischen Kirche und die Verarbeitung der Opfer 30 Jahre später.

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„Gelobt sei Gott“ im Kino

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Filmhandlung und Hintergrund

Drama über Missbrauchsfälle in der französischen Kirche und die Verarbeitung der Opfer 30 Jahre später.

Alexandre Guérin (Melvil Poupaud) lebt mit Frau und drei Kindern ein friedvolles Leben. Als er zufällig erfährt, dass der Priester, von dem er vor über 30 Jahren als Kind missbraucht wurde, weiterhin mit Kindern arbeitet, kann er nicht mehr schweigen. Er sucht das Gespräch mit der örtlichen Pfarrstelle. Während sich die Geistlichen aufgrund der Verjährung des Falls zunächst nicht kooperativ zeigen, kommt es wenige Zeit später zum Gespräch mit dem besagten Pfarrer.

Doch danach? Ist das Schweigen erst einmal gebrochen, gibt es kein Halten mehr. Alexandre findet weitere Opfer in François Debord (Denis Ménochet) und Emmanuel Thomassin (Swann Arlaud). Ihr Werdegang ist ganz unterschiedlich als Alexandres, das Ziel der Opfer ist gleich: Wieso schreitet die Kirche nicht ein, wenn Klagen von sexuellem Missbrauch an Kindern eintreffen – selbst Jahre später? Sie bilden eine Gruppe namens „La Parole Liberée“ (Das gebrochene Schweigen), finden weitere Opfer des Priesters und machen ihre Geschichte publik. Sie fordern: Die Aufhebung der Verjährung in der Kirche. Doch die alten Wunden bringen nicht nur positive Entwicklungen für die Beteiligten.

Im Trailer sieht man einen Vorgeschmack auf die schockierende Geschichte

„Gelobt sei Gott“ – Wahre Hintergründe

Regisseur François Ozon („8 Frauen“) verfilmt mit „Gelobt sei Gott“ die hochaktuelle Geschichte über den französischen Priester Preynat. Die Gruppierung der Opfer versuchte sich seit 2014 Gehör zu verschaffen. Im Januar 2016 wurde Anklage gegen den Priester Preynat erhoben, der mutmaßlich um die 70 Opfern sexuell missbraucht haben soll. Die Verjährungsfrist ist in den meisten Fällen verstrichen. Im Juli 2019 wurde Preynat von seinen religiösen Pflichten entbunden.

Parallel dazu lief ein kirchenrechtliches Verfahren gegen den Lyoner Kardinal Barbarin. Er reichte beim Papst seinen Rücktritt ein, dieser wurde jedoch abgelehnt. Obwohl ein neuer Bischof in Lyon tätig ist, ist Barbarin de facto weiterhin der Erzbischof von Lyon. Im Januar 2019 wurde Barbarin auch vor Gericht angeklagt und erhielt als Urteil sechs Monate auf Bewährung. Im November 2019 wird die Berufungsklage weiter behandelt.

Regisseur Ozon versucht in „Gelobt sei Gott“ die Stimme der Opfer wiederzugeben. Er trat in Kontakt mit den Mitgliedern der Gruppe „La Parole Liberée“ rund um die drei Hauptfiguren im Film: Alexandre, Emmanuel und François. Auf ihren Wunsch hin, wurde ihre Geschichte nicht als Dokumentation, sondern als Spielfilm verewigt.

„Gelobt sei Gott“ – Hintergründe, Kinostart, FSK

Der Kinofilm wurde im Geheimen in Belgien gedreht, während parallel die Untersuchungen gegen den Priester Preynat und den Kardinal Barbarin liefen. Die Uraufführung fand im Rahmen der Berlinale 2019 statt. „Gelobt sei Gott“ wurde mit dem großen Preis der Jury ausgezeichnet.

Aufwühlend, emotional und zutiefst engagiert: „Gelobt sei Gott“ startet am 26. September 2019 in den deutschen Kinos und erhielt eine Altersfreigabe ab 6 Jahren.

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