Fakten und Hintergründe zum Film "Freche M?dchen 2"

Kino.de Redaktion |

Freche Mädchen 2 Poster

Mehr zum Film? Wir haben die wichtigsten Hintergründe und Fakten für Dich gesammelt: detaillierte Inhaltsangaben, Wissenswertes über die Entstehung des Films, ausführliche Produktionsnotizen. Klick rein!

Über die Produktion

Als FRECHE MÄDCHEN im Sommer 2008 ins Kino kam, ahnte niemand, welch großen Erfolg der Film haben würde. Doch die Geschichte um die Liebeswirren der drei Freundinnen Mila, Hanna und Kati traf bei vielen jungen Menschen einen Nerv, und so knackte der Film, der gleich erfolgreich gestartet war, schließlich die Marke von einer Million Zuschauern und wurde zu einer der erfolgreichsten deutschen Kinoproduktionen des Jahres.

Da lag es nahe, dass Produzent Ulrich Limmer für die Fortsetzung das alte Team wieder zusammenholte: Maggie Peren schrieb ein weiteres Mal das Drehbuch, Ute Wieland führte wieder Regie, und auch für Kamera, Ausstattung, Kostüme und Schnitt kamen mit Peter Przybylski, Frank Polosek, Elena Wegner und Dunja Campregher alle diejenigen wieder an Bord, die schon beim ersten Film dabei gewesen waren. Szenenbildner Frank Polosek sagt: „Das ist ein Zeichen dafür, dass die Zusammenarbeit beim ersten Film hervorragend funktioniert hat, dass man Vertrauen zueinander hat und weiß, was man macht, wenn’s mal eng ist und wenn man schnell doch noch irgendwas aus dem Hut zaubern muss.“

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Und natürlich waren auch die „frechen Mädchen“ selbst – Selina Shirin Müller (Hanna), Henriette Nagel (Kati) und Emilia Schüle (Mila) wieder mit Feuereifer dabei, ebenso Armin Rohde als Mathelehrer Rumpelstilzchen.

Für Produzent Ulrich Limmer stand von vornherein fest, dass er für „FRECHE MÄDCHEN 2“ mindestens wieder denselben Aufwand treiben würde wie für den ersten Film – im Bewusstsein, dass qualitativ wirklich hochwertige Kinofilme für ein junges Publikum nach wie vor Mangelware sind. Für Armin Rohde war Limmers Berufsethos der wesentliche Grund, ein weiteres Mal – nach DER RÄUBER HOTZENPLOTZ, HERR BELLO und FRECHE MÄDCHEN – bei einer seiner Produktionen dabei zu sein. Rohde: „Uli Limmer ist einer der wenigen, der sich traut, solche aufwendigen Produktionen zu machen. Bei ihm kann man sicher sein, dass alles mit sehr großer Sorgfalt gemacht wird.“ Und Armin Rohde wäre nicht Armin Rohde, wenn er nicht gleich auf eines seiner Lieblingsthemen kommen würde: „Ich sehe bei Kinderfilmen oft einen Mangel an Ernst-Nehmen“, sagt er vehement und führt aus: „Wenn ich sehe, wie viel Spaß ein Kinder- und Jugendlichen-Publikum haben kann, da darf man keine Mühe scheuen. Sie werden nur dann die Zuschauer von morgen sein, wenn man sie heute ernst nimmt.“

Zunächst galt es aber, um die Figuren von Bianka Minte-König, der Schöpferin der „Frechen Mädchen“, herum eine neue Geschichte zu erzählen. Schnell stand fest, dass man die drei Mädchen, die das Publikum im ersten Film in ihrer vertrauten Umgebung kennen gelernt hatte, mit einer ungewohnten Situation konfrontieren müsste. In die Drehbuchentwicklung war auch Ute Wieland von Beginn an involviert: „Daraus wurde dann die Chorfreizeit auf der Berghütte. Das ist eine neue Geschichte, die so in noch keinem „Freche Mädchen“-Buch vorgekommen war.“ Bei FRECHE MÄDCHEN 2 lief es tatsächlich andersherum: Zum Filmstart erscheint ein neues „Freche Mädchen“-Buch von Minte-König, das auf der Filmstory und auf Maggie Perens Drehbuch basiert.

So wurden nun geeignete Drehorte gesucht, und weil München als Standort für die Studioaufnahmen gesetzt war, schaute man sich vor allem in den bayerischen Alpen um.

Die Wahl fiel schließlich auf Berchtesgaden, „weil wir’s besonders schön und bayerisch haben wollten“, wie Ulrich Limmer sagt. Und Ute Wieland fügt hinzu: „Die Landschaft sollte spektakulär aussehen, damit der Kontrast ganz klar wird, wie hier Stadtkinder zum ersten Mal in die Berge kommen.“

„Das Schwierigste bei der Vorbereitung“, sagt Frank Polosek, „war es, die perfekte Berghütte für den Film zu finden. Nicht nur, weil manche Hütten in der Realität nicht so aussehen, wie man sich eine idealtypische Berghütte vorstellt, sondern auch wegen der besonderen Vorgaben, die hier beachtet werden mussten“, wie Polosek verrät. „Die Hütte musste ganz abseits liegen, so dass einem als Zuschauer klar wird, dass die wirklich weg von allem sind und tatsächlich keinen Handy-Empfang mehr haben. Und das muss man auch im Bild zeigen; man kann also keine Hütte nehmen, die irgendwo im dichten Wald ist. Deshalb haben wir uns zwangsläufig oberhalb der Baumgrenze umgeschaut. Wir haben lange im Vorfeld recherchiert und Sachen angeguckt, die im Winter zum Teil etwas schwierig zu erreichen waren. Wir sind durch den Schnee gestapft, in der Hoffnung, dass es zum Frühjahr, Sommer wieder besser wird, nur um festzustellen, dass man aus Versehen im Naturschutzgebiet gelandet ist oder dass die Straße noch nicht mal ansatzweise das Team hinbringen würde.“ Polosek weiter: „Letzten Endes war Berchtesgaden die Gegend, die uns am meisten fasziniert hat, weil es dort ziemlich schroffe, steile Berge gibt, und wir haben dann auch ein sehr schönes Motiv gefunden.“

In der Tat: Weit oberhalb der Stadt, am Eckernsattel, stehen auf 1600 Metern Höhe drei Hütten, von denen aus man fast einen Rundumblick ins Tal und eine wunderschöne Aussicht auf das Alpenpanorama hat. Natürlich war es nicht praktikabel, die Szenen, die im Inneren der Hütte spielen, tatsächlich vor Ort zu drehen. Daher wurden in einem leerstehenden Hotel mitten in Berchtesgaden – „ein ziemlich abgerocktes Teil“, in Poloseks Worten – die verschiedenen Innenräume der Hütte nachgebaut. Frank Polosek berichtet: „Wir haben über dortige Bauunternehmer abgerissenes Holz von alten Scheunen gekauft. Neues zu kaufen und nachzualtern, wäre aufwendig gewesen, hätte lange gedauert und wäre sehr kostenintensiv gewesen. Aber wir hatten Glück: Wir haben hier richtiges altes Tragwerk und ganze Balken bekommen und die Bretter in unterschiedlichen Breiten und Stärken und daraus haben wir eine wirklich authentische Hütte hinbekommen.“ Dass solche Bauten fast zu schade zum Wieder-Abreißen sind, will Polosek aber nicht als die Schattenseite seines Berufs verstanden wissen: „Ganz im Gegenteil – die Bauten sind ja auf Zelluloid festgehalten; so halten die länger als die meisten Häuser, die wir so um uns herum sehen!“

Die Hütte mag das spektakulärste Objekt gewesen sein, aber auch sonst hatte Poloseks Team alle Hände voll zu tun: Abgesehen von einigen Szenen in der Schule, wurden fast alle Innenaufnahmen im Studio gedreht, wo unter anderem die Wohnungen, in denen die Freudinnen und ihre Eltern leben, aufgebaut wurden. Von der Kontrolle über die einheitliche Farbpalette des Films über speziell angefertigte Requisiten bis dahin, sicherzustellen, dass bei den frechen Mädchen auch das „richtige“ Popstar-Poster an der Wand hängt, leistete Poloseks Abteilung ganze Arbeit, so dass er mit berechtigtem Stolz sagen kann: „Alles, was man sieht, ist von uns – von den Schauspielern und den Bergen abgesehen.“

Produktion: Die Besetzung

Natürlich waren Selina Shirin Müller als Hanna, Henriette Nagel als Kati und Emilia Schüle als Mila wieder für die Hauptrollen gesetzt. Seit den Dreharbeiten für den ersten Film hatten alle drei jede Menge vor: Henriette Nagel und Emilia Schüle waren mit Klausuren und Prüfungen für den Berliner Mittleren Schulabschluss beschäftigt – Schüle pendelte während der ersten Wochen des neuen Drehs wegen einiger noch ausstehender Prüfungen sogar zwischen München und Berlin. Selina Shirin Müller brachte 2008 ihr erstes Studioalbum mit dem Titel „Mädchen kommen immer (ans Ziel)“ heraus, das gleich nach Erscheinen in die deutschen Albumcharts einstieg. Und bei Emilia Schüle kamen noch einige weitere Filmrollen hinzu, darunter Rainer Matsutanis GANGS mit Jimi Blue Ochsenknecht und Wilson Gonzalez Ochsenknecht sowie ROCK IT! von Mike Marzuk.

Im wahren Leben der „Frechen Mädchen“ hat sich also einiges getan – und das gilt auch für ihre Rollen. Die äußeren Umstände im Leben von Hanna, Mila und Kati mögen zwar noch dieselben scheinen – nach wie vor sind sie beste Freundinnen und mit denselben Jungs zusammen (Jonathan Beck, Vincent Bruder und Ben Unterkofler sind wieder als Markus, Tobi und Branko zu sehen). Doch unter der Oberfläche hat sich in dem Jahr, das zwischen der Handlung des ersten und des zweiten Teils vergangen ist, doch einiges getan.

Selina Shirin Müller meint: „Der Zusammenhalt der Mädels ist immer noch derselbe, aber sie sind auf jeden Fall erwachsener geworden.“ Und Emilia Schüle sagt: „Es geht um jede Art von Beziehung und auch darum, was dabei schiefgehen kann; es geht ums Erwachsenwerden.“ Auf jeden Fall erlebt jede der drei ihre ganz eigene Liebesgeschichte – aber die können die Darstellerinnen am besten selber beschreiben.

Selina Shirin Müller: „Hanna ist mit Branko zusammen, aber es ergeben sich neue Höhen und Tiefen, und mit manchen Situationen ist Hanna ziemlich überfordert, so dass sie anfängt darüber nachzudenken, was sie tut oder was mit ihr gemacht wird. Sie redet sich die ganze Zeit ein, alles richtig zu machen und dass sie wirklich verliebt ist, aber da führt sie ihre Freundinnen und auch sich selbst ein bisschen hinters Licht.“

Emilia Schüle: „Markus ist verhindert, mit auf die Chorfreizeit zu kommen, und da gerät Mila in Gewissenskonflikte, weil sie jemand anderes kennenlernt. Sie beginnt zu zweifeln und nachzudenken, was eine Beziehung ausmacht und wer der richtige für sie sein könnte. Sie gerät sozusagen in eine große innerliche Naturkatastrophe, sucht den Weg und muss sich irgendwann entscheiden.“

Henriette Nagel: „Im Leben der Kati gibt es ein einschneidendes Erlebnis: Ihre Eltern, die vermeintlich so glücklich zusammen waren, trennen sich. Das lässt sie an der Liebe zweifeln, an die sie vorher so intensiv geglaubt hat, also diese einzig wahre, alles erfüllende Liebe, und sie beginnt ihre Beziehung zu Tobi anzuzweifeln. Und dann lernt sie einen neuen jungen Mann kennen und fängt an, die beiden miteinander zu vergleichen…“

Damit wären wir auch schon bei einem der weiteren Neuzugänge im Ensemble der „Frechen Mädchen“: Jannis Niewöhner als Antony. Ute Wieland beschreibt Antony so: „Er ist der gut aussehende, interessante Mädchenschwarm, und er ist der einzige, der noch schlechter in Mathe ist als Hanna.“

In der Chorfreizeit ist er die treibende Kraft der Jungs, die nebenher ihr eigenes Ding machen und eine Beatbox-Nummer entwickeln. Laut Drehbuch findet Mila findet ihn toll – besser also, wenn auch zwischen den Darstellern die Chemie stimmt. Was in diesem Fall überhaupt kein Problem war, wie Ute Wieland berichtet: „Jannis und Emilia kannten sich vom Dreh von „Gangs“ – das war also kein wirklicher Neustart.“ Ins Ensemble passte sich Niewöhner nahtlos ein. Wieland: „Jannis war schnell ins Team integriert; er ist ein ganz Ruhiger, ganz unkompliziert. Ich glaube, wenn der will, kann er einen richtig guten Weg machen!“

Auch bei den Erwachsenenrollen gab es einige Veränderungen, allen voran die Neubesetzung des Musiklehrers. Den spielt in FRECHE MÄDCHEN 2 Tom Gerhardt. Gerhardt sollte aber nicht einfach ein „Ersatz“ für Piet Klocke sein, der in FRECHE MÄDCHEN den Musiklehrer gespielt hatte, aber für Teil 2 wegen einer lange im Voraus geplanten Tournee nicht greifbar war. Wieland: „Für Tom Gerhardt haben wir eine ganz eigene Figur gesucht.“ Sein Nickel ist ein Softie und notorischer Schülerversteher, der ganzheitlich unterrichtet. Eine Rolle, mit der Gerhardt, wie er selbst erklärt, schauspielerisches Neuland betrat: „Ich hab den ersten Film gesehen, das ist ja schon so eine halbpoetische Auseinandersetzung mit dem Teenager-Alter – mit den Problemen wie auch dem Spaß, den sie haben. Da geht es nicht darum, einen Comedy-Schlagabtausch zu liefern.“

Als Katis Eltern, die in FRECHE MÄDCHEN 2 erstmals auf der Leinwand in Erscheinung treten und das Ensemble komplettieren, wurden Barbara Schöneberger und Matthias Brandt besetzt – beides Namen, die keiner weiteren Erklärung bedürfen. In Brandts Fall war es gewissermaßen ein familiärer Zwang, der ihn zur Rolle führte. Ute Wieland erklärt: „Er war schlichtweg seiner Tochter verpflichtet, die großer „Freche Mädchen“-Fan ist.“

Produktion: Die Dreharbeiten

Ende Mai 2009 wurde es schließlich ernst: Die erste Klappe fiel für FRECHE MÄDCHEN 2. Bis Anfang Juli wurde zunächst in München und Erding gedreht, dann ging es für knapp drei Wochen nach Berchtesgaden und Königssee, und schließlich standen noch zwei Tage für Außenaufnahmen in Wuppertal (nach wie vor der „offizielle“ Wohnort der drei Freundinnen) auf dem Plan.

Den Kulturschock, den die „Frechen Mädchen“ durchmachen, als sie sich plötzlich im Hochgebirge wiederfinden, konnten die Darstellerinnen gut nachvollziehen: Emilia Schüle sagt: „Ich bin Stadtkind – ich war noch nie in den Bergen; dies war die erste Bergbesteigung für mich.“ Und auch Armin Rohde gesteht, dass ihm beim Dreh auf der Hütte immer mal wieder blümerant war. Rohde: „Ich bin nicht schwindelfrei, und es war ein vollkommen seltsames Gefühl. Ich habe gedacht, gleich kuller‘ ich ins Tal!“ Und er fügt mit einem Lachen hinzu: „Im fertigen Film wird man bei meinen Szenen merken, dass ich dauernd versuche, als Schauspieler nicht vom Berg herunterzufallen…!“

Anfangs galt Ulrich Limmers Sorge noch dem Umstand, dass man das vorgefundene Idyll zwangsläufig für die Dauer der Dreharbeiten zerstört: „Für mich als Produzent ist es immer wieder ein grauenhaftes Erlebnis, mit wie vielen Lastwagen und Leuten wir anrücken – ich versuch‘ jedes Mal, es mit weniger zu machen, und dann werden es doch wieder 60 Leute im Team.“

Doch bald wurde das Wetter zur beherrschenden Sorge. Ausgerechnet im Mai und Juni gingen im Alpenraum die zum Teil heftigsten Niederschläge seit 50 Jahren nieder. Die Produktion hatte zwar nicht mit so dramatischen Ereignissen wie Überschwemmungen und Erdrutschen zu tun, die mancherorts durch die Regenflut ausgelöst wurden, aber der große Regen drohte natürlich, den Drehplan ernsthaft durcheinanderzubringen.

„Wenn man den ersten Rohschnitt sieht“, sagt Ulrich Limmer im Nachhinein, „dann ist doch mehr Sonne im Film, als ich für möglich gehalten hätte. Man wird am Schluss sagen: Das haben die toll gemacht, so dramatisches Wetter da einzubauen!“ Durch das konsequente Ausnutzen noch so kurzer Regenpausen und kurzfristiges Umdisponieren zwischen Innen- und Außendrehs ließen sich größere Verzögerungen aber verhindern.

Wegen des durchwachsenen Wetters bot sich den Filmemachern keine Chance, das erhoffte „bayerische Blau“ des Himmels über den Alpen einzufangen, aber dafür eröffneten sich andere Bilder. Eines Abends, schon nach Drehschluss, bildete sich nach einem heftigen Schauer plötzlich ein strahlender doppelter Regenbogen über Berchtesgaden; und durch das beherzte und schnelle Handeln von Kameramann Peter Przybylski gelang es, das „Prachtexemplar“ (Limmer) einzufangen, bevor er wieder verblasste – und natürlich schaffte es die Aufnahme vom Regenbogen auch in den fertigen Film.

Das mit dem Wetter, gibt Limmer zu, „war manchmal mühsam, weil es alles ein bisschen schwierig machte.“ Aber Lagerkoller breitete sich während des Drehs trotzdem nicht aus. „Das hat niemals wirklich auf die Stimmung gedrückt“, sagt Limmer. Es half sicher auch, dass das Team zum großen Teil aus alten Bekannten bestand, angefangen bei Produzent Limmer und Regisseurin Ute Wieland, deren erste Zusammenarbeit über 20 Jahre zurückliegt, als sie noch Studenten der Filmhochschule München waren.

Armin Rohde, auch er ein alter Bekannter Limmers, genoss die Atmosphäre sogar in vollen Zügen: „Wir in dem Hotel alle zusammen – das war wie ein Klassenausflug!“ Während der Regenpausen und an drehfreien Tagen schrieb er nebenher an seinem Buch „Größenwahn und Lampenfieber – Die Wahrheit über Schauspieler“ und entspannte sich ansonsten im Wellness-Bereich – „Grandios!“, lobt Rohde das Hotel oberhalb Berchtesgadens, in dem das Filmteam einquartiert war.

Auf engem Raum zusammenzuhocken, schweißte das ganze Team sogar noch enger zusammen – Emilia Schüle spricht für viele, wenn sie sagt: „Wir hatten Riesenglück, dass es eine so tolle Truppe war, die Pausen hat man halt mit den netten Leuten im Team verbracht.“ Und auch Neuzugang Tom Gerhardt lobt die „gute Ferienlager-Stimmung“.

Ute Wieland stellte fest, dass am Rande der Dreharbeiten „unglaublich viel gesungen wurde“ – passend zu einem Film, der sehr viel mit Musik zu tun hat.

Tom Gerhardt und Armin Rohde – „Die beiden sind ein tolles Team!“, begeistert sich Ute Wieland – waren auch symptomatisch für das harmonische Zusammenspiel der Darsteller vor der Kamera und jenseits des Sets: So sehr sich Armin Rohde und Tom Gerhardt im Film beharken, so sehr sind sie außerhalb ihrer Rollen nur des Lobes voll über den anderen. Rohde sagt: „Tom Gerhardt ist ein absolut angenehmer Mensch. Der ist ja auch schon einige Jahre im Geschäft, da muss man sich nicht mehr beweisen. Natürlich albern wir auch rum, aber als Profis: Wenn die Kamera läuft, weiß man, wohin es gehen soll.“

Armin Rohde sagte den jungen Darstellern zwar leicht kokett: „Guckt euch von mir bitte nix ab!“ – dennoch ist das Zusammenspiel mit derart erfahrenen Darstellern für Jungschauspieler natürlich immer auch Anschauungsunterricht. Selina Shirin Müller etwa war anfangs überrascht, dass bei den erwachsenen Darstellern „der Klick vom Mensch zur Rolle so extrem ausgeprägt ist“. Denn keine Sorge: Rohde war nur in seiner Rolle garstig – und nach der Klappe ein väterlicher Freund. Emilia Schüle sagt: „Wir verstehen uns gut, und es ist jetzt noch intensiver als beim ersten Mal, finde ich.“

Die Atmosphäre beim Dreh war zwar entspannt, aber darum nicht weniger geschäftig und arbeitsam. Armin Rohde spart nicht an Lob für Müller, Nagel und Schüle: „Ich seh‘ sie ständig mit ihren Textbüchern in der Hand.“ Rohde weiter: „Ich habe großen Respekt vor den drei Hauptdarstellerinnen. Ich bin verblüfft, welch unglaublich große Disziplin die drei an den Tag legen; wie sie jeden Tag ihre Lebendigkeit, ihren Charme und ihre Phantasie vor die Kamera bringen.“

Wer während über 30 Drehtagen so konzentriert gearbeitet hat, hat sich dann aber auch eine zünftige Fete verdient. Am Ende des Berchtesgaden-Drehs stieg im Gewölbe des Berchtesgadener Hofbräuhauses des große Abschlussfest. Wie schon beim ersten FRECHE MÄDCHEN-Film „eine tränenreiche Angelegenheit“, wie Ulrich Limmer feststellte, als das Ensemble zum letzten Mal vollständig zusammenkam – aber vor dem Abschied mit Geheule gab es erst einmal richtig Party. „Jede Abteilung hat eine Aufführung gemacht“, erzählt Ulrich Limmer: „Es wurde gesungen und getanzt, es wurden Gedichte rezitiert, und alle waren begeistert!“ Das bayerische Jugendjazzorchester, das im Film als die Kapelle bei der Schulaufführung zu sehen ist, sorgte für den musikalischen Rahmen des anderthalbstündigen Programms, das diverse Highlights zu bieten hatte, von einer knackigen „YMCA“-Tanznummer bis zu Kameramann Peter Przybylskis Version von „O sole mio“; eigenhändig am Klavier begleitet. Und auch Ulrich Limmer, der als Conférencier durch den Abend führte, ließ es sich nicht nehmen, ein Lied zu singen. Seine Wahl: Konstantin Weckers „Wenn der Sommer nicht mehr weit ist“ – auch ein leicht ironischer Kommentar zum Wetter des angeblichen Sommers 2009 im Berchtesgadener Land.

Aber das Ende des Drehs ist auch der Beginn der Postproduktion. Die Filmmusik entstand sogar bereits, während die Dreharbeiten noch in vollem Gange waren. Keine Kleinigkeit, denn, wie Regisseurin Ute Wieland sagt: „Wir hatten uns von Beginn an dafür entschieden, sehr viel Musik im Film zu haben.“ Mit dem Schreiben des Scores und auch der im Film vorkommenden Songs wurde der Komponist Stefan Ziethen betraut. Ulrich Limmer: „Wir haben viele verschiedene Komponisten ausprobiert und uns für ihn entschieden, auch, weil er jemand ist, der schon sehr viel mit Chören gearbeitet hat.“

Ziethens Musik orientiert sich an dem swingenden, leicht komödiantischen Stil, der im Film bei der großen Schulaufführung zu hören ist – seine Kompositionen und das Spiel des bayerisches Jugendjazzorchesters, das die Schulband „spielt“, fügen sich zu einem organischen Ganzen.

Interview mit Produzent Ulrich Limmer

Herr Limmer, wieso hat es die frechen Mädchen auf eine Berghütte verschlagen?

Nach dem ersten Teil standen wir natürlich vor der Frage, auf was für ein Abenteuer wir die drei als nächstes schicken würden. Und wir haben uns gesagt: Nehmen wir doch einen Kontrast, der so stark wie möglich ist zum Alltagsleben der Mädchen, das wir in Teil eins kennen gelernt haben. In einem der Bücher von Bianka Minte-König kommt ein Chorausflug vor. Und auf einer Berghütte ist das schon eine extreme Situation.

Sicher auch vom Standpunkt der Produktion aus?

Richtig, die Hütte liegt auf 1600 Metern, das heißt, eigentlich sind es drei kleine Hütten nebeneinander. Das ist schon sehr, sehr abgelegen. Für das Team war die Logistik heftig, denn mit Autos konnte man die Hütten kaum erreichen…

Ist man bei so einem Drehort nicht sehr abhängig vom Wetter?

Ja, das ist man. Um bei schlechtem Wetter nach Innen ausweichen zu können, haben wir in einem verfallenen Hotel in Berchtesgaden das Innere der Berghütte nachgebaut. Während des Drehs standen wir dauernd im Kontakt mit der Wetterstation am Salzburger Flughafen und entschieden je nach Wetterbericht, ob wir draußen drehen können oder nicht. Ohne den Hüttennachbau wären wir schon in argen Schwierigkeiten gewesen, denn der Sommer zeigte sich nicht gerade von seiner besten Seite. Trotzdem nutzen wir jeden Sonnenstrahl, denn wir wollten die bayerischen Berge in all ihrer Pracht zeigen.

Inwieweit ist FRECHE MÄDCHEN 2 eine direkte inhaltliche Fortsetzung des ersten Teils?

Im ersten Teil ging es darum zu zeigen, wie schwer es ist, einen Jungen zu bekommen, und jetzt im zweiten Teil stehen die drei vor der Frage: Wie führt man eigentlich eine Beziehung?

Selina Shirin Müller, Henriette Nagel und Emilia Schüle haben wieder die Hauptrollen als Hanna, Kati und Mila übernommen, und auch fast alle anderen jungen Darsteller sind wieder dabei – bedurfte es großer Überredung, die alte Besetzung wieder zusammenzubekommen?

Im Gegenteil: Die drei Mädchen und auch die Jungs haben dem schon entgegengefiebert und waren mit ungebrochenem Spaß und riesigem Engagement dabei, und das, obwohl wir teils in der Prüfungsphase gedreht haben. Jonathan Beck, der den Markus spielt, hatte gerade ein paar Tage vorher Abitur gemacht. Mit dieser doppelten Belastung sind alle gut fertig geworden.

Bei den Erwachsenenrollen gab es dagegen einige Veränderungen – weshalb?

Sowohl bei Anke Engelke als auch bei Piet Klocke hat es vehemente Terminprobleme gegeben, so dass sie leider nicht dabei sein konnten. Umso mehr freuen wir uns, dass Armin Rohde wieder den Mathelehrer spielt und wir diese Figur diesmal auch von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Als seinen „Gegenspieler“ konnten Sie Tom Gerhardt als Musiklehrer gewinnen – zunächst einmal eine überraschende Wahl…

Es ist auf jeden Fall eine extrem untypische Rolle für ihn. Er hat mit uns gemeinsam eine neue Musiklehrer-Figur entwickelt, einen Alt-Alternativo, der es immer gut meint und immer versucht, aus allem das Beste zu ziehen. Es ist ein großes Vergnügen mit, ihm zu arbeiten und dem Gespann Rohde-Gerhardt bei der Arbeit vor der Kamera zuzusehen, ist die reine Freude.

Katis Eltern waren in Teil 1 ja gar nicht in Erscheinung getreten – und jetzt stellen wir plötzlich fest, dass sie eine verblüffende Ähnlichkeit mit Barbara Schöneberger und Matthias Brandt haben… Wie kam es zu dieser sehr prominenten Besetzung?

Bei Matthias Brandt hat seine Tochter als Agentin fungiert. Die Tochter ist zehn Jahre alt und großer Fan der „Frechen Mädchen“. Sie hat Armin Rohde einen Brief geschrieben, ob der nicht irgendwie helfen könnte, dass ihr Vater in Teil 2 dabei sein könnte. Das hat man uns dann zugetragen, und wir haben prompt geantwortet: „Herr Brandt, bei diesem Problem können wir behilflich sein…!“ Und die Barbara Schöneberger kenne ich gut, seit sie bei DER RÄUBER HOTZENPLOTZ die Fee spielte. Unser Verhältnis ist so vertraut, dass ich ihr nur eine SMS mit der Frage „Bist du dabei?“ schicken musste. Es ist immer ein großes Vergnügen, mit so einer Erzkomödiantin, wie sie eine ist, zu drehen.

Das Team ist auch weitestgehend unverändert, angefangen bei Regisseurin Ute Wieland und Drehbuchautorin Maggie Peren…

Ja, und zwar mit voller Absicht. Ich hätte nur sehr ungern in einer anderen Konstellation gedreht; wir wären töricht gewesen, wenn wir das geändert hätten, nachdem es beim ersten Film so wunderbar funktioniert hatte. Unsere Zusammenarbeit hat sich bewährt. Auch die meisten Teammitglieder waren schon im ersten Teil dabei.

FRECHE MÄDCHEN war mit über einer Million Zuschauern 2008 eine der erfolgreichsten einheimischen Produktionen in den deutschen Kinos – was sind Ihre Erwartungen für den zweiten Teil?

Es hat mich sehr gefreut, dass wir diese prestigeträchtige Marke von einer Million Besucher geknackt haben, und zwar umso mehr, weil wir ja doch eine relativ eingeschränkte Zielgruppe haben, nämlich ein überwiegend weibliches Publikum im Alter von acht bis zwölf Jahren. Es deutet einiges darauf hin, dass aus dieser Gruppe einige mehrmals gegangen sind, und es wäre natürlich schön, wenn wir diese Begeisterung auch mit dem zweiten Film auslösen könnten.

Die Hoffnung ist, dass die Fans mitwachsen, mit den „Frechen Mädchen“ in die Pubertät hinein und aus der Pubertät heraus gehen. Ich würde die Mädels sehr gern über die nächsten Jahre begleiten.

Interview mit Regisseurin Ute Wieland

Frau Wieland, was für eine Erfahrung ist es, mit ihren Hauptdarstellerinnen nun zum zweiten Mal zu drehen?

Optisch haben sie sich seit dem ersten Teil gar nicht so sehr verändert, Selina hat immer noch diese wunderbare Stimme, Henriette ihre schwärmerische Verträumtheit, und Emilia einen klugen „Forschergeist“…! Was ich aber festgestellt habe: Die Mädchen gehen viel analytischer ran an ihre Rollen. Sie fordern mehr ein, sie gehen psychologischer vor, vor zwei Jahren waren sie unbewusster und verspielter.

Sie sind also schon fast junge Erwachsene?

Die Mädchen sind nun einmal zwei Jahre älter geworden. Von den Rollen her sind sie jetzt in der neunten Klasse, also um ein Jahr gealtert, aber tatsächlich sind sie inzwischen eben doch älter als ihre Rollen. Aber diesen Unterschied haben sie bei der Vorbereitung auch genutzt; sie haben sich überlegt: Die Figur ist jünger, als ich es jetzt bin – wie war ich denn vor zwei Jahren?

Wird sich das Styling der Mädchen im Vergleich zum ersten Teil verändern oder behalten die drei ihre Markenzeichen?

Wir haben überlegt, damit freier umzugehen, haben uns letzten Endes dann entschieden, die Frisuren und den Stil beizubehalten, jedoch die Farben, die die Mädchen tragen, zu verändern. Es ist eine klare Typisierung, die es dem Zuschauer erleichtert, die Figuren zu erkennen. Und es half auch den Mädchen selber: Wenn die Drei aus der Maske kamen, waren sie Hanna, Mila, Kati.

Inwieweit muss man bei den Dreharbeiten Rücksicht darauf nehmen, dass die jungen Darsteller im Gegensatz zu den Erwachsenen eben noch keine jahrelange Filmerfahrung haben?

Ich sehe bei den Jungen und Mädchen große Zielstrebigkeit und einen großen Willen, beides machen zu wollen, Schule und Schauspielerei. Es gibt keinen darunter, der sich für einen Star hält und deshalb seine Ausbildung vernachlässigt. Im Gegenteil: Weil der Dreh diesmal halt nicht während der Ferien stattfinden konnte, war das für alle jugendlichen Darsteller eine starke Doppelbelastung – sie hatten Prüfungen, sie haben wichtige Arbeiten geschrieben. Jonathan Beck hat sogar Abi gemacht während der Dreharbeiten. Das war wirklich eine bewundernswerte Leistung.

Die erwachsenen Darsteller standen ja vor der Herausforderung, in nur sehr wenigen Szenen eine glaubwürdige Figur zu schaffen…

Das stimmt: Die Erwachsenen kommen ja nur am Rande vor. Sie sind allerdings wichtige Schlüsselfiguren im Leben der Jugendlichen und lösen entscheidende Handlungen aus – die Trennung von Katis Eltern (hervorragend: Matthias Brandt und Barbara Schöneberger) führt bei Kati zum Beispiel zu einem tiefen Misstrauen gegen Jungs und Hanna, Mila, Kati fragen sich deshalb plötzlich „Ist ER der Richtige?“ – damit kommt die Geschichte überhaupt ins Rollen.

Die Lehrerfiguren (Armin Rohde als Mathelehrer Rumpelstilzchen, Tom Gerhardt als Musiklehrer Nickel) sind wichtige Eckpfeiler, herrliche Feindbilder und Machthaber über Wohl und Wehe der Jugendlichen. Die beiden sehen ihr jeweiliges Fach als Mittelpunkt der Welt, verkörpern die ewige Feindschaft zwischen Logik/Wissenschaft und den Schönen Künsten. Auch in dem Weg, den die beiden in der Geschichte nehmen, sind sie beispielhaft und Werte prägend für die Jugendlichen.

Letztendlich ist das übergreifende Thema des Films: Freundschaft und ihre Probleme – gespiegelt und variiert in der Freundschaft zwischen den Mädchen, zwischen den Mädchen und Jungs und in den Lehrern mit ihren unterschiedlichen Weltbildern. Alle Konflikte führen zu einem großen Showdown in Form eines Theaterabends, wo alle Figuren und Werte –vor allem aber Hanna, Mila, Kati – die Chance zur Versöhnung bekommen.

Warum brauchte es den Ortswechsel vom Schulalltag zur „Extremsituation“ auf der Berghütte?

Meine Vorstellung war es, wieder eine Balance zwischen den emotionalen Höhe- und Tiefpunkten und dem Komödiantischen zu finden. Und da bot sich ein Ortswechsel an, bei dem sie aus ihrem Alltag herausgerissen werden. Wenn sie auf ungewohnte Situationen reagieren müssen, hat das natürlich viel komisches Potential, ohne dass man versuchen muss, krampfhaft komische Vorkommnisse zu erfinden.

Wann ist man auf Sie wegen des zweiten Teils zugekommen?

Dass wir einen zweiten Film machen würden, war im Grunde genommen schon nach dem sehr positiven Kinostart klar; da waren die Signale da. Und dass wir dann die Eine-Million-Marke geschafft haben, hat uns alle darin bestärkt. Da muss ich aber auch die Leistung des Marketing und des Vertriebs loben, die wirklich alles für den Film getan haben.

Können Sie sich viele weitere FRECHE MÄDCHEN-Kinofilme vorstellen?

Man muss sich natürlich auch das Zielpublikum anschauen. Die Mädchen werden ja älter, und ich beobachte in meinem Freundeskreis, dass sie, wenn sie so um die 14 sind, sich kulturell neu orientieren. Aber was mich persönlich angeht: auf jeden Fall! Es gibt einfach eine viel stärkere Verbundenheit mit dem Projekt bei allen Beteiligten, als man es normalerweise erlebt. Es ist ja kein Zufall, dass wir die alte Truppe größtenteils wieder zusammengeholt haben. Ob Kostüme, Kamera, Schnitt, Szenenbild: Alle sind wieder dabei.

Interview mit den „Frechen Mädchen“

Wäre Euch am Ende eines langen Drehtages manchmal ein Bürojob lieber?

(Alle lachen)

Emilia Schüle: Nein!

Henriette Hagel: Nee, gar nicht!

Selina Shirin Müller: Quatsch!

Was waren für Euch die größten Herausforderungen beim Dreh?

Müller: Meine Haare. Die waren lang gewachsen, und jetzt sind sie wieder ratzekurz abgeschnitten. Beim ersten Teil wurden ca. 25 Zentimeter abgeschnitten, jetzt ist es immerhin nur die Hälfte, die weggekommen ist. Beim ersten Teil hat es mich gestört, aber beim zweiten Teil habe ich mich sogar auf die Farbe und Länge gefreut!!!

Schüle: Die größte Herausforderung für mich war die Schlusssequenz. Das ist ja eine Schulaufführung mit vielen musikalischen Sachen, und das moderier’ ich durch. Und es geht ganz chaotisch zu bei dieser Schulaufführung. Ich hab’ wahnsinnig viel Text und ganz viel zu improvisieren oder improvisiert zu spielen und das war sehr, sehr schwierig für mich. Aber ich hoffe, es wird schön.

Gab es auch peinliche Szenen?

Müller: Nein! Man regt sich ab und zu über sich selbst auf, nicht über Andere.

Schüle: Manchmal ist da der Wurm drin und du kriegst immer wieder diesen Satz nicht hin und der ist so einfach, aber es hakt immer wieder genau an derselben Stelle. Und dann müssen halt immer wieder 60 Leute auf den alten Platz zurück, und man selbst ärgert sich natürlich sehr.

Nagel: Das Ding ist: Es wird immer schlimmer, je mehr man sich ärgert, und desto schlechter macht man’s dann. Weil man sich immer mehr reinsteigert…

Da der Film nicht in der Ferienzeit gedreht wurde, hattet Ihr ja aber auch noch mit der Schule zu tun. Wie seid ihr damit zurechtgekommen?

Nagel: Für mich war, glaube ich, die Schule das Anstrengendste am ganzen Film, weil man neben dem Dreh noch die ganzen Klausuren schreiben musste. Ich bin jetzt in der 11. Klasse, und da muss man ohnehin sehr viel für die Schule machen.

Wie kriegt man das hin?

Nagel: Pauken.

Müller: Improvisation.

Schüle: Also, ich komm’ aus Berlin, genau wie Henriette, und in Berlin machen wir den Mittleren Schulabschluss. Da muss man Prüfungen schreiben, und die hab ich halt parallel zum Dreh gemacht. Das heißt, ich musste immer zwischen München und Berlin pendeln, aber es hat glücklicherweise alles gut geklappt.

Müller: Ich bin damals extra wegen FRECHE MÄDCHEN wieder zurückgegangen. Ich war in der 10. Klasse und bin dann in das zweite Halbjahr der Neunten zurückgegangen, weil ich die Prüfungen nicht während des Drehs machen wollte; das war mir zu anstrengend. Ich wollte nicht, dass ich einen schlechten Realschulabschluss habe, nur weil ich mich mehr mit dem Schauspielen beschäftige.

Ihr seid jetzt zwei Jahre älter als die Figuren, die ihr spielt. War es leicht, sich da wieder hineinzufinden oder ist das schon eine ziemlich andere Gefühlswelt?

Schüle: Da sind wir drüber hinausgewachsen. Uns beschäftigen jetzt schon andere Sachen, aber natürlich kann ich mich da gut wieder einfinden, das ist ja auch Teil meines Jobs und so lange liegt die Zeit ja noch nicht zurück.

Müller: Das macht ja die Kunst des Schauspielens aus. Sich in Rollen und Lebensphasen hinein zu versetzen, die man vielleicht schon überstanden hat oder die noch im Leben kommen. Man legt einfach seine eigene Interpretation in die Rolle rein, so wie man es für richtig hält. Ich denke, das ist unsere Aufgabe: Es so zu spielen, wie wir es für richtig halten.

Schüle: Wichtig war für mich auch, nochmal zu verstehen, dass ich jetzt älter bin und dass ich die Mila auf keinen Fall älter spielen darf, als sie ist. Sie ist nun mal ein Jahr jünger als ich, und das musste ich mir erst klarmachen.

Wie sehr helfen Frisur und Kostüm dabei, dass man sich in die Rolle hineinversetzen kann?

Müller: Ich merke, dass ich mich dann besser reinfühlen kann, weil ich halt komplett anders aussehe. Ich mag es aber auch, dass man die Haare abends wieder auf machen kann und dann dieselbe ist, die man vor dem Aufstehen war.

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    Die Top Ten der CineStar KinochartsIn den CineStar Kinocharts kann der Thriller „Inception“ mit Leonardo DiCaprio die Spitzenposition zurück erobern und tauscht mit der Komödie „Kindsköpfe“ mit Adam Sandler und Kevin James die Plätze. Auf dem dritten Platz kann sich der Actionfilm „Das A-Team“ als Neueinsteiger der Woche auf Anhieb platzieren, gefolgt von „Eclipse - Biss zum Abendrot“ und der Familienkomödie „Cats...

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  • Kinocharts: Komödie "Kindsköpfe" verdrängt "Inception"

    Die Top Ten der CineStar KinochartsIn den CineStar Kinocharts übernimmt in dieser Woche der Neueinsteiger „Kindsköpfe“ mit Adam Sandler und Kevin James den ersten Platz und verdrängt den Thriller „Inception“ mit Leonardo DiCaprio nach nur einer Woche auf den zweiten Platz. Auf dem dritten Platz findet sich „Eclipse - Biss zum Abendrot“ wieder, gefolgt von „Toy Story 3“ und der Actionkomödie „Kiss & Kill“ mit Ashton...

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