Fast & Furious 6

  1. Ø 2.8
   2013

Fast & Furious 6: Vin Diesels Bleifußgang wird ausgerechnet von Agent Hobbs (Dwayne Johnson) angeheuert, um einen Irren zu stoppen. Der Lohn: Generalamnestie!

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Filmhandlung und Hintergrund

Fast & Furious 6: Vin Diesels Bleifußgang wird ausgerechnet von Agent Hobbs (Dwayne Johnson) angeheuert, um einen Irren zu stoppen. Der Lohn: Generalamnestie!

Nachdem sie durch ihr Abenteuer in Rio reich geworden sind, legen die Mitglieder von Torettos Streetracer-Familie, über alle Kontinente verstreut, nur noch den Müßiggang ein. Doch als Agent Hobbs, ihr bisher härtester Gegner, einen unwiderstehlichen Köder auswirft, beißt das Team zu. Für ihre Mithilfe, gemeinsam mit Hobbs dem Überbösewicht Shaw das Geschäft mit einem Chip zu verderben, der Millionen den Tod bringen könnte, stellt Hobbs Unmögliches in Aussicht: die Rückkehr von Torettos großer Liebe Letty.

Familie Toretto und Freunde wechseln die Seiten, um einen übergeschnappten Gangster zur Strecke zu bringen. Sechstes Abenteuer um die Streetracer-Familie, die sich den Spaß an überdrehter Action nicht nehmen lässt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Hohle Sprüche und saftige Action – Schwachsinn hoch unendlich, aber geradezu bestechend vergnüglich. Teil 7, bitte jetzt!
  • Speed und lustvoll überzogene Actionsequenzen dominieren auch den sechsten Teil im erfolgreichen Babes- und Boliden-Franchise.

    Spätestens mit dem Abenteuer in Rio, das alle Erwartungen übertraf, hat sich sich die Streetracer-Familie um Vin Diesel relaxt in einer Welt eingerichtet, in der Realität völlig außer Kraft gesetzt ist. Längst wirkt das Franchise wie ein Angebot von Total Recall, in dem alles möglich scheint. In Justin Lins viertem „Fast & Furious“-Film ist bis auf die Story alles überproportioniert, der Brustkorb und Kantenschädel von Dwayne Johnson, die Quote an heißen Kampfbräuten, die geschlechtsübergreifend Knochen brechen, der neue Überbösewicht (Lukas Evans), der als so genial-gefährlich beschrieben wird, dass es jede Vorstellungskraft sprengt und die Action, die in ihrer Choreografie den Wahnsinn selbstbewusst umarmt und neben kinetisch auch cartoonesk ist. Wer sehen will, wie man auch ohne Hi-Tech-Anzug fliegen und Iron Man sein kann, bucht einfach bei Air Diesel – auch wenn es grimmige Gesichter gibt und irgendwie die Welt gerettet werden muss, weil ein Chip nicht in die falschen Hände geraten darf, bewahrt der Film seinen Spaßcharakter und propagiert, in bizarrer Variation klassischer Werte, die Bedeutung von Familie. Motor der erstmals in Europa verorteten Geschichte ist die Rückführung von Diesels tot geglaubter Freundin Letty in den Clan. Während das ständig erweiterte Team nun nach Johnson auch Martial-Arts-Ikone Gina Carano beschäftigen muss, darf sich jedes Gruppenmitglied auch als Individualist beweisen. Ein Sympathiesieger ist dabei Ex-Model Gal Gadot, die mit einem anderen Veteran der Reihe auch romantische Akzente setzt. Natürlich wird auch diese Fortsetzung von irrwitzigen Autojagden und Destruktionsorgien dominiert, bei denen man sich, auch das eine Tradition, mehr Ruhe im Schnitt wünscht, damit die Bilder ihre Wirkung auch einmal voll entfalten können. Im ausdehnten Finale Grande versucht Diesels Crew, eine Antonow mit Speedcars am Start zu hindern. Hier zeigt sich neben der offensichtlich längsten Startbahn der Welt und dem russischen Transporterriesen auch ein britischer, der Teil 7 in neue Dimensionen führen wird. Nach 130 Minuten dürften auch härteste Actionfans geplättet sein, während Normalzuschauer davon träumen, ein Buch mit einem Titel wie „Durch Raum und Zeit – Aus dem Leben einer Weinbergschnecke“ in die Hand zu nehmen. kob.
  • Regisseur Justin Lin scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, mit jedem weiteren Teil der "Fast & Furious"-Reihe das Tempo noch stärker anzuziehen. Seit "Fast & Furious 3: Tokyo Drift" hat Lin aus dem Franchise ein Spektakel allererster Güte gemacht. Wer dachte, dass mit "Fast & Furious Five" der Höhepunkt an Rasanz und Atemlosigkeit erreicht wurde, der hat sich kräftig geirrt: Der sechste Teil ist ein furioses Actionfeuerwerk, das den Zuschauer an manchen Stellen regelrecht in die Sitze presst.

    Mit einem Tresor die Straßen von Rio aufreißen, wie es in "Fast & Furious Five" der Fall war, galt vielen schon als absoluter Wahnsinn. Das kann "Fast & Furious 6" locker toppen - und zwar durch den Einsatz von Panzer und Jumbo-Jet. So ziemlich alles, was aus Stein oder Blech ist, wird zermalmt, beschossen oder auf sonst eine Weise zu Schrott gemacht. Groß, größer, am Größten. Als Zuschauer läuft man dabei Gefahr, von dem niederprasselnden Actionregen erschlagen zu werden. Kaum eine Atempause, ein enorm hohes Tempo, Schauwerte über und über. Am Ende des Films verlässt man das Kino und ist überwältigt aber auch total fertig, da Entspannungsphasen Mangelware sind.

    Die zahlreichen, fulminanten Actionsequenzen machen trotz ihrer erschöpfenden Ausgedehntheit mächtig Spaß. Justin Lin muss ein Lob ausgesprochen werden, dass sich seine Ideen bezüglich neuer Actionszenen nicht wiederholen. Oft genug bestehen Filme dieses Genres aus einer Aneinanderreihung zum Verwechseln ähnlicher Ballerorgien oder uninspirierter Verfolgungsjagden. "Fast & Furious 6" hebt sich von diesem Einheitsbrei deutlich ab.

    Abheben ist das richtige Stichwort: Trotz aller Begeisterung für Justin Lins Actionfeuerwerk, ist sein Film manchmal im wahrsten Sinne des Wortes abgehoben - und das ist als Kritik zu verstehen. Noch nie galt die "Fast & Furious"-Reihe als ausgesprochen realistisch. Was im sechsten Teil veranstaltet wird, sprengt den Rahmen des akzeptablen Realismusabsenz: Dass Dwayne Johnson ("Pain & Gain", "G.I. Joe: Die Abrechnung") aus einem fahrenden Auto aus 20 Metern Höhe auf das Dach eines anderen fahrenden Autos springt, kann man noch wohlwollend ignorieren. Vin Diesels ultra-unrealistische Rettungsaktion von Michelle Rodriguez, die auf Straßenkartenformat reduzierten Distanzen zwischen weit entfernten Städten und vor allem die hanebüchene Actionsequenz mit dem Jumbo-Jet, der eine Landebahn von gefühlt 500 Kilometern zur Verfügung hat, sind aber zuviel des Guten und wirken lächerlich.

    Zwischen dröhnenden Motoren, brennenden Wracks und abgefeuerten Gewehrsalven gibt es in "Fast & Furious 6" hin und wieder Momente, die von den Schauspielern nicht nur körperliche, sondern auch darstellerische Leistung erfordert. Kern der Story ist der Familien- und Loyalitätsgedanke, die zurückhaltende Darbietung von Emotionen somit ein Muss. Dass Vin Diesel ("Fast & Furious: Neues Modell. Originalteile. ", "Fast & Furious Five") nicht zu den größten Charakterdarstellern unserer Zeit gehört, beweist er in ebendiesen Szenen. Den Mix aus cool, stark und trotzdem warmherzig kauft man dem Actionstar nur schwer ab. Ebenso wenig traut man es Michelle Rodriguez ("Resident Evil: Retribution", "World Invasion: Battle Los Angeles") zu, dass sie eine ausgeprägte romantische Ader besitzt.

    Dass ebendiese emotionalen Momente den Zuschauer nicht berühren, liegt nicht nur an der eingeschränkten Schauspielkunst der Stars. Es sind die sich durch den kompletten Film ziehenden, hochgradig verunglückten Dialoge und One-liner, die einen faden Beigeschmack hinterlassen. Während der Actionszenen werden einige gesprochene Peinlichkeiten noch überdeckt, sobald es jedoch kurzeitig stiller wird, bemerkt jeder die Dialog-Armut.

    Zugute gehalten werden muss Drehbuchautor Chris Morgan ("Fast & Furious Five", "Wanted"), dass er in Sachen Humor ein glückliches Händchen bewiesen hat. "Fast & Furious 6" hält einige gute Gags parat, in deren Mittelpunkt nicht selten der bierernst dreinschauende, aus grotesken Muskelbergen bestehende "samoanische Thor" Dwayne Johnson steht. Durch diese Prise Humor wird das atemlose Actionspektakel erst zum richtig unterhaltsamen Blockbuster. Nur gibt es ein Problem: nicht immer ist klar, ob manch eine komödiantisch wirkende Szene auch tatsächlich so gemeint ist. Einige ernst gespielte Momente treiben einem als Zuschauer die Tränen in die Augen, obwohl das sicher nicht beabsichtigt war.

    Ein, nein, zwei Highlights bieten sich denjenigen, die mit Beginn des Abspanns noch auf ihren Sitzen verweilen: "Fast & Furious 3: Tokyo Drift", der bisher keine echte Bindung zu den anderen Filmen des Franchise aufwies, wird durch eine kurze Sequenz in die Reihe integriert. Als Zugabe gibt es einen Ausblick auf "Fast & Furious 7". Ohne zuviel zu verraten: im siebten Teil tritt ein spektakulärer Neuzugang auf. Die Chancen stehen gut, dass es episch werden könnte.

    Fazit: "Fast & Furious 6" ist eine atemlose Actiongranate, die vor allem Fans der Reihe begeistern wird.
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