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Est-Ouest - Eine Liebe in Russland

Kinostart: 29.06.2000

Filmhandlung und Hintergrund

Spannendes Politepos über eine Heimkehrerfamilie, der Väterchen Russland nach Kriegsende die eiskalte Schulter zeigt.

Als Emigrant Alexei nach Kriegsende mit seiner französischen Frau und ihrem Sohn russischen Boden betritt, erwarten ihn statt Aufbruchstimmung Terror, Bespitzelung und Armut. Dank seiner fachlichen Qualitäten und einer regimefreundlichen Haltung lernt der Arzt, sich mit den Verhältnissen zu arrangieren, während seine Frau nur an eines denkt: die Flucht.

Alexei, ein junger Mediziner, der während des II. Weltkriegs nach Frankreich auswanderte, kehrt 1946 mit seiner jungen, französischen Ehefrau nebst Sohn im Zuge der Propaganda-Kampagne Stalins in seine alte Heimat zurück. Bei ihrer Ankunft in Odessa findet sich die Familie mit einer schrecklichen Wirklichkeit konfrontiert. Viele Russen werden exekutiert oder in Arbeitslager gezwungen. Während Alexei sich unterwirft, um nicht deportiert zu werden, kämpft seine Frau mit allen Mitteln um ihre Freiheit…

Der junge Mediziner Alexei und seine Familie kehren als Exilrussen 1946 in ihre Heimat zurück und erleben dort die Paranoia und Terror des Stalinismus. Spannendes Politepos.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Est-Ouest - Eine Liebe in Russland: Spannendes Politepos über eine Heimkehrerfamilie, der Väterchen Russland nach Kriegsende die eiskalte Schulter zeigt.

    In Zeiten, in denen solche Filme in Frankreich das große Publikum kaum noch erreichen können, dreht Regis Wargnier unbeirrt Melodramen mit mächtigen Gefühlen, die sich vor konfliktreichem politischem Hintergrund bewähren müssen. Der Exotik von „Indochine“ folgt nun bleigraue Depression, die das stalinistische Klima im Nachkriegsrussland mit einem spannenden, bewegenden, aber auch pathetischen und etwas eindimensionalen Fluchtfilm einfängt.

    Kommerziell stellt sich dieser altmodisch unterhaltsame Film einer undankbaren Aufgabe, zumal er als Arthouse-Warenrest von Universal Deutschland beim Major UIP nicht die ideale Heimat gefunden haben dürfte. Dabei besitzt „Est-Ouest“ mit Sandrine Bonnaire und Catherine Deneuve (nur eine Nebenrolle) Qualitätsgaranten mit Wiedererkennungswert, was sich in den USA dieses Jahr mit einer Nominierung für den Oscar als bester ausländischer Film niederschlug, den Wargnier schon für „Indochine“ nach Hause nehmen konnte. „Est-Ouest“ wirkt wie eine Reunion des Teams von „Gefangen im Kaukasus“, der 1997 Kandidat für den Auslands-Oscar war. Regisseur Sergei Bodrow ist Ko-Autor, während sein Sohn Sergei Jr. und Oleg Menshikow wie schon damals die männlichen Hauptrollen übernehmen. Menshikow spielt einen Arzt, der wie viele andere Exilrussen nach Kriegsende in die Heimat zurückgelockt wird, nur um dort Paranoia und Terror des Stalinismus zu erleben. Wer nicht gleich bei der Ankunft in Lager verschickt wird, gerät in die Beobachtungsmühle des KGB, der Immigranten grundsätzlich als Agenten taxiert. Das trostlose, unerwartet eisige Klima lässt die glückliche Ehe des Arztes mit seiner französischen Frau (großartig: Sandrine Bonaire) zerbrechen, weil er sich mit dem Regime zu arrangieren scheint, sie aber nur an Flucht denkt. Mit seinen finsteren Schergen, die Menschen verschwinden lassen, und einer Atmosphäre, die einem die Luft nimmt, verbessert der Film das touristische Image Russlands kaum, obwohl Wargnier mit den guten, seelenvollen Menschen vom Volk für ein Korrektiv sorgt. Die Handlung erstreckt sich im Kern über mehr als zehn Jahre, gesteht beiden Ehepartnern Affären zu, konzentriert sich aber auf Bonnaires Freiheitswunsch, der nach dem Fluchtversuch ihres Liebhabers (Bodrow, Jr.) erst nach einem mehrjährigen Lageraufenthalt dank der Intervention einer Landsmännin (Deneuve) in Erfüllung geht. Optisch ist Wargniers düster fotografierter Film tadellos, erzählerisch aber nicht ohne Mängel. Vor allem dann, wenn die Figur des Arztes nur zur Spannungserzeugung ein unglaubwürdiges Fragezeichen bleibt, wenn Wargnier Kino zu sehr als Oper interpretiert ( Parallelmontage des Freiheitsschwimmers Bodrow und des singenden Armeechors) oder den Rhythmus nicht in den Griff bekommt, wenn er seinen Film langsam und ausführlich beginnt und am Ende durch die Jahre hetzt. kob.
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