Filmhandlung und Hintergrund

Amüsante Farce nach Oscar Wilde um zwei Freunde, die mit fiktiven Zweitidentitäten in der Liebe Verwirrung stiften.

England gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Die beiden Freunde Algernon „Algy“ Moncrieff (Rupert Everett aus „Die Hochzeit meines besten Freundes„) und John „Jack“ Worthing (Colin Firth aus „Bridget Jones„) benutzen zur Verschleierung ihrer diversen Eskapaden das gleiche Pseudonym: Ernst. Als sich beide in honorige Damen der Gesellschaft verlieben, welche die Herren jeweils nur als Ernst kennen, mündet die Posse in ausgedehnte Irrungen & Wirrungen.

Runde 100 Jahre und eine Verfilmung aus den 50ern hat Oscar Wildes ironischer Reigen bereits hinter sich. Nun polierte Wilde-Experte Oliver Parker („Ein perfekter Ehemann„) eines der populärsten Stücke des Meisters für die Neuzeit auf.

Jack und Algernon sind Freunde, führen beide unter falschem Namen ein Doppelleben, wenn das eigene zur Last wird. Die praktische Notlüge wird zum Problem, als sich Jack in Algys Cousine, Algy sich in Jacks Mündel verliebt. Denn die ahnungslosen Frauen kennen ihre Verehrer nur als Ernest und reagieren bockig, als die Wahrheit und einige Enthüllungen mehr ans Licht kommen.

Gutsbesitzer Jack und Lebemann Algernon gehören der englischen Oberschicht an. Beide führen unter dem Namen Ernest ein Doppelleben, sobald Verpflichtungen oder wütende Gläubiger zur Last werden. Die praktische Notlüge erweist sich jedoch als fatales Problem, als sich Jack in Algys Cousine, Algy sich dagegen in Jacks Mündel verliebt. Denn die ahnungslosen Frauen kennen ihre Verehrer nur als Ernest und reagieren recht verschnupft. Als auch noch Algys snobistische Tante auf den Plan tritt, kommt es zu turbulenten Enthüllungen.

Gutsbesitzer Jack und Lebemann Algernon führen beide unter dem Namen Ernest ein Doppelleben, um Verpflichtungen oder wütenden Gläubigern zu entgehen. Zum Problem wird die praktische Notlüge, als sich Jack in Algys Cousine, Algy sich dagegen in Jacks Mündel verliebt – denn beide Frauen kennen ihre Verehrer nur als Ernest. Zweite Oscar Wilde-Verfilmung von Oliver Parker („Ein perfekter Ehemann“).

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    Kritikerrezensionen

    • Ernst sein ist alles: Amüsante Farce nach Oscar Wilde um zwei Freunde, die mit fiktiven Zweitidentitäten in der Liebe Verwirrung stiften.

      Der Titel seines populärsten Stücks war für Oscar Wilde selbst nie Programm, obwohl der geistreiche Gesellschaftskommentator wenige Monate nach der Premiere mit seiner Inhaftierung den Ernst seiner eigenen Situation erkennen musste. Nach „Ein perfekter Ehemann“ setzt Regisseur Oliver Parker die Wilde-Renaissance mit der nach 1952 zweiten Verfilmung der verspielten Farce um zwei Freunde mit vier Identitäten und zwei Frauen fort. Die Besetzung ist von internationaler Klasse, die Komödie boulevardesk-heiter und die kommerzielle Attraktivität vergleichbar mit dem Vorgänger, der mit ähnlich prominenter Besetzung, aber etwas mehr Tiefgang 264.000 Zuschauer für Oscar Wilde begeistern konnte.

      Eine Verwicklungs- , Verwechslungs- und am Ende auch Enthüllungskomödie ist diese Geschichte zweier Freunde, die als Fluchtmöglichkeit aus ihren jeweiligen Lebensrealitäten sich zwei Alternatividentitäten geschaffen haben, die nicht nur ihre Familien, sondern auch ihre Damen des Herzens verwirren. „Ernst sein ist alles“ markiert dabei das dritte gemeinsame Filmprojekt von Rupert Everett und Colin Firth, die 1984 mit „Another Country“ erstmals auf sich aufmerksam machten. Firth spielt den vermögenden, scheinbar biederen Gutsbesitzer Jack, der in London, als sein fiktiver Bruder Ernest, ein deutlich entspannteres Zweitleben pflegt, wenn ihm die Provinz auf die Nerven geht. Everett ist als Jacks bester Freund Algernon zu sehen, der das Leben zur Party macht und einen Freund auf dem Land erfunden hat, bei dem er in peinlichen Situationen, wie etwa Schuldenkrisen, Zuflucht suchen kann. Weil sich Jack in Algys Cousine, und Algy in Jacks Mündel verliebt, und beide Frauen ihre Verehrer nur unter dem Namen Ernest kennen, entwickelt sich ein kompliziertes romantisches Labyrinth, an dessen Ausgang auch noch Algys Tante (Judi Dench) als klassenbewusster Zerberus darüber wacht, dass Nichte Gwendolen eine standesgemäßere Partie als Adoptivkind Jack macht. Schöne Bilder und trotz eines Budgets von nur 15 Millionen Dollar durchaus auch Ausstattungspracht gibt es zu bestaunen in diesem etwas altmodischen, aber immer noch amüsanten Jux, den sich Wilde vor fast 120 Jahren machen wollte. Regisseur Parker ließ den Klassiker im Kern intakt, baute einige Modernisierungen ein, unter denen Gwendolens Tattoo „Ernest“ vielleicht anachronistisch wirkt, aber das Chaos um den Namen auf eine spöttische Spitze treibt. Viel mehr als der Ernst-haftere Vorgänger „Ein perfekter Ehemann“ ist Parkers Komödie eine Maskerade in Dur, die in Dauer-Dandy Everett ihr größtes Zugpferd hat, um den Beweis für die Zeitlosigkeit dieser Farce in den Kinos antreten zu können. kob.

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