Filmhandlung und Hintergrund

Verstörendes Regiedebüt von David Lynch, der seinen "Helden" am missgestalteten Nachwuchs verzweifeln lässt.

In einer dunklen, verkommenen und von Maschinenlärm geprägten Welt wird der Arbeiter Henry Spencer mit dem Umstand konfrontiert, dass seine Liebelei mit Mary eine missgestaltete Frühgeburt hervorgebracht hat. Pflichtbewusst heiratet Henry Mary, die jedoch schon bald das unaufhörliche Schreien des Babys nicht mehr ertragen kann und beide verlässt. Henry versucht sich seiner Aufgabe zu stellen, doch eine paar Probleme später ist er am Ende seiner Kräfte und sieht nur noch einen Ausweg…

Darsteller und Crew

  • David Lynch
    David Lynch
    Infos zum Star
  • Jack Nance
    Jack Nance
  • Charlotte Stewart
    Charlotte Stewart
  • Allen Joseph
    Allen Joseph
  • Jeanne Bates
    Jeanne Bates
  • Jack Fisk
    Jack Fisk
  • Laurel Near
    Laurel Near
  • Jean Lange
    Jean Lange
  • Frederick Elmes
    Frederick Elmes
  • Herbert Cardwell
    Herbert Cardwell
  • Fats Waller
    Fats Waller

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

3,3
4 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

    1. Über Lynchs Film kann man sich wirklich streiten. Zum einen erzeugt er eine horrorhafte Atmosphäre, zum anderen dämpft er sie wieder durch Traumsequenzen, die man eh nicht verstehen oder zu Tode interpretieren kann. Auch der Zuschauer weiß bald nicht mehr, was real ist und was nicht, noch nicht einmal, ob das Wesen wirklich ist.

      Denn was hat die seltsame Szene am Anfang zu bedeuten, in der der "Mann auf dem Planeten" (Jack Fisk) vorgestellt wird, der mit einem Fernrohr auf die Erde hinunter direkt in Henrys Kopf sieht. Es wimmelt nur so vor solchen Szenen. Und mit Blut spart Lynch auch nicht gerade. In seinen Träumen sieht man Henry öfters mal den Kopf verlieren und die Szene, in der Henry das Wesen tötet, verhindert eigentlich nur die traurige Situation, dass man sich nicht übergibt.

      Trotzdem ist Lynch ein interessantes Werk gelungen. Ein Werk irgendwo zwischen Horrorfilm und Kunstdrama, diskussionswürdig, absolut düster und eigentlich auch abgrundtief böse. Eine deutsche Fassung gibt es übrigens nicht, nur eine mit Untertiteln. Innerhalb von Lynchs Gesamtwerk kommt von Stil, Art und Story sein 1997er "Lost Highway" erst wieder an "Eraserhead" heran.

      Fazit: Ein düsterer Alptraum, der irgendwo zwischen Kunstdrama und Horrorfilm angesiedelt werden kann.
    2. Eraserhead: Verstörendes Regiedebüt von David Lynch, der seinen "Helden" am missgestalteten Nachwuchs verzweifeln lässt.

      Verstörender erster Langfilm von David Lynch („Blue Velvet“), der nicht zuletzt aufgrund finanzieller Probleme fünf Jahre an dem Film arbeitete. Die in düsterem Schwarzweiß gehaltene Vision einer unwirtlichen Industriewelt lässt viele Fragen offen, zumal sich die Handlung wenig um die Gesetze der Logik schert. Im Vorgriff auf spätere Markenzeichen Lynchs werden auf mitunter abstoßende Weise Themen wie Einsamkeit, Sex, Liebe und Verlangen aufgeworfen. Die Hauptfigur mit der Wischmobfrisur verkörpert Jack Nance, der später auch in zahlreichen anderen Lynch-Filmen zu sehen war.

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