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Ein Junge namens Weihnacht

   Kinostart: 18.11.2021

A Boy Called Christmas: Buchverfilmung über den jungen Nikolas, der durch ein großes Abenteuer zum Weihnachtsmann wird.

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„Ein Junge namens Weihnacht“ im Kino

Filmhandlung und Hintergrund

Buchverfilmung über den jungen Nikolas, der durch ein großes Abenteuer zum Weihnachtsmann wird.

Den Weihnachtsmann kennen heutzutage alle Kinder und Erwachsene. Dickbäuchig und graubärtig beschenkt er alle artigen Kinder auf der Welt pünktlich zum Weihnachtsfest. Doch vor langer Zeit war Nikolas (Henry Lawfull) selbst ein kleiner Junge. Gemeinsam mit seinem Vater Joel (Michiel Huisman) wächst er in einer einfachen Holzhütte in Finnland auf. Als sein Vater aufbricht, um die sagenumwobene Stadt Wichtelgrund zu finden, soll Nikolas stattdessen bei seiner strikten Tante Carlotta unterkommen.

Bei seiner Tante ist der Junge jedoch alles andere als glücklich und macht sich kurzerhand alleine auf den Weg in den hohen Norden. Mit Hilfe der putzigen Maus Miika (gesprochen von Sascha Grammel), trifft er im Schnee nicht nur eine Elfe, einen fiesen Troll und richtige Wichtel, sondern sogar fliegende Rentiere! Doch Mutter Wodel (Sally Hawkins) führt in Wichtelgrund ein finsteres Regiment.

Einen Vorgeschmack bekommt ihr schon mal im Trailer:

„Der Junge namens Weihnacht“ – Hintergründe, Kinostart, Besetzung

2015 erschien der gleichnamige Roman „Ein Junge namens Weihnacht“ von Matt Haig und eroberte im Sturm die Herzen von jungen wie älteren Leser*innen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis ein Filmstudio Interesse bekundete.

Am 18. November 2021 erwartet uns mit „Ein Junge namens Weihnacht“ das magische Abenteuer des jungen Weihnachtsmann Nikolas in den deutschen Kinos, in anderen Ländern erscheint der Weihnachtsfilm exklusiv auf Netflix. Mit Gil Kenan („Monster Hunter“) verpflichtete man einen Oscar-nominierten Regisseur, das Drehbuch setzt Kenan und Ol Parker („Best Exotic Marigold Hotel“) um.

Die Darstellerriege wird von zahlreichen großen als auch kleinen Stars angeführt. Nachwuchsstar Henry Lawfull („Les Miserables“ 2018) verkörpert den jungen Weihnachtsmann. Mit Michiel Huisman („Spuk in Hill House“), Jim Broadbent („Moulin Rouge“), Maggie Smith („Harry Potter“-Reihe), Kristen Wiig („Brautalarm“), Sally Hawkins („The Shape of Water“), Toby Jones („Tribute von Panem“), Rune Temte („Captain Marvel“), Zoe Margaret Colletti („Scary Stories to Tell in the Dark“) und Indica Watson („Sherlock“) wird das Kinderbuch fabelhaft in weiteren Rollen verfilmt.

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Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. FBW-Pressetext:

      Ein Familienfilm, so gemütlich wie ein Weihnachtsabend vor dem Kamin. Warmherzig, unterhaltsam und bezaubernd.

      In einer Zeit, lange bevor es das Weihnachtsfest gab, macht sich ein Junge namens Nikolas auf, seinem Dorf, das unter Armut und Traurigkeit leidet, etwas Hoffnung und Fröhlichkeit zurückzubringen. Dafür unternimmt er eine Reise nach Wichtelgrund, einem legendären Ort, an dem Wünsche wahrwerden. Eine berührende Geschichte, ein fantastisch farbenfrohes Setting und ein hochkarätiger Cast lassen diesen Familienfilm im wohlig-warmen Weihnachtszauber strahlen.

      Der Familienweihnachtsfilm (Regie Gil Kenan, Drehbuch co-verfasst mit Oi Parker, nach dem Bestseller von Matt Haig) ist schon am Anfang etwas ganz Besonderes. Denn es gibt in der Geschichte, die die Großmutter (gewohnt großartig: Maggie Smith) den Kindern erzählt, noch gar kein Weihnachten. Klug und auf Augenhöhe des kindlichen Publikums wird nach und nach offenbart, wie Weihnachten entstand. Hier entfacht der Film ein Feuerwerk an visuellen Ideen und kreiert über die mitreißende Musik, die schwelgerischen Kamerabilder und das phänomenale Set-Design eine Welt, in der Fantasie Trumpf ist und eine sprechende Maus und eine Wichtelwelt ganz natürlich erscheinen. Henry Lawfull erscheint als ideale Wahl für die Hauptfigur des Nikolas. Mit großen wachen Augen erkundet er seine Welt und besticht nicht durch körperliche Kraft, sondern durch Mut und sein kluges Köpfchen. Durch die Metaebene der „Geschichte in einer Geschichte“ werden schon junge Zuschauende durch die immer wieder eingeschobenen Nachfragen der Kinder in ihrer Wahrnehmung ernstgenommen und abgeholt. Und auch thematisch werden mit dem Verlust von Elternteilen, der Suche nach einem eigenen Weg im Leben viele Aspekte aus der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen angesprochen. Neben Maggie Smith brillieren in den Erwachsenennebenrollen Jim Broadbent, dem als gutmütigem König Lacher und Herzen gleichermaßen zufliegen, Toby Jones als Wichtelanführer sowie Sally Hawkins als verbitterte Zauberin und Kristen Wiig als gleichsam verbitterte Tante. In den Dialogen vermischen sich Warmherzigkeit und trockener britischer Humor, der auch Erwachsene anspricht, die Dramaturgie wechselt mit Feingefühl zwischen Abenteuer und Ruhe. Das alles zusammen macht aus EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT die perfekte Weihnachtsunterhaltung für die ganze Familie, bei der man sich geborgen fühlt.

      FBW-Jury-Begründung:

      In den angelsächsischen Ländern ist es bekanntlich Father Christmas, der in der Weihnachtsnacht durch die Lüfte fliegt und den Kindern die Geschenke bringt. Die Story hat mittlerweile auch hierzulande Fuß gefasst und begonnen, unser Bild von Weihnachten zu verändern. 2015 hat sich der britische Schriftsteller Matt Haig an diese Father-Christmas-Stories gewagt. Sein EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT erzählt mit viel Witz, wie einst ein Junge zum Weihnachtsmann geworden ist. Eine originelle Neuinterpretation eines Mythos, der jetzt mit viel Herz und einer tollen Besetzung als Realfilm mit Animationselementen verfilmt worden ist.
      Vor langer Zeit hat die Halbwaise Nikolas Weihnacht in den Wäldern Finnlands gelebt. Als dessen Vater eines Tages in den Norden zieht, um das sagenumwobene Wichtelgrund zu finden, folgt Nikolas heimlich. Auf seinem Weg findet er neue Freunde und besteht eine Menge Abenteuer, um letztlich dann zu dem zu werden, der Weihnachten, so wie wir es kennen, in die Welt bringt.
      Zugegeben ein wenig umständlich, etwas wirr und durchaus mit viel Zeit tastet sich der Film zunächst an die Story heran. Dann aber nimmt er umso gekonnter Fahrt auf und seine Zuschauer mit auf eine zauberhafte Reise zum Beginn aller Weihnachten.
      Gil Kenan und Ol Parker verstehen es mit den allseits bekannten Mythen genauso liebe- wie humorvoll zu spielen. Mit einer herausragenden Animation und einem wahrlich gelungenen Set-Design schafft der Film eine genauso unprätentiöse und unsentimentale, wie herzliche Neuerzählung des Stoffs. Bild und Ton, ja die gesamte Machart scheinen der Jury sehr sorgfältig angelegt, ohne bedächtig und überlegt zu wirken. Im Gegenteil: Mit gutem Timing, kindgemäßen Albernheiten, aber auch hintergründigem Witz und einer unglaublichen Detailverliebtheit hat die filmische Adaption von EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT die Jury begeistert.
      Kleine Pausen von der abenteuerreichen Handlung erreicht der Film durch gezielt in die Rahmenhandlung eingestreute Kinderfragen. Das wirkt authentisch und schafft die notwendigen Zäsuren, die ein Kinderfilm braucht, stört aber den Handlungsfaden in keinster Weise. Den erwachsenen Zuschauern hingegen bieten Kenan und Parker politische Botschaften und satirischen Tiefgang im knackig-trockenen Monty-Python-Stil, so dass auch sie mit Sicherheit Freude an EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT haben werden.
      Herausragend bewertet die Jury den Cast: Jim Broadbent, als trottelig-arroganter König und Sally Hawkins als biestig-verbitterte Wichtelkönigin haben beide schon zuvor in den Paddington-Filmen hervorragend agiert. Zu ihnen gesellen sich nun auch Kristen Wiig und Maggie Smith, als doch recht „anders“ agierende Tanten in Höchstform. Besonders aber muss die Leistung Henry Lawfulls hervorgehoben werden, der als Titelfigur die Jury wirklich überzeugt hat.
      Ein wenig schade fand die Jury, dass sich der opulente Klangteppich der Musik in nahezu jeder Szene unterlegt ist. Ihrer Ansicht nach hätten Gil Kenan und Ol Parker mehr Vertrauen in ihre wunderbaren Bilder haben können. .
      Mit Tempo, Witz und Charme erzählt EIN JUNGE NAMENS WEIHNACHT, wie der Weihnachtsmann zu dem wurde, den wir kennen. Nach ausführlicher Diskussion möchte die Jury dieser kindgerechten Geschichte, die sicherlich auch Erwachsene ins Kino zieht, das höchste Prädikat vergeben.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
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