Ein Hologramm für den König

  1. Ø 3.8
   2016

Ein Hologramm für den König: Drama um einen strauchelnden Geschäftsmann, der in einer saudiarabischen Stadt neu anfängt. Neue Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tom Tykwer und Hauptdarsteller Tom Hanks.

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Filmhandlung und Hintergrund

Ein Hologramm für den König: Drama um einen strauchelnden Geschäftsmann, der in einer saudiarabischen Stadt neu anfängt. Neue Zusammenarbeit zwischen Regisseur Tom Tykwer und Hauptdarsteller Tom Hanks.

Alan Clay (Tom Hanks) ist ein 54-jähriger Geschäftsmann aus Amerika und ein Opfer der Wirtschaftskrise. Nachdem sein Unternehmen Pleite gegangen ist, verliert der hochverschuldete Mann seinen gesamten Besitz und wird obendrein von der Ehefrau fallen gelassen. Ein Lichtblick ist ein ungewöhnliches Jobangebot als Verkäufer, das er notgedrungen annimmt. Sein Produkt ist jedoch mehr als abstrus: Er soll nämlich mit einem Team von Mitarbeitern, die viel jünger als der etwas altmodische Unternehmer sind, nach Saudi Arabien reisen und dem König ein brandneues holografisches Telefon-Konferenzsystem andrehen. Der Herrscher wiederum hat zwar geplant, eine prestigeträchtige Luxus-Stadt mitten in der Wüste aufzubauen, sein einstiges Lieblings-Projekt hat er jedoch inzwischen vergessen. Und so landen Clay und sein Team mitten im Nirgendwo auf einer brachliegenden Baustelle. Clay muss nun scheinbar endlos auf den gleichgültigen Monarchen warten, der sich nicht mehr blicken lässt. Begleitet wird er dabei von dem einheimischen Fahrer Yousef Alans, der ihn durch die atemberaubenden Städte und Landschaften führt und die Kultur des Landes näher bringt. Schon bald findet Alan Clay Gefallen daran, sich einfach treiben zu lassen. Als Geschäftsmann musste er immer zielstrebig denken und auf den nächsten Gewinn hinarbeiten, nun hat er endlich Zeit zur Ruhe zu kommen und zu sich selbst zu finden. Schließlich trifft er auf die attraktive, arabische Zahnärztin Zahra (Sarita Choudhury), die sich ihrerseits gegen die strengen Konventionen ihres Heimatlandes stellt. Die deutsch-amerikanische Co-Produktion wurde unter anderem in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Marokko gedreht und von dem deutschen Ausnahmeregisseur Tom Twyker (“Das Parfum“, “Nairobi Half Life“) inszeniert. Der Oscar-Preisträger Tom Hanks (Bester Schauspieler, “Philadelphia“) arbeitet nach dem internationalen Mammut-Projekt „Cloud Atlas“ ein zweites Mal mit Twyker zusammen. Die Geschichte basiert auf einem gleichnamigen Roman des amerikanischen Autors Dave Eggers, in dem mit dem globalisierten Kapitalismus abrechnet wird.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

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  • Cloud Atlas” – Tom Tykwers Koproduktion mit den Wachowski-Geschwistern – war sein bisher ambitioniertestes Projekt. Und das in jeder Beziehung, inklusive des immensen Budgets. Entsprechend schmerzhaft auch das kommerzielle Scheitern – ob zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt. Nach einem kurzen Ausflug in die Welt der TV-Serie mit “Sense8″ kehrt Tykwer jetzt zurück zu dem, was er am besten kann. Dem filmischen Veredeln ruhigerer Stoffe – unter Verzicht auf Bombast und Dramatik im Hollywood-Format.

    Auf Stars im Hollywood-Format muss er dabei jedoch nicht verzichten. Viel größer als Tom Hanks geht es in den Staaten kaum mehr. Nicht umsonst ist er unlängst erneut zum beliebteste Schauspieler Amerikas gekürt worden. Übrigens bereits zum fünften Mal. Seinem Spiel – eigentlich seinem ganzen mimischen Wesen – ist es auch zu verdanken, dass Tykwers Verfilmung des  Romans von Dave Eggers eine sehenswerte Studie über zwei Aspekte des Lebens geworden ist. Über das Warten. Und über das Scheitern.

    Denn darin besteht im Großen und Ganzen die Aufgabe des nach Saudi-Arabien geschickten Angestellten Alan Clay. Er soll dem saudischen König  ein Hightech-Kommunikationssystem für ein Gigantenprojekt andrehen. Eine neu entstehende Wüstenstadt. Eine funkelnde Metropole im Sand.  Einziges Problem: Die gibt es gar nicht. Nicht mal eine ernstzunehmende Baustelle, geschweige denn ein Monarch wartet hier auf den zunehmend verzweifelten Vertreter. Und so soll es auch bleiben. Allen freundlichen Beteuerungen und Vertröstungen zum Trotz. Bald muss Clay einsehen: Sein Auftrag, seine Meetings, irgendwie sein ganzes Leben wurde auf Warteschleife gelegt. Eine Erkenntnis, über die er sich weder mit Alkohol noch mit weiblicher Hilfe hinwegtrösten kann.

    Doch gemeinsam mit Tom Hanks zu warten, kann den Zuschauer tatsächlich in den Bann ziehen. Mit witzigen Momenten. Mit vielen tiefen Bildern. Und immer wieder mit einer Tristesse, die der große Star so glaubhaft wie stoisch auf seinen schmalen Schultern ausbalanciert. Natürlich: Bei aller Liebe zum antiklimakterischen Film – es bleibt letztlich Warten.  Aber das konnte man mit Tom Hanks  ja schon immer auf hohem filmischen Niveau. Mit Forrest Gump auf der Parkbank. In Cast Away auf der Insel. Und jetzt mit Alan Clay in der Wüste.

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