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Drawing Restraint 9

Kinostart: 08.06.2006
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  • Kinostart: 08.06.2006
  • Dauer: 135 Min
  • Genre: Drama
  • Produktionsland: Japan, USA
  • Filmverleih: Celluloid Dreams (Alamode)

Filmhandlung und Hintergrund

Experimentierfreudiges Gemeinschaftsprojekt des Künstlers Matthew Barney und der Musikerin Björk.

Ein mit heißer Vaseline beladenes Walfängerschiff bricht von Japan in die Antarktis auf. Während die Vaseline auf der Reise langsam abkühlt, bereiten sich an Bord zwei Passagiere (Matthew Barney und Björk) auf eine denkwürdige Paarung vor. Zuvor allerdings steht eine Teezeremonie an, bei der sich das gesamte Schiff in eine Teekanne verwandeln soll.

Mystik, surreale Gleichnisse und unvergessliche visuelle Eindrücke für experimentierfreudige Programmkinogänger in einem Gemeinschaftsprojekt des bildenden New Yorker Künstlers Matthew Barney („The Cremaster Cycle„) und der Sängerin Björk.

Der Industriewalfänger läuft nach einer feierlichen Prozession aus einem japanischen Hafen aus, beladen mit heißer Vaseline, die in einer Form auf der wochenlangen Fahrt in antarktische Gewässer allmählich abkühlt. Derweil kommen zwei namenlose Gäste an Bord. Nachdem sie für eine Teezeremonie traditionell verkleidet wurden, beginnt sich der Raum selbst in eine riesige Teekanne zu verwandeln, in der es zu einer bizarren Annäherung beider kommt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Drawing Restraint 9: Experimentierfreudiges Gemeinschaftsprojekt des Künstlers Matthew Barney und der Musikerin Björk.

    Der New Yorker Ausnahme-Künstler Matthew Barney („The Cremaster Cycle“) und Pop-Sirene Björk in einem experimentierfreudigen Gemeinschaftsprojekt, mit dem sich die bildende Kunst im Kino zurückmeldet.

    Schon durch den letztjährigen Kinostart der fünfteiligen Performanceserie „The Cremaster Cycle“, in der Barney erkundete, wie moderne Kunst sich mit dem Medium Film vereinigen lässt, sorgte er im Alleingang für ein Comeback des Experimentalfilms. So unkonventionell geht es nun weiter. Der Industriewalfänger „Nisshin Maru“ läuft nach einer feierlichen Prozession aus einem japanischen Hafen aus, beladen mit heißer Vaseline, die in einer Form auf der wochenlangen Fahrt in antarktische Gewässer allmählich abkühlt. Derweil kommen zwei namenlose Gäste an Bord (Matthew Barney und Björk). Nachdem sie für eine Teezeremonie traditionell verkleidet wurden, beginnt sich der Raum selbst in eine riesige Teekanne zu verwandeln, in der es zu einer bizarren Annäherung beider kommt.

    Wie bei „Dancer in the Dark“ nimmt Björks exzentrische Musik eine prominente Stellung ein und ergibt mit der verwirrend-phantastischen Handlung eine bisweilen berauschende, immer originelle Komposition, in der die Narrativik keine vorrangige Bedeutung hat. Das evoziert hypnotische Abschnitte, droht manchmal aber auch ins Banale abzudriften. Hektiker werden es hier schwer haben, doch der Lohn, sich auf den langsamen Rhythmus des 135-Minuten-Werks einzulassen, ist eine außergewöhnliche Kinoerfahrung.

    Wieder erforscht Barney seine Lieblingsthemen, die Überschreitung körperlicher Grenzen und den daraus resultierenden Metamorphosen und Schöpfungsprozessen. Mit Anklängen beim Shintoismus, Walfangmythen und grotesk-maritimen (sehr schleimigen) Formen ergibt sich eine flirrende Kombination oft provokativer Lesarten. Diese Entdeckungsreise durch ein einzigartiges filmisches Vokabular sollte auch für Greenpeace-Aktivisten geeignet sein und jeden, der Matthew Barney auf der Höhe seines künstlerischen Schaffens bewundern möchte. tk.
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