Donnie Brasco

  1. Ø 3
   1996
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Filmhandlung und Hintergrund

Donnie Brasco: Stilvoll inszeniertes Gangster-Drama, das sich auf die Freundschaft eines Undercover-Agenten mit einem Mob-Mitglied konzentriert.

Donnie Brasco ist der Deckname von FBI-Agent Joe Pistone, unter dem er in einen New Yorker Mob-Clan aufgenommen wird, und der ihm zunehmend auch zu seiner Identität wird. Den Einlaß ermöglicht ihm Lefty Ruggiero, ein abgehalfterter, aber absolut loyaler „Wise Guy“, dessen Vertrauen und Freundschaft er gewinnen kann.

Im New York der siebziger Jahre fristet Lefty Ruggiero als hitman ein trostloses Dasein. 26 Menschen hat er schon beseitigt, und trotzdem ist er nie über den Rang eines Fußsoldaten hinausgekommen. Da lernt er den Kleinganoven Donnie Brasco kennen. Die beiden freunden sich an, und Lefty führt Donnie in die „ehrenwerte Gesellschaft“ ein. Brasco scheint am Beginn einer großen Karriere zu stehen. Dem jungen Mann könnte das gelingen, was Ruggiero immer versagt blieb. Doch dafür stehen die Chancen schlecht – denn Brasco ist Undercover-Agent des FBI!

Donnie Brasco ist der Deckname von FBI-Agent Joe Pistone, unter dem er in einen New Yorker Mob-Clan aufgenommen wird, und der ihm zunehmend auch zu seiner Identität wird. Stilvoll inszeniertes Gangster-Drama, das sich auf die Freundschaft eines Undercover-Agenten mit einem Mob-Mitglied konzentriert.

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Kritikerrezensionen

  • Die Memoiren des FBI-Agenten Joe Pistone, der unter dem Decknamen Donnie Brasco in den späten siebziger Jahren die New Yorker Mafia infiltrierte und an die 100 Verurteilungen bewirkte, diente als Vorlage für Mike Newells fesselndes Mafiadrama. In der Titelrolle findet Johnny Depp Zugang in die Bonnano-Familie, als er unter die väterliche Fittiche des alternden Killers Lefty Ruggiero (Al Pacino fügt seinem Repertoire ein weiteres Glanzlicht hinzu) genommen wird.

    Regisseur Newell, den man aufgrund seiner bisherigen Inszenierungen „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“ und „Verzauberter April“ eher mit distinguierter romantischer Komödie in Verbindung brachte, beweist mit der superben Mischung aus realistischem Dokudrama und ausgefeilter Charakterstudie nun auch seine Versiertheit auf dramatisch-gewaltdurchsetztem Sektor. Für das mit exquisit-unterhaltsamen Dialogen gespickte Drehbuch zeichnet Paul Attanasio verantwortlich, der bereits in „Enthüllung“ und „Quiz Show“ sein Talent für intelligentes Erwachsenen-Entertainment offenbarte und auch hier wieder in die Vollen geht. Mit Pacino und Depp hat sich ein meisterliches Duo seiner Hauptfiguren angenommen, das sich gegenseitig zu schauspielerischen Höchstleistungen hochpuscht. Pacino, der in der „Der Pate“-Trilogie das respekteinflößende Oberhaupt der Corleone-Familie perfekt porträtierte und zuletzt in „Carlito’s Way“ Kontakt mit dem organisierten Verbrechen aufnahm, nimmt hier einen niederen Rang in der Machthierarchie des Mob ein. Im Laufe langer Jahre loyaler Drecksarbeit, deren Lohn es war, bei Beförderungen stets übergangen zu werden, hat er sich resigniert in sein unbedeutsames Schicksal gefügt. Doch die Hoffnung auf die Verwirklichung seines Traums von Ehre und Anerkennung hat er nie aufgegeben. In dem Juwelenhehler Donnie Brasco erkennt er eine junge Ausgabe seiner selbst wieder: Bereits nach kurzer Bekanntschaft führt er ihn in seinem Kreis ein und bürgt für ihn. Zu dieser Abteilung in Brooklyn gehören neben den üblichen Handlangern Michael Madsen als cholerischer Aufsteiger Sonny Black und Bruno Kirby als Nicky, der für einen Fehltritt mit dem Tod bestraft wird.

    Brasco alias Pistone verbringt nun Undercover mehrere Jahre mit seiner neuen Familie, während er seine Frau (Anne Heche) und drei Töchter in New Jersey bestenfalls nur noch sporadisch sieht. Seine Frau wirft ihm schließlich vor, er würde immer mehr wie seine Kumpanen werden. Seine Anwort fällt knapp und klar aus: „I am them.“ Der Schluß fällt dementsprechend ambivalent aus: Im Schnellverfahren wird der tragische Titelheld vom FBI wegen seines finalen Verrats mit einer Medaille und einem 500-Dollar-Scheck abgefertigt. Depp verfügt über das schauspielerische Format, die innere Zerrissenheit seines Charakters überzeugend zu transportieren. Bereits während der Eröffnungssequenz reflektieren seine ausdrucksstarken Augen in einer eingefrorenen Schwarzweiß-Großaufnahme grenzenlosen Scham und Schmerz.

    Das größte Lob für Regisseur Newell ist die Tatsache, daß ihm das scheinbar Unmögliche gelungen ist, in einem Genre, das in den letzten 25 Jahren so von den Arbeiten eines Martin Scorsese und Francis Ford Coppola geprägt wurde, einen neuen, aufregenden Ansatz gefunden zu haben: Sehr viel aufregender und meisterlicher kann Kino für ein erwachsenes Publikum kaum sein. Good Fellas? In der Tat! ara.

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