Filmhandlung und Hintergrund

Preisgekröntes Ensemble-Drama von Sergei Losznitsa über den Konflikt in der Ostukraine und die mediale Wahrheit, die sich nur allzu oft als Propaganda entpuppt.

Im Krieg stirbt zuerst die Wahrheit, so lautet ein altes Sprichwort, das in Bezug auf den Konflikt in der Ostukraine seine Aktualität nicht eingebüßt zu haben scheint. Dass Wahrheit im Ukraine-Konflikt auf beiden Seiten fabriziert und manipuliert wird, ist das Grundthema der insgesamt 13 Episoden, die „Donbass“ ausmachen und lose ineinandergreifen. Es beginnt mit Schauspielern, die noch geschminkt werden, bevor sie einen Kampfeinsatz nachstellen. Und auch der deutsche Journalist Walter (Thorsten Merten) merkt bald, dass die Wahrheit fast zu flüchtig ist, um sie zu greifen.

„Donbass“ — Hintergründe

Regisseur Sergei Losznitsa hat sich bereits in der Dokumentation „Maidan“ mit den jüngsten Ereignissen in seiner Heimat, der Ukraine, auseinandergesetzt. Mit „Donbass“ legt Losznitsa ein episodenhaftes Ensembledrama vor, dass sich mit der medialen Wirklichkeit des Konflikts in der Ostukraine befasst, wo ukrainische Nationalisten gegen prorussische Separatisten kämpfen. In der westlichen Welt wurden die Nachrichten über den Krieg längst durch neue Krisen verdrängt. Derweil halten die Kämpfe auch im Jahr 2018 an.

Nachdem Losznitsa bereits mit seinem Spielfilmdebüt „Mein Glück“ in Cannes auftreten konnte, wurde „Donbass“ als Eröffnungsfilm für die Reihe Un Certain Regard des Filmfestivals von Cannes 2018 ausgewählt. In derselben Sektion erhielt das satirisch bittere Drama außerdem den Preis für die Beste Regie.

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Kritiken und Bewertungen

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