Domino - Live Fast, Die Young

   Kinostart: 29.12.2005

Domino: Visuell bestechender Actionthriller über Domino Harvey, Tochter von Schauspieler Laurence Harvey, die eine Karriere als Topmodel aufgab, um Kopfgeldjägerin zu werden.

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Filmhandlung und Hintergrund

Visuell bestechender Actionthriller über Domino Harvey, Tochter von Schauspieler Laurence Harvey, die eine Karriere als Topmodel aufgab, um Kopfgeldjägerin zu werden.

Das ebenso attraktive wie sturköpfige Ex-Model Domino Harvey (Keira Knightley), Töchterchen des Schauspieler Laurence Harvey, hat die Schnauze voll vom Luxus-Leben in Beverly Hills. Statt Cocktails zu schlürfen will sie zukünftig als Kopfgeldjägerin ihren Lebensunterhalt verdienen. Zusammen mit dem schrägen Duo Ed (Mickey Rourke) und Choco (Edgar Ramirez) lehrt sie fortan die Unterwelt das Fürchten.

Action- und Thriller-Spezialist Tony Scott („Der Staatsfeind Nr. 1„, „Spy Game„) inszeniert mit Flashbacks und Zeitsprüngen ein optisch faszinierendes Porträt einer schillernden Frau - die gerade Ende Juni 2005 unter mysteriösen Umständen tot in ihrer Badewanne aufgefunden wurde. Allein das ungleiche Paar Keira Knightley und Mickey Rourke ist den Kinobesuch wert.

Als Tochter von „Botschafter der Angst“-Star Laurence Harvey lebt die kleine Domino von Kindesbeinen an ein privilegiertes Leben in Beverly Hills. Von Anfang lehnt sie sich gegen jede Form von Konvention auf, weshalb ihre Zeit als Model der Ford-Agentur kurzlebig ist. Eine Art Familie findet Domino erst, als sie sich dem Kopfgeldjäger-Team des einstmaligen schweren Jungen Mosbey anschließt. Mit der Reality-TV-Show „The Bounty Squad“ kommt neuer Ruhm, aber auch Ärger, als Domino und Co. bei einer Mission ins Kreuzfeuer von Mafia und FBI geraten.

Jung, reich, sexy und wahnsinnig gefährlich. Von ihrer Karriere als Modell und Covergirl hat die hübsche Schauspielertochter Domino Harvey genug. Ein neuer Job muss her und so schließt sich die attraktive Draufgängerin einem Kopfgeldjäger-Team an. Zusammen mit ihren schlagkräftigen Kollegen macht Domino Jagd auf die gefährlichsten Verbrecher des Landes, wird zur Heldin einer TV-Reality-Show namens „The Bounty-Squad“ und selbst zur Gejagten, als sie ins Visier von Mafia und Bundespolizei gerät.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Eine wahre Geschichte, oder zumindest so etwas Ähnliches erzählt Tony Scott hier: Die Geschichte von Domino Harvey, ins Jet Set geboren und es gleichzeitig ablehnend. Sie wird Kopfgeldjägerin, wählt das Dasein als White Trash. Scott erzählt ihre Geschichte, aber er erzählt sie rudimentär, noch im ersten Drittel des Films hat er ihre Lebensgeschichte abgehakt bis zu dem Punkt, an dem sie als Kopfgeldjägerin so richtig ins Schlamassel eines undurchsichtigen Plots gerät, ein Verbrechen, bei dem FBI, Mafia, ein Las-Vegas-Milliardär und mittendrin die Bounty Hunters um Domino, Ed, Choco, Alf mitmischen…

      Die Bilder sind flippig, nein: völlig ausgeflippt, schnell, stilisiert, verfremdet, symbolüberladen: Eine Ästhetik, die in den 90ern im Dunstkreis von Quentin Tarantino gepflegt wurde – dessen Drehbuch „True Romance“ Tony Scott 1993 verfilmte. Domino wird Zeit ihres Lebens von Beverly Hills 90210 verfolgt, und sie wird nicht entkommen, sowohl dem Wohnort als auch der Teenie-Serie, dieser heilen Welt der kleinen Intrigen. Domino will den Adrenalinkick als Kopfgeldjägerin, mit der Knarre in der Hand auf der Jagd nach Verbrechern und daher immer auf der Seite des Gesetzes. Diese Überdosis Adrenalin bietet Tony Scott in seinem Film für den Zuschauer, ein undurchschaubares Gewitter an Bildern, die fast schon anstrengen, die hart, schnell aneinandergeschnitten fast surreal wirken.
      Vollkommen irr ist das Ganze, chronologisch verschachtelt, bunt, überladen: wie der Mescalintrip, mit dem die Bounty Hunters einmal durch Nevada unterwegs sind, bei dem die Wirklichkeit mit dem endlosen Asphalt verschmilzt.

      „Bounty Squad“ heißt die Reality-TV-Serie, die dem Team von Domino folgt mit immer schussbereiten Kameras, die immer dabei sind, wenn es hart auf hart kommt – die Moderatoren sind Ian Ziering und Brian Austin Green, Serienstars aus „Beverly Hills, 90210“ (die sich im Film selbst spielen). Die Welt, der sie entkommen will, verfolgt Domino stetig. Und sie produziert ein Reality-TV-Format, die durch die Abbildung dessen, was aus Domino geworden ist, genau den Grund repräsentiert, weshalb sie so geworden ist.

      Mit der Zeit verliert der Film jeden eigenen Standpunkt; was à la Oliver Stones „Natural Born Killers“ beginnt als eine Art Mediensatire, als Abrechnung mit dem Jet Set, als die Geschichte einer Auflehnung und einer Ablehnung der Ansprüche, nach denen wir leben sollen, verflüchtigt sich im ständigen Ausstoß an Bildern. Unübersichtlichkeit ist vielleicht gewollt – auch der originale „Manchurian Candidate“, in dem Dominos Vater, der Schauspieler Lawrence Harvey, die Titelrolle spielte, ist überladen –, doch Tony Scotts Film wird mehr und mehr orientierungslos. Er verirrt sich im Urwald der Bilder, den er selbst angelegt hat. Und er berauscht sich an sich selbst, so dass der Verdacht nicht von der Hand zu weisen ist, dass das meiste an den Bildern, die auf den Zuschauer einstürmen, nur deshalb da ist, um ihn darüber nachdenken zu lassen, ob es außer dem Rausch einen Grund gibt, weshalb es da ist.

      Fazit: Schneller, irrer und zunehmend wirrer Film. Cool und rauschhaft, aber mehr auch nicht.
    2. Domino - Live Fast, Die Young: Visuell bestechender Actionthriller über Domino Harvey, Tochter von Schauspieler Laurence Harvey, die eine Karriere als Topmodel aufgab, um Kopfgeldjägerin zu werden.

      Das ungewöhnliche Leben der taffen Kopfgeldjägerin Domino Harvey diente Regisseur Tony Scott als Grundlage für ein Action geladenes Biopic, wobei er den visuellen Overkill seiner Racheorgie „Mann unter Feuer“ noch toppt.

      Die im Sommer 2005 kurz vor Fertigstellung des Film an einer Überdosis verstorbene Titelheldin (von „Piraten der Karibik“-Schönheit Keira Knightly teils ein wenig leichtgewichtig mit „Showgirls“-Flair porträtiert) war eine schillernde Figur: Als Tochter des britischen Filmstars Laurence Harvey (tritt per „Botschafter der Angst“-Ausschnitt auf) und eines Vogue-Models war sie zwar privilegiert in England aufgewachsen, doch wurde sie aufgrund ihrer rebellischen Ader von vier Schulen verwiesen. Eine zeitlang jobbte sie als Model. Die spätere Ehe ihrer Mutter mit Hard-Rock-Café-Gründer Peter Morton führte sie schließlich nach Los Angeles. Dort begann die zart gebaute Messer- und Martial-Arts-Expertin ihre Karriere als Kopfgeldjägerin und war daran beteiligt, einen der gefürchtetsten Gangleader zu verhaften. An sich schon der sensationelle Stoff, aus dem Hollywoodgeschichten geschrieben sind. Doch „Donnie Darko“-Drehbuchautor Richard Kelly steuerte zu dem in Wahrheit bereits unglaublichen Szenario noch diverse fiktionalisierte Elemente hinzu. So werden Domino und ihre beiden Partner Ed (ein fabelhafter Mickey Rourke in einer leider viel zu mickrigen Rolle) und Choco (Edgar Ramirez) zwecks Mediensatire und beißendem Kulturkommentar zu Stars der Realityshow „The Bounty Squad“ gemacht, die von Ian Ziering und Brian Austin Green aus der TV-Serie „Beverly Hills 90210″(als sie selbst) inkompetent moderiert wird. In typischer Tarantino-Tradition wird zudem eine Plotschlaufe um korrupte Verkehrsamtbürokraten, ein Millionenraubzug, einen rachsüchtigen Mafiaboss, einen skrupellosen Casinobesitzer und einen afghanischen Explosionsexperten gewoben. Dazu passend gibt es Cameoauftritte von Tom Waits als predigenden Unterweltsboten und Christopher Walken als verschrobenen TV-Produzenten.

      Dabei ist nicht nur die mit roher Gewalt versehene Story schon over-the-top. Scotts Ziel ist es offenbar, dies mit optischer Holzhammer-Methode im Look des Films nachhaltig zu reflektieren. Verwackelte grobkörnige Bilder, rastloses Zooming, ruckartige Kameraschwenks und schwindelerregende Umkreisungen, Doppelbelichtungen, eine tiefsaturierte Farbpalette in giftig grün-gelb, all dies mit einem desorientierenden Speedfreak-Schnitt zusammengestückelt, vermitteln den Eindruck, einen Sicherheitsgurt im Kinosessel zu benötigen - das visuelle Äquivalent eines Mescalin-Trips. Trotz dieser Stilsalti bleibt die mangelnde erzählerische Substanz offenbar. Woher beispielsweise Dominos aufgestaute Aggressionen kommen, die sie durch die gefährlichen Adrenalinkicks ihres Jobs auslebt, wird nur angedeutet. Das potentielle Liebesdreieck zwischen Domino und ihren beiden Partnern wird ebenfalls nur inkonsequent angeschnitten. Auch die Szenen mit religiöser Symbolik, die Scott schon ausgiebig in „Mann unter Feuer“ benutzte, wirken letztlich nur als Posen. Doch nichts anderes will dieser hyperventilierende Film sein: eine Übung in Exzess, in filmischem Nihilismus. Und als solche hat er seinen Platz in der Filmgeschichte sicher. ara.

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