Die wilden Hühner (2006)

Die wilden Hühner: Teenagerabenteuer von Vivian Naefe nach Cornelia Funkes Bestseller um fünf Mädchen und ihre Bande.
Kinostart: 09.02.2006
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Filmhandlung und Hintergrund

Die wilden Hühner: Teenagerabenteuer von Vivian Naefe nach Cornelia Funkes Bestseller um fünf Mädchen und ihre Bande.

Sprotte, Melanie, Trude, Frieda und Wilma sind alle zwischen 11 und 12 Jahre alt und so ziemlich die dicksten Freundinnen der Welt. Organisiert in einer Gang namens “Die Wilden Hühner” liefern sie sich heiße Gefechte mit ihren Erzfeinden, den aus gleichaltrigen Knaben bestehenden “Pygmäen”. Nun allerdings erfordert ein ungeheurer Vorgang Solidarität über Geschlechterkampfgrenzen hinweg: Oma plant nämlich, die Bandenmaskottchen zu schlachten …

Von den Machern, die uns “Bibi Blocksberg” und “Das fliegende Klassenzimmer” brachten, stammt diese Verfilmung einer Kinderbuch-Bestsellerreihe aus der Feder von Cornelia Funke.

Sprotte, Melanie, Trude, Frieda und nach eingängiger Prüfung auch Wilma sind “Die wilden Hühner”, die coolste Mädchengang der fünften Klasse. Ihre schärfste Konkurrenz sind die Jungs der “Pygmäen”-Gang und deren Anführer Fred. Richtig Stress gibt es, als Oma Slättberg ihre Hühner, die Maskottchen der Bande, schlachten will, und nur die “Pygmäen” helfen können.

Sie liegen im ewigen Streit: die Mädchenbande “Die wilden Hühner” und ihre männlichen Widersacher, die “Pygmäen”. Da will Großmutter Slättberg ihre Hühner schlachten. Undenkbar, ist das Federvieh doch Maskottchen der Girlgang. Sofort wird ein Befreiungsplan geschmiedet. Dummerweise sind die Fünftklässlerinnen dabei auf die Hilfe der “Pygmäen” angewiesen. Denn wer traut sich schon nachts allein in den Hühnerstall? Vor allem seit sich die rüstige Oma eine Knarre zugelegt hat, um sich vor ungebetenem Gesindel zu schützen.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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    Wunderbare Verfilmung des Kinderbuchs von Cornelia Funke, in der eine Mädchenbande mit einer Jungenbande konkurriert. Nach allerlei Auseinandersetzungen, wie sie bei Jugendlichen beiderlei Geschlechts in der Pubertät an der Tagesordnung sind und hier aber originelle Wendungen finden, schließen sich beide Banden zusammen, als es gilt, Omas 15 Hühner vor dem Schlachtungstod zu bewahren.

    In den besten Szenen an große Vorbilder wie "Krieg der Knöpfe" erinnernd, werden die unterschiedlichen sozialen Herkünfte der Kinder geschickt in die Handlung eingeflochten. Themen wie Trennung der Eltern, sozialer Abstieg durch Arbeitslosigkeit, elterliche Gewaltanwendung, aber auch Raubbau an der Umwelt und Naturschutzthemen, werden nicht ausgespart, sondern nachvollziehbar miteinander verknüpft. Die Solidarität der Kinder untereinander gegenüber der Erwachsenenwelt wird zum Kerngeschichte des Films.

    Das Casting, insbesondere der Kinderdarsteller, ist hervorragend geglückt. (...) Sehr facettenreich werden die einzelnen Charaktere ausgeleuchtet. Wunderbar und dramaturgisch perfekt gelöst ist die atmosphärisch dichte Darstellung vom schweren Gang des Willi nach Hause, wo der gewalttätige Vater schon auf ihn wartet, nachdem Willi einem Bagger die Scheibe eingeschlagen hat. Trotz der Begleitung seiner Freunde bis vor die Wohnungstür möchte in diesem beklemmenden Moment niemand mit Willi tauschen.

    Der Film, der spannend erzählt wird und kurzweilig herüber kommt, nimmt sich für die Zeichnung seiner Figuren Zeit, orientiert sich dabei eng an seiner literarischen Vorlage.

    Die altersgerecht eingesetzte Musik, die zum Teil von den Hauptdarstellerinnen mit hörbar großem Vergnügen selbst gesungen wird, wie im Abspann des Films zu sehen ist, rundet einen handwerklich solide hergestellten Film ab, der Lust auf eine Fortsetzung macht, die sicherlich schon in Arbeit ist.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Nach einer Vorlage von Bestseller-Autorin Cornelia Funke hat Deutschlands erfolgreichste Kinderfilmproduzentin Uschi Reich ein liebenswert-lustiges Mädels-Abenteuer mit prominenter Besetzung und als eine Art Gegenentwurf zu den “wilden Kerlen” realisiert.

    Im Vergleich zur ersten Funke-Adaption “Herr der Diebe” fallen zwei Unterschiede auf. Erstens: Statt fantastischem Nervenkitzel steht hier komödiantisch aufbereiteter Schulalltag im Vordergrund. Zweitens: Statt internationaler Cast und Crew baute man ausschließlich auf deutsche Künstler. Regisseurin Vivian Naefe, TV-Quotenhit-Lieferantin (“Eine ungehorsame Frau”) und Grimme-Preisträgerin (“Einer geht noch“), kommt denn auch gleich zur Sache. Kaum hat sie ihre vierköpfige Mädchenbande alias “Die wilden Hühner” und deren männliche Rivalen, gleich an der Zahl, jedoch ungleich unschöner “Pygmäen” genannt, etabliert, geht die schlichte, aber amüsant-unterhaltsame Story los: Oma Slättberg (Doris Schade, gibt lustvoll die böse Bäuerin) will ihre 15 Hühner schlachten. Weil das Federvieh aber nun mal Maskottchen der Girlgang ist, wird sofort ein Befreiungsplan geschmiedet. Dummerweise sind die Fünftklässlerinnen dabei aber auf die Hilfe der “Pygmäen” angewiesen. Denn wer traut sich schon nachts allein in den Hühnerstall, vor allem, wenn man bedenkt, dass sich Oma Slättberg erst vor kurzem eine Knarre zugelegt hat, um ungebetenes Gesindel vom Hof zu jagen.

    Überraschendes Kino ist es nicht, was Naefe da ihrem Publikum, das altersmäßig zwischen acht und 14 liegen dürfte, bietet. Das war aber auch nicht zu erwarten. Dennoch gelingt ihr durchaus gutes Entertainment, handwerklich makellos aufbereitet. Darüber hinaus setzt die Regisseurin auf Dialogwitz und Schauspielführung – und da hat sie bei diesem bis in die Nebenrollen hinein prominent besetzten Ensemble-Film auch alle Hände voll zu tun. Zumal auch sämtliche Familienkonstellationen, die in der heutigen Gesellschaft existieren, Eingang finden: Der alleinerziehende Vater mit neuer Freundin und an Übergewicht leidendem Kind, der gewaltbereite Sohn, der zu Hause verprügelt wird oder die alleinerziehende, Vollzeit arbeitende Mutter, die ihre Tochter vernachlässigt. Naefe reißt diese Problematiken nur an, drückt dann wieder aufs Tempo, rückt den Spaßfaktor in den Vordergrund. Für den steht unter anderem der “Pygmäe” Martin Kunz, der als “Torte” die besten Sprüche in den Mund gelegt bekommt. Erwähnenswert in einem Ensemble, zu dem auch Katja-Riemann-Tochter Paula, Veronica Ferres, Benno Fürmann und Axel Prahl gehören: Jessica Schwarz als einfühlsame Lehrerin und Michelle von Treuberg als wortgewandte Bandenchefin “Sprotte”. Constantin will seine Hühner ab 9. Februar 2006 zum Flattern bringen. lasso.

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