Die Vogelpredigt

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   2005
Die Vogelpredigt Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Vogelpredigt: Zwei Schweizer Schauspieler machen sich auf den Weg zu einem in Umbrien lebenden Regisseur, um mit ihm den perfekten Film zu drehen.

Max (Max Rüdlinger) und Polo (Polo Hofer), zwei ältere Schauspieler aus Bern und ein tragisch-komisches Duo, machen sich auf die abenteuerliche Reise zu ihrem ehemaligen Regisseur (Clemens Klopfenstein). Sie wollen ihn von einer neuen Filmidee, einem Sequel ihres früheren erfolgreichen Films „Das Schweigen der Männer“, überzeugen. Der Regisseur hat sich nach Umbrien zurückgezogen, wo er sich mehr mit Askese und Konsumverzicht beschäftigt, und überredet die beiden zu Probeaufnahmen für einen Film über Franziskanermönche.

Der experimentierfreudige Schweizer Clemens Klopfenstein wollte eigentlich eine „crazy Liebesstory in einem umbrischen Kloster“ drehen. Herausgekommen ist jedoch ein in der Tat verrücktes Stück Homemovie auf Mini-DV gedreht, eine Art schweizerisches „Blair Witch Project“ mit einer ganz besonderen Rolle für Ursula Andress.

Max und Polo, zwei ältere Schauspieler aus Bern, machen sich auf die abenteuerliche Reise zu ihrem ehemaligen Regisseur, um ihn von einer neuen Filmidee zu überzeugen. Der Regisseur hat sich nach Umbrien zurückgezogen und beschäftigt sich mehr mit Askese und Konsumverzicht und überredet die beiden zu Probeaufnahmen für einen Film über Franziskanermönche.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Kurioses Road Movie, selbstreferentieller Film-im-Film und dialogsatte Reflexion über Handwerk und Selbstverständnis von Filmemachern. Die beiden gealterten Schweizer Komiker und Schauspieler Polo Höfer und Max Rüdlinger reisen von Bern zu ihrem ehemaligen Regisseur Clemens Klopfenstein. Wegen einer Panne auf der Autobahn geraten sie nachts in eine merkwürdige Herberge und stolpern in einer Kirche mitten in die Dreharbeiten zu einem erotischen Kostümfilm mit Ursula Andress. Als sie Klopfenstein endlich erreichen, hat der eine neue Form des Filmens mit digitaler Kamera und extremer Improvisationsfreude im Kopf. Er lässt die beiden Anti-Helden in Mönchskutten schlüpfen und entführt sie in die Wälder des Appenin, wo sie Texte des Heiligen Franziskus aus dessen Predigt vortragen sollen. Diese Proben sind bereits Teil der Handlung, die der Regisseur mit versteckter Kamera aufnimmt. Er verschwindet und lässt die beiden Tropfe schreiend zurück…

    Ein Beispiel der arte povera des Schweizer Films oder „The Blair Witch Project“ als religiöse Exerzitie, mit Digitalvideo und O-Ton in verwaschenen Farben. Der in den 80-er Jahren bekannte Regisseur Clemens Klopfenstein („Geschichte der Nacht“, „Der Ruf der Sibylla“) lässt im ersten Drittel die echten Komiker während der Autobahnfahrt endlos über das Projekt zum neuen Film palavern, im zweiten Drittel an der Realität verzweifeln und im dritten Teil als Wiedergänger des Heiligen Franziskus dessen Predigt zu den Vögeln, eine Paraphrase der Bergpredigt („Sehet die Vögel auf den Feldern, sie säen nicht und sie ernten doch.“) proben. Nicht ohne Selbstironie, aber entschieden zu ausufernd. Ursula Andress („James Bond 007 jagt Dr. No“), Hauptmotiv von Plakat, Flyer und Postkarte, ist insgesamt drei Minuten als Madonna in einer Pietà-Darstellung (Kreuzabnahme Jesu) in der Kirche von San Silvestro in Bevagna in Umbrien zu sehen. Kurios, kurios… ger.

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