Die Piratenbraut

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   1995
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Die Piratenbraut Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Mit der auf dem Skalp ihres verstorbenen Vaters eintätowierten Lageplan eines sagenumwobenen Schatzes macht sich die Freibeuterin Morgan Adams auf den abenteuerlichen Weg zur Cutthroat Island. Wenn sie nicht gerade damit beschäftigt ist, ihren skrupellosen Onkel und Konkurrenten Dawg Brown abzuschütteln, liefert sie sich verbale und amouröse Gefechte mit William, einem undurchschauberen Hallodri.

Hinterlistig ermordet der Pirat Dawg Brown seinen eigenen Bruder. Doch bevor der alte Freibeuterkapitän stirbt, kann er seiner Tochter Morgan Adams noch ein Geheimnis anvertrauen: Die Tätowierungen auf seinem Schädel sind das erste Drittel einer Schatzkarte. Das zweite Drittel kann sich die Piratenbraut während der spektakulären Befreiung eines Gesinnungsgenossen sichern. Den letzten Abschnitt zu beschaffen, scheint jedoch unmöglich zu sein. Denn dieser befindet sich im Besitz von Dawg Brown.

Freibeuterin Morgan Adams fehlen für eine erfolgreiche Schatzsuche noch die restlichen zwei Teile einer Schatzkarte… Renny Harlins aufwendige Piratenfilmvariante im Comic-Stil, mit Ehefrau Geena Davis in der Titelrolle.

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Wie bei einem Echo der Katastrophenberichte vom Set von „Waterworld“ wurde man in den vergangenen 18 Monaten mit derart vielen Pannenmeldungen von den Dreharbeiten zu Renny Harlins letztlich 100 Mio. Dollar teurem Piratenfilm „Cutthroat Island“ auf Trab gehalten, daß es schwer fällt, das kunterbunte Stuntspektakel als eigenständiges Werk zu beurteilen, ohne die begleitenden Umstände – das lange Suchen nach einem Hauptdarsteller, die Überziehungen des ursprünglichen Budgets von 70 Mio. Dollar und den Bankrott von Carolco – heranzuziehen. Ein aufregendes Spektakel mit der Vitalität von „Der rote Korsar“ und der abenteuerlichen Action eines „Indiana Jones“-Filmes hatte Renny Harlin bei seinem aufwendigen Reanimierungsversuch des Piratenfilm-Genres angestrebt. Am Ergebnis überzeugt die schiere Wucht: Unablässig läßt Harlin Stuntkaskaden in gigantischen Sets über den Zuschauer hinwegrollen. Kaum fünf Minuten läßt er vergehen, in denen nicht Halsbrecherisches und häufig sicherlich Lebensgefährliches geboten wird. Doch hinter der lauten und stets imposant anzusehenden Kulisse verbergen sich eine hauchdünne Story, in deren Geschäftigkeit nur wenig Platz ist für ein emotionales und intellektuelles Zentrum, und bestenfalls funktionale Schauspielerleistungen. Ein Problem, mit dem der Regisseur bereits bei seinen vorangegangen Hits „Stirb langsam 2“ und „Cliffhanger“ zu kämpfen hatte. In deren technokratischer Hülle fielen Harlins Mängel im Umgang mit seinen Schauspielern und sein nur wenig ausgeprägtes Talent für dramatische Dynamik nicht so sehr auf. Im Piratenfilm, der von Bewegung ebenso lebt wie von überbordender Lebensfreude, sind sie unerläßlich: Wenn es nicht gerade gilt, Dörfer, Höhlen oder Schiffe einzuäschern, schippert „Cutthroat Island“ öfters mal haarscharf an absoluter Windstille vorbei. Das liegt auch an der Story, die einem Kompendium angehäufter Seeräuberklischees aus 100 Jahren Film gleicht. Neu ist in dieser sündhaft teuren Quasi-Neuvariante von „Die Schatzinsel“ nur, daß mit Harlins Ehefrau Geena Davis ein weiblicher Freibeuter auf die Suche nach den drei Karten zum Schatz der mythenumwobenen „Cutthroat Island“ geht. Solange sie von ihrem sinistren Onkel Dawg Brown (Frank Langella hat sichtbar Spaß in seiner vor Bosheit schnarrenden Rolle) verfolgt wird, weiß die Story mit viel Tempo durchaus zu gefallen. Schwach ist dagegen das Zusammenspiel von Davis und Ersatzhauptdarsteller Matthew Modine: Was als Screwball-artiger Schlagabtausch zwischen zwei verschlagenen Desperados angelegt wurde, ist hier bestenfalls bemühter Geschlechterkrampf ohne Pfiff. Beide wollen den Zuschauer Glauben machen, sie hätten viel Spaß. Anders als bei Harlin, dessen kindliche Begeisterung an der Bewältigung der komplizierten Logisitik des Unternehmens authenthischer nicht sein könnte und auch auf die Actionsets überspringt, wirkt ihr Enthusiasmus gespielt. So ist ein widersprüchlicher Family-Entertainment-Film entstanden, dessen Inneres vorgefertigt wirkt wie der „Pirates of the Caribbean“-Ride in Disneyland, während die elektrisierenden Oberflächenreize einen fulminanten Ritt auf des toten Manns Kiste verheißen. ts.

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