Die Liebe der Charlotte Gray

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   2001
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Filmhandlung und Hintergrund

Die Liebe der Charlotte Gray: Liebes- und Kriegsmelodram über eine junge Schottin, die sich 1943 der Resistance anschließt.

Um einen Piloten zu finden, in den sie verliebt ist und der nach einem Einsatz über Frankreich vermisst wird, reist die junge Schottin Charlotte Gray (Cate Blanchett) 1943 ins besetzte Frankreich und schließt sich als Kurier den Widerstandskämpfern der Resistance an. Während sich die Situation um sie herum zuspitzt und die Gefahr, entdeckt zu werden, stetig steigt, verliert Charlotte ihr Herz an den lokalen Resistanceführer Julien (Billy Crudup). Obendrein versucht sie, zwei jüdische Kinder vor der drohenden Deportation ins Vernichtungslager zu bewahren.

Bedingt glaubwürdiges, aber bildgewaltig und stimmungsvoll inszeniertes Kriegs- und Liebesmelodram. Die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseurin Gillian Armstrong und Schauspielerin Cate Blanchett nach „Oscar und Lucinda„.

Weil sie ihrem Land helfen und ihren in Frankreich vermissten Freund finden will, schließt sich Charlotte Gray 1943 als Kurier zwischen Geheimdienst und Widerstand der Resistance an. Während Sabotageakte deutsche Truppen alarmieren und die Angst, entdeckt zu werden, wächst, wird Charlotte für zwei jüdische Jungen zur Mutterfigur, die alles riskiert.

Im England des Jahres 1943 lässt sich Charlotte Gray als Unterstützerin der französischen Résistance ausbilden, um ihrem Lebensgefährten Peter, einem RAF-Piloten, nahe zu sein. Ob ihrer perfekten Sprachkenntnisse als Kurier im Vichy-Frankreich eingesetzt, wird sie mit zwei Ereignissen konfrontiert, die ihr Leben radikal verändern: Zum einen gilt ihr Geliebter nach einem Flugzeugabsturz als verschollen, zum anderen lernt die kühle Britin den Résistance-Kämpfer Julien kennen, mit dem sie alsbald mehr als nur der gemeinsame Feind verbindet…

Während des zweiten Weltkrieges wird die Britin Charlotte Gray als Kurier für die Résistance im Vichy-Frankreich eingesetzt, wo sie ihren Geliebten Peter, einen RAF-Piloten, sucht. Dabei lernt sie den Résistance-Kämpfer Julien kennen, mit dem sie bald mehr als nur der gemeinsame Feind verbindet… Anspruchsvolle Mischung aus Liebes- und Kriegsdrama mit Cate Blanchett („Elizabeth“).

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Kritikerrezensionen

  • Das mit „The Gift – Die dunkle Gabe“ eingeläutete halbjährige Cate-Blanchett-Festival läuft nach „Banditen“, „Der Herr der Ringe“, „Heaven“ und „Schiffsmeldungen“ nun mit einem Resistancemelodram vorläufig aus. „Charlotte Gray“ bleibt zeitgeschichtlich und atmosphärisch im Muster von „Enigma“, lässt eine junge Britin im 2. Weltkrieg für den Geheimdienst arbeiten, kann aber trotz prominenter Besetzung und verführerischer Fotografie einige dramaturgische Misstöne nicht kaschieren.

    Wenn eine blasse Inselblondine in Frankreich für die Widerstandsbewegung ihr Leben riskiert, erinnert das unweigerlich an Meryl Streep und „Eine demanzipierte Frau“. Im Vergleich dazu erweist sich Fred Schepisis Verfilmung von David Hares Theaterstück als tiefgründigere, unbequemere Fragen stellende Variation eines verwandten Themas. Zeichnete Hare seine Protagonistin als Frau, die während des Kriegs intensiv, danach aber desillusioniert im Grunde kaum noch lebte, ist für Charlotte Gray diese Erfahrung ein Weg zur persönlichen Reife, an dem durch Hoffnung am Ende Erfüllung steht. Gillian Armstrong, der mit Blanchett bei „Oscar und Lucinda“ eine große, lyrische Literaturadaption gelang, fand mit Sebastian Faulkners Roman einen konventionelleren Stoff vor, den sie dramaturgisch nicht immer im Griff hat. Zusammengehalten von einer Klammer, die Gray zu Beginn reisen und am Ende ankommen sieht, führt eine Rückblende ins Jahr 1943, als sie vom Geheimdienst angeworben wird, sich in einen jungen Piloten verliebt, der wenig später nach einem Einsatz in Frankreich vermisst wird. Dorthin folgt ihm Gray, um Kurier zwischen Resistance und britischem Geheimdienst zu spielen und ihren Freund zu suchen. Kaum setzt sie den Fuß auf das mit den Deutschen kollaborierende Vichy-Territorium, zeigt sich ein Kardinalproblem. Grays perfektes Französisch, dessentwegen sie schließlich ausgewählt wurde, erweist sich als obsolet, da alle Franzosen Englisch parlieren. Das Spannungsmoment, durch die Sprache verraten zu werden, geht so verloren. Ein Manko, das wohl auch die Synchronisation nicht beheben wird. Wenig realistisch ist auch Grays gefährliche Naivität in der Kontaktierung des lokalen Resistanceführers (Billy Crudup), der es später kaum besser macht, als er die Liste vermisster Franzosen in die Gesichter einmarschierender deutscher Soldaten schreit, bis ihn Blanchett mit einem Kuss zum Schweigen bringt. Nicht selten ist Auffälligkeit präsent, wo Zurückhaltung Gebot wäre. Das reißt aus der Zeit, aus dem Film heraus, der in seiner Resistancedramatik und Lovestory weniger überzeugt als in Grays Reifung zur Mutterfigur für zwei versteckte jüdische Jungen. In dieser Beziehung entwickelt sich große Zärtlichkeit, Intensität und Realismus, der schließlich in einem erschütternden Finale andeutet, was über erzählerische Routine hinaus hier insgesamt möglich gewesen wäre. kob.

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